| Wappen | Karte |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Finnland |
| Provinz: | Oulu |
| Gemeinden: | 9 |
| Verwaltungssitz: | Kajaani |
| Fläche: | 24.453 km² davon Land: 21.506 |
| Einwohner: | 85.303 |
| Bevölkerungsdichte: | 3,5 Einwohner je km² |
Kainuu [ˈkɑi̯nuː] (schwed. Kajanaland) ist eine der 20 finnischen Landschaften.
Sie liegt in Nordfinnland (Provinz Oulu) an der Ostgrenze zu Russland. Sie umfasst die Gemeinden Kajaani, Sotkamo, Kuhmo, Paltamo, Ristijärvi, Hyrynsalmi, Suomussalmi, Puolanka, Vaala und Vuolijoki. Die Fläche von Kainuu beträgt 21.567 km², die Bevölkerungszahl 85.965 Einwohner (2004). Die größte Stadt ist Kajaani. Kainuu ist mit einer Bevölkerungsdichte von 4 E./km² sehr dünn besiedelt und geprägt durch Wald, Moore und Seen. Die größten Seen sind Oulujärvi, Nuasjärvi, Ontojärvi, Lentua und Kiantajärvi. Kainuu zählt zu den ärmsten Regionen Finnlands. Heutzutage sind die Kommunen in der Regel die größten Arbeitgeber, doch nach wie vor verzeichnet die Landschaft eine starke Abwanderung in die Boom-Regionen Finnlands.
Die Stadt Kajaani wurde 1651 von Per Brahe dem Jüngeren gegründet. Die Wirtschaft Kainuus war geprägt durch die Rohstoffe des Waldes: Holz und Teer, die auf dem Wasserweg zum Hafen in Oulu transportiert wurden. Landwirtschaft ist auf Grund der rauen klimatischen Bedingungen nur begrenzt möglich. 1904 wurde Kajaani an das finnische Eisenbahnnetz angeschlossen. Die Strecke führt von Kuopio kommend weiter nach Oulu, ein weiterer Abzweig führt über den Grenzbahnhof Vartius in die russische Stadt Kostomukscha (nur Güterverkehr).
Im Winterkrieg fanden schwere Kämpfe in der Grenzregion Kainuu statt, vor allem die Schlacht von Suomussalmi (Kampf am Raatteentie). Heutzutage gibt es in Vartius (Stadt Kuhmo) wieder einen internationalen Grenzübergang nach Russland. Hier existiert ein kleiner Grenzverkehr vor allem in der Form von Tageseinkaufsfahrten.
Kulturell spielt Kainuu für Finnland durchaus eine nennenswerte Rolle. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts unternahm der finnische Arzt Elias Lönnrot Reisen in diese Region, um die traditionellen Erzählungen in Liedform zu sammeln. Hieraus entstand unter seiner Bearbeitung das finnische Nationalepos Kalevala. Der finnische Schriftsteller Ilmari Kianto sowie der Dichter Eino Leino stammen aus Kainuu.
Das Wintersportgebiet Vuokatti (Gemeinde Sotkamo) zieht Reisende aus ganz Finnland an. Im Sommer hat das Kammermusik-Festival in Kuhmo einen hohen internationalen Ruf. In Kuhmo gibt es als touristische Attraktion auch ein Kalevala-Dorf, in dem das Leben in früheren, vor-christlichen Zeiten dargestellt wird. Die Nationalparks Hiidenportti und Tiilikkajärvi liegen ganz oder teilweise in Kainuu.
Am 1. Januar 2005 wurde in Kainuu für eine achtjährige Probephase eine Regionalverwaltungsreform gestartet, bei der bisher kommunale und staatliche Aufgaben an die neu gewählte Regionalvertretung übertragen wurden.
Inhaltsverzeichnis |
Kainuu besteht aus neun Gemeinden, von denen zwei Städte (fettgedruckt) sind. Einwohnerzahlen zum 31. Januar 2007[1].
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Åland | Kainuu | Kanta-Häme | Kymenlaakso | Lappland | Mittelfinnland | Mittelösterbotten | Nordkarelien | Nordösterbotten | Nordsavo | Österbotten | Ostuusimaa | Päijät-Häme | Pirkanmaa | Satakunta | Südkarelien | Südösterbotten | Südsavo | Uusimaa | Varsinais-Suomi
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."