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Kate (Hütte)

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Die Artikel Kate (Hütte), Kotten (Haus) und Cottage (Wohngebäude) überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Bitte äußere dich in der Diskussion über diese Überschneidungen, bevor du diesen Baustein entfernst. 88.64.159.205 01:19, 30. Dez. 2008 (CET)
Erich Dummer: Bauernkate in Schleswig-Holstein, entstanden um 1915

Kate (Kathe, Katt/e/n, auch Kote, Kot, Koth(e), Kott/e/n oder Kotze) ist die Bezeichnung eines einzelnen Wohnhauses in der dörflichen Gemeinschaft.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Wortherkunft

Kate/Kote[1][2][3] heißt mittelniederdeutsch „Hütte“, „kleines, niedriges Haus“. Das Wort findet sich in allen drei Geschlechtern, ist heute aber meist weiblich. Es wird auch eine sprachliche Verwandtschaft mit Hütte, Haus, Gaden, lat. casa in einer allgemeinen Bedeutung „eingeschlossener Raum“, „Verschlag“ oder „bedeckter Raumes“ (vergl. Etymologie von Hütte, Kotter) angenommen[4].

In der vorindustriellen Zeit werden ländliche Gebäude auch als Kotten bezeichnet, die weder Wohnzwecken noch der landwirtschaftlichen Produktion dienten, sondern zur Herstellung oder Bearbeitung anderer Waren, auch das in sprachlicher Nähe zu der Verwendung von Hütte, und so findet sich etwa der Ortsname Salzkotten erhalten, der sich auf ein Sudhaus bezieht.[5]

[Bearbeiten] Kate als Siedlungsform

Zur Kate gehörte kein Scheunen- oder Stallgebäude. Tiere wurden unter der Niederung einer verlängerten Dachseite untergebracht. In Regionen mit kalten Wintern gab es keine Abgrenzung zwischen Wohn- und Tierbereich, um von der Tierwärme mit profitieren zu können. Katen sind zumeist einstöckig, der Giebelraum wurde als Stroh- und Nahrungsmittellager genutzt.

Die Kate war – im Gegensatz zur Hufe des Vollbauern (Hufner) – im Regelfall lediglich mit einem kleinen Stück Land zur Selbstversorgung und Nebenerwerbslandwirtschaft ausgestattet. Der Besitzer (Kätner, Kötner oder auch Köter genannt) ging im Regelfall einem anderen Haupterwerb nach und gehörte zur unteren dörflichen Mittelschicht.

Um 1600 war im Oldenburger Land eine zweite Siedlungswelle zu beobachten. Abgehende Bauernsöhne bauten dort ihre Katen, anfangs meist sehr primitiv und ärmlich, zum Schutz gegen Feinde aber eng beieinander. Später, nach einigen Generationen, entwickelten sich daraus oft recht leistungsfähige Kötereien.

[Bearbeiten] Bauformen

Wurden Katen ursprünglich meist als Fachwerkbauten errichtet, so wandelte sich die Bauweise im 19. Jahrhundert zur Ziegelkate.

Die Tätigkeit des Kätners bestimmte Lage und Ausstattung der Kate. So gab es Handwerkerkaten, Wegewärterkaten an den Chausseen und (Schlag-)baumkaten an den Zollstellen.

Eine besondere Form waren die Altenteilerkaten (Auszugshaus), die Hufner für ihre aus dem Erwerbsleben ausgeschiedenen Eltern errichteten und die auf dem Grundstück des Hofes standen.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Eintrag Koth (das) oder die Kothe In: J. G. Krünitz: Oeconomische Encyclopädie. Pauli, Berlin 1773–1858 (kruenitz1.uni-trier.de)
  2. Eintrag KOT,KOTE, hütte, kleines schlechtes haus In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Leipzig 1854-1960 (germazope.uni-trier.de)
  3. Eintrag KATE, f. taglöhnerhütte In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Leipzig 1854-1960 (germazope.uni-trier.de)
  4. Krünitz: Koth 3.
  5. Krünitz: Koth 2.
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