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Kaspischer Hyrcania-Mischwald

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Gemäßigter Regenwald in der Provinz Gīlān, Iran

Das Kaspische Hyrkania[1]-Mischwald-Ökogebiet ist ein Tiefland und Gebirgswald in der Nähe der südlichen Küste des Kaspischen Meeres. Es erstreckt sich über eine Fläche von 55.000 Quadratkilometern.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage

Das Ökosystem liegt im Südosten von Azerbaidschan und umfasst das Lankaran-Tiefland und das Talysch-Gebirge. Im Iran zieht es sich entlang der Küste des Kaspischen Meeres und den nördlichen Hängen des Elburs-Gebirges. Im südlichen Teil geht es in größeren Höhen in die Elburs Steppenwald-Region über.

Das Klima der Ökoregion ist subtropisch. Der jährliche Niederschlag liegt zwischen 900 mm im Norden bis 1600 mm im Süden, was dieses Ökosystem erheblich satter macht als die Wüstenregionen, Halbwüstenregionen und Steppen in seinen Grenzgebieten.

[Bearbeiten] Flora

Wald beim Ghal'eh Rudkhān
Der Seidenbaum

Einst waren die Küstenebenenen des Kaspischen Meeres von Schwarz-Erlen-Wäldern bedeckt (Alnus glutinosa) und wurden von Flüssen bewässert, die von der Silber-Pappel (Populus alba), der Kaukasischen Flügelnuss (Pterocarya fraxinifolia) und der Kaukasischen Erle (Alnus subcordata) gesäumt waren, doch wurden die Gebiete fast vollständig in städtisches und landwirtschaftliches Land umfunktioniert. In den niederen Anhöhen des Talysch- und Elbursgebirges findet man unterschiedliche Gemäßigte Regenwälder mit Eisenholz (Parrotia persica), der Kaukasischen Zelkove (Zelkova carpinifolia), dem Seidenbaum (Albizia julibrissin) und Ebenholz (Diospyros lotus) sowie mit Stechpalmen (Ilex hyrcana), Mäusedorn (Ruscus hyrcanus) und Stechwinden (Smilax excelsa) [2]. Das Eisenholz ist für das Talysch-Gebirge und Nordiran endemisch, wobei es zu einer beachtlichen Dichte der Baumbestände kommen kann. Flechtenbewachsene Äste sind hier ineinander verwachsen und lediglich tote Blätter sind im tiefen Schatten des Waldbodens zu finden. Im Herbst nehmen die gelben Blätter des Eisenholz-Baumes eine zarte Fliederfarbe an.[3]

Die mittleren Höhen werden von der Orient-Buche (Fagus orientalis), Eiche (Quercus spp.), Hainbuche (Carpinus spp.), und Edelkastanie (Castanea sativa)[4] dominiert.

Die höheren Gebirgs- und subalpinen Zonen sind durch Steppen, Macchia und die Kaukasische Eiche charakterisiert. Alpine Tundra und Weiden befinden sich in den höchsten Erhebungen.

[Bearbeiten] Fauna

Einst lebte hier der Kaspische Tiger (Panthera tigris virgata), doch ist er nun ausgestorben. Weitere größere Säugetiere sind der Leopard (Panthera pardus), der Eurasische Luchs (Lynx lynx), der Braunbär (Ursus arctos), das Wildschwein (Sus scrofa), der Wolf (Canis lupus), der Goldschakal (Canis aureus), die Rohrkatze (Felis chaus), der Dachs (Meles meles) und der Fischotter (Lutra lutra)[2]. Das Ökogebiet ist außerdem ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel zwischen Russland und Afrika und bildet ein Schlüsselhabitat für viele Vogelarten. Zu den hervorstehenden Tierarten gehören die Graugans (Anser anser), die Blässgans (Anser albifrons), die Zwergtrappe (Tetrax tetrax), der Braune Sichler (Plegadis falcinellus), der Löffler (Platalea leucorodia), der Nachtreiher (Nycticorax nycticorax), die Rothalsgans (Branta ruficollis), der Wanderfalke (Falco peregrinus), der Krauskopfpelikan (Pelecanus crispus), der Kuhreiher (Bubulcus ibis), der Rallenreiher (Ardeola ralloides), der Rosaflamingo (Phoenicopterus roseus) und die Weißkopfruderente (Oxyura leucocephala)[2].

[Bearbeiten] Naturschutzgebiete

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Hyrcania war die altgriechische Bezeichnung für altpersisch: Varkāna (Land der Wölfe); vgl. Weblink
  2. a b c Caspian Hyrcanian mixed forests (PA0407). World Wildlife Fund.
  3. Ornamental plants from Azerbaijan. Missouri Botanical Garden.
  4. Ecosystem Profile: Caucasus. Conservation International.
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