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femme russe

Kamenz

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Stadt Kamenz; zu der gleichnamigen Ortschaft respektive der gleichnamigen Gemeinde in Niederschlesien siehe Kamieniec Ząbkowicki.

Die Lessingstadt Kamenz (sorbisch Kamjenc, wörtlich „Kleiner Ort am Stein“) ist eine Große Kreisstadt im Landkreis Bautzen in Sachsen. Sie liegt etwa 40 km nordöstlich von Dresden und etwa 30 km nordwestlich von Bautzen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Bis auf Jesau, Wiesa und Thonberg sind die anderen Stadtteile erst kurz vor Ende des 20. Jahrhunderts eingemeindet worden.

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Die Stadt liegt in der westlichen Oberlausitz am Fuße des Hutberges im Naturraum Westlausitzer Hügel- und Bergland. Die Gegend ist die Nahtstelle zwischen der flachen Teichlandschaft im Norden, wo sie mit dem Deutschbaselitzer Großteich auch eine der größten Wasserflächen stellt, und dem Lausitzer Bergland im Süden. Dem entsprechend ist die Landschaft im Norden von flachwelliger Heide geprägt, welche nach Süden hin relativ rasch ansteigt und im Ortsteil Hennersdorf bereits Mittelgebirgscharakter besitzt. Von Süden kommend und sich im Stadtgebiet mit einigen weiteren kleinen Fließen, wie dem „Langen Wasser“, vereinigend durchfließt die Schwarze Elster Kamenz in Richtung Norden.

[Bearbeiten] Geologie

Kamenz aus der Luft
Kamenz aus der Luft

Unmittelbar unter den Straßen der Stadt, unter einer nur mäßig starken Lössschicht, befinden sich massive Grauwackefelsen, welche an einigen Stellen von Granitaustritten unterbrochen werden und zum Teil direkt aus dem Boden ragen. Beide Gesteine wurden früher intensiv abgebaut, wovon noch heute mehrere zugelaufene Steinbrüche im Stadtgebiet (zum Teil unmittelbar neben Wohnvierteln) zeugen. Im Norden und Nordosten findet man Kies und Kaolinvorkommen, welche durch das Elbe-Urstromtal entstanden.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind im Norden und Nordosten Oßling, im Osten Nebelschütz, im Südosten die Stadt Elstra, im Südwesten Haselbachtal, sowie im Westen und Nordwesten die Gemeinde Schönteichen.

[Bearbeiten] Geschichte

Gegen Ende des 12. Jahrhunderts wurde an der Stelle der heutigen Altstadt eine Burg zur Sicherung des Überganges der Via Regia über die Schwarze Elster erbaut. Die Via Regia war damals ein überregional bedeutender Handelsweg von Belgien bis hinein nach Schlesien. 1225 wurde die Stadt erstmals urkundlich erwähnt, seit 1319 war Kamenz freie Stadt. 1346 wurde der Oberlausitzer Sechsstädtebund gegründet, dessen westlichste Mitgliedsstadt Kamenz wurde. 1547 war Kamenz somit auch vom Oberlausitzer Pönfall betroffen. Im Jahre 1707 vernichtete ein großer Stadtbrand viele Häuser in der Altstadt. 1729 wurde der Dichter und Schriftsteller Gotthold Ephraim Lessing in Kamenz geboren.

1896 wurde in Kamenz auf Grund eines königlichen Beschlusses eine ständige Garnison eingerichtet. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges wurde hier und in den anderen beiden Garnisonen der sächsischen Oberlausitz (Zittau und Bautzen) das Königlich Sächsische Reserve-Infanterie-Regiment 242 aufgestellt.

Während des Zweiten Weltkrieges vom Oktober 1944 bis April 1945 wurde im Gebäude der stillgelegten Tuchfabrik Gebr. Noßke & Co. Herrental Nr. 9 ein Außenlager des KZ Groß-Rosen betrieben, in dem nahezu 1.000 Häftlinge, unter ihnen 150 Juden, für die Daimler Benz AG (Tarnname "Elster GmbH") Flugzeugteile herstellen mussten.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Es folgt eine Übersicht mit den Einwohnerzahlen nach dem jeweils gültigen Gebietsstand. Bis 1831 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Stichtag ist jeweils der 31. Dezember, sofern es nicht abweichend angegeben ist.

Einwohnerentwicklung der Stadt
Einwohnerentwicklung der Stadt
Jahr Einwohner
1885 7.211
17. Mai 1939 14.483
29. Okt. 1946 13.862
31. Aug. 1950 14.331
1955 14.981
1956 14.931
1957 14.857
1958 14.876
1959 14.944
1960 14.888
1962 15.461
1963 15.350
1964 15.905
1965 16.236
1966 16.585
1967 16.657
Jahr Einwohner
1968 16.618
1969 16.528
1970 16.653
1971 16.532
1972 16.289
1973 16.315
1974 18.221
1975 18.001
1976 18.052
1977 18.030
1978 18.001
1979 17.898
1980 18.143
1981 18.410
1982 18.377
1983 18.410
Jahr Einwohner
1984 18.339
1985 18.269
1986 18.323
1987 18.229
1988 18.126
1989 18.016
3. Okt. 1990 19.954
1998 19.013
1999 19.136
2000 19.010
2001 18.848
2002 18.606
2003 18.440
2004 18.308
2005 18.129
2006 18.009

[Bearbeiten] Gedenkstätten

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Blick über die Kamenzer Innenstadt
Blick über die Kamenzer Innenstadt
Rathaus von Kamenz
Rathaus von Kamenz

Albert Wolff erstellte ein Kruzifix mit Johannes und Maria in Marmor für die Kirche in Kamenz.

[Bearbeiten] Theater

[Bearbeiten] Museen

[Bearbeiten] Bauwerke

[Bearbeiten] Natur

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

[Bearbeiten] Politik

Die Stadt Kamenz über den Bautzener Berg von der Oststraße aus gesehen, links die Hauptkirche
Die Stadt Kamenz über den Bautzener Berg von der Oststraße aus gesehen, links die Hauptkirche

[Bearbeiten] Stadtrat

Der Stadtrat von Kamenz zählt 22 Stadtverordnete. Die Sitzverteilung stellt sich seit der letzten Kommunalwahl am 13. Juni 2004 wie folgt dar:

CDU: 8 Sitze
Die Linke: 6 Sitze
FDP: 2 Sitze
Wählervereinigung Kamenz u. Ortsteile: 2 Sitze
Kamenz/direkt: 2 Sitze
Grüne: 1 Sitz
SPD: 1 Sitz

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Der Bahnhof Kamenz ist heute Endpunkt der Linie RB34 aus Dresden
Der Bahnhof Kamenz ist heute Endpunkt der Linie RB34 aus Dresden

Die Stadt beherbergt vorwiegend kleinere und mittlere Betriebe aus den Bereichen Textil, Maschinenbau, Kaolinverarbeitung und Plastikverarbeitung. Weiterhin liegt hier der Sitz einiger sächsischer Landesbehörden (z.B. Landesamt für Statistik). Zunehmend gewinnt der Tourismus an Bedeutung.

[Bearbeiten] Verkehr

Kamenz liegt an den eingleisigen Hauptbahnen Lübbenau–Kamenz und Kamenz–Pirna. Nach Dresden verkehrt eine Regionalbahnlinie im Stundentakt. Zum brandenburgischen Senftenberg verkehren seit Ende der 1990er Jahre keine Reisezüge mehr, nur noch Güterverkehr, die Bahnstrecke nach Bischofswerda wurde komplett stillgelegt. Die nächstgelegene Anschlussstelle Burkau zur A 4 befindet sich etwa 12 km südlich. Am nordöstlichen Stadtrand befindet sich der Flugplatz Kamenz.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

[Bearbeiten] Weiteres

[Bearbeiten] Kulinarische Spezialitäten

Eine besondere Kamenzer Spezialität sind die Kamenzer Würstchen. Eine sehr würzige Mischung aus Wiener und Knacker, die warm gegessen wird.

[Bearbeiten] Sport

Erstmals fand 2004 durch die VDH e.V. (Vereinigung Deutscher Handywerfer e.V.) die erste deutsche Meisterschaft im Handywerfen in Kamenz statt, wo 2005 auch die ersten Europameisterschaften auf deutschem Boden ausgetragen wurden, und 2006 die erste Weltmeisterschaft nach Version der IAMPT stattfinden.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Kamenz – Bilder, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Einwohnerzahlen

Kamenz - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Kamenz - In den Nachrichten

"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

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