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Kamakura

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für die gleichnamige Periode der japanischen Geschichte von 1185 bis 1333, siehe Kamakura-Zeit.
鎌倉市
Kamakura-shi
Kamakura
Geographische Lage in Japan
Kamakura (Japan)
DEC
Region: Kantō
Präfektur: Kanagawa
Koordinaten: 35° 19′ N, 139° 33′ O35.319166666667139.546666666677Koordinaten: 35° 19′ 9″ N, 139° 32′ 48″ O
Basisdaten
Fläche: 39,53 km²
Einwohner: 173 575
(1. Mai 2008)
Bevölkerungsdichte: 4391 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 14204-2
Symbole
Wappen:
Wappen von Kamakura
Baum: Prunus jamasakura
Blume: Enzian
Rathaus
Adresse: Kamakura City Hall
18-10, Onari-chō
Kamakura-shi
Kanagawa 248-8686
Webadresse:
Lage Kamakuras in der Präfektur Kanagawa
Lage Kamakuras in der Präfektur
Amida-Buddha im Kōtoku-in-Tempel von Kamakura

Kamakura (jap. 鎌倉市 -shi, wörtlich: Sichellager) ist eine Stadt in der japanischen Präfektur Kanagawa.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Kamakura ist eine südlich von Tokio an der Sagami-Bucht gelegene, von Bergen umgebene Hafenstadt. Kamakuras Strand ist als Ausflugsziel beliebt und sorgt zusätzlich zu der Nähe zu Tokio und zu den Tempeln für große Touristenströme. Die Stadt beherbergt viele Restaurants und andere tourismusorientierte Annehmlichkeiten.

[Bearbeiten] Geschichte

Während der Heian-Zeit (794–1185) war Kamakura die Hauptstadt der Kantō-Region.

Nach dem Sieg über den Taira-Clan durch Minamoto no Yoritomo (1147–1199) herrschte der Minamoto-Clan von 1180 bis 1333 von hier aus über ganz Japan (Kamakura-Shogunat), und die Stadt entwickelte sich zum politischen und kulturellen Mittelpunkt des Landes.

Nach dem Sturz des Shogunats im Jahr 1333 verlor Kamakura im Rahmen der nachfolgenden Kemmu-Restauration und der einsetzenden Muromachi-Zeit zunehmend an Bedeutung und der Regierungssitz wurde wieder nach Kyōto verlegt.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

In Kamakura befinden sich zahlreiche buddhistische Tempel und Shintō-Schreine.

Am bekanntesten ist der Kōtoku-in mit der ab 1252 errichteten monumentalen Bronzestatue des Amida-Buddha. 1498 zerstörte ein Tsunami den Tempel und die den Großen Buddha umgebende Halle, seitdem steht die Figur frei.

Unter dem Begriff Kamakura-Gozan gelten der Kenchō-ji, der Engaku-ji (dessen Shariden-Halle zu den japanischen Nationalschätzen gezählt wird), der Jufuku-ji, der Jōchi-ji und der Jōmyō-ji als die fünf hochrangigsten Tempel des Zen-Buddhismus in Kamakura.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind u. a. der Tōkei-ji (ein Nonnenkloster, in dem scheidungswillige Frauen Zuflucht fanden), der Tsurugaoka-Hachiman-Schrein und der Hase-Kannon-Tempel (長谷寺, Hase-dera).

[Bearbeiten] Kultur und Feste

Kamakura ist bekannt für eine besondere Technik des Holzschnitzens, das so genannte „Kamakura-bori“. Dabei werden Holzgegenstände mit Pflanzenreliefs versehen und mit zahlreichen Lackschichten überzogen. Diese ursprünglich aus China stammende Technik wurde von buddhistischen Künstlern verfeinert und zunächst für religiöse Gegenstände, ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch für Alltagsgegenstände verwendet.

[Bearbeiten] Feierlichkeiten

4. Januar
Beim Chōna-Hajime bitten Schreiner und Holzbearbeiter am Tsurugaoka-Hachiman-Schrein um gutes Gelingen ihrer Arbeit.
15. Januar
Sagichō am Tsurugaoka-Hachiman-Schrein, bei dem die für die Neujahrsfeier verwendeten Papierdekorationen verbrannt werden.
11. Februar
Das Daikokutōe am Tempel Chōshō-ji ist eine Zeremonie, bei der sich buddhistische Mönche mit kaltem Wasser übergießen, um ihren Willen beim Beten für den Weltfrieden zu üben.
2.-3. Sonntag im April
Kamakura-Festival am Tsurugaoka-Hachiman-Schrein.
10. August
Feuerwerk am Strand von Kamakura.
8.-9. Oktober
Takigi-Nō, öffentliche -Aufführungen unter freiem Himmel am Kamakura-Schrein.
18. Dezember
Toshi no Ichi, Jahresabschlussfest am Hasedera-Tempel.

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Angrenzende Städte und Gemeinden

[Bearbeiten] Partnerstädte

[Bearbeiten] Literatur

Susanne Elfferding (Hrsg.): Kamakura - die alte Hauptstadt der Samurai auf dem Weg zum Welterbe. Keiō gijuku daigaku Shōnan Fujisawa gakkai, Fujisawa 2007, ISBN 4-87762-168-7.

[Bearbeiten] Weblinks

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