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Die Kanizsay, auch Kanizsai, waren eine Adelsfamilie im königlichen Ungarn des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit. Sie waren vor allem als Grenzwächter tätig und ein Zweig der Sippe der Osl. Der Name Kanizsay leitet sich von der südwestungarischen Stadt Nagykanizsa ab.
Den Namen trugen als erste die Nachfolger des Burgvogtes Lőrinc, der die Burg Kanizsa von König Karl Robert von Anjou als Belohnung für seine Treue erhielt. 1330 starb Lőrinc, der den Namen Kanizsay selbst nicht trug, bei einem missglückten Feldzug gegen die Walachen.
1532 starb die Familie männlicherseits aus. Das Eigentum vererbte sich auf der weiblichen Linie weiter. Die letzte Nachkommin der Familie war Orsolya Kanizsay, die nach der Erlaubnis des Königs Szapolyai mit neun Jahren zum Jungen erklärt wurde und so an das riesige Vermögen kam, damals vielleicht das größte des Landes. Sie starb 1571 als Witwe des Landesrichters Tamás Nádasdy, womit die Familie ausstarb.