Netencyclo, The wikipedia mirror - The biggest multilingual encyclopedia : Kaderpartei

- Kaderpartei -

Kaderpartei :

Outils :

Vous avez un site web ? Un blog ?

 Netencyclo Directory Project 




Mettre en favoris !

Add to Netvibes
Technorati reactions
rencontre

Kaderpartei

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Kaderpartei ist eine Bezeichnung für einen Parteityp. Diese Bezeichnung hat im deutschen Sprachraum zwei unterschiedliche Bedeutungen, je nach Definitionsbasis.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Die Kaderpartei im sozialistischen Kontext

Eine Kaderpartei ist eine meist kommunistische bzw. marxistisch-leninistische Partei, die ihre wichtigsten Positionen innerhalb der Partei mit Nomenklaturkadern besetzt. Die Kaderpolitik spielt innerhalb der Partei eine große Rolle; die nach Möglichkeit gut ausgebildeten Kader sollen in einer proklamierten avantgardistischen Position führen. Damit die Kaderpartei nicht zu einer undemokratischen Organisation einer autoritären Führungsclique verkommt, muss es Ziel sein, möglichst viele Mitglieder zu Kadern zu schulen. In einer gesunden Kaderpartei müssen vor Entscheidungsfindungen zahlreiche tiefgehende Diskussionsprozesse stattfinden.

Durch die so genannte, in der Regel in den Verfassungen der realsozialistischen Staaten festgeschriebene, führende Rolle der kommunistischen Partei wurde die Personalpolitik, die als Kaderpolitik bezeichnet wurde, dadurch verwirklicht, dass Nomenklaturkader der Kaderpartei alle wichtigen Positionen in Partei, Staatsapparat und Massenorganisationen (Gewerkschaften, Jugendverband, Frauenverband, Wehrsportverband u.ä.) innehatten.

[Bearbeiten] Kaderpartei als Begriff der Politikwissenschaft

In der Politikwissenschaft wird diese Bezeichnung heute meist entsprechend den Typologien von Duverger [1] und Katz und Mair [2] für einen Parteityp des 19. Jahrhunderts verwendet.

Diesen Typologien zufolge repräsentierte die Kaderpartei die alten besitzenden Klassen. Sie vertraten ein elitäres und autoritäres Verständnis der Staatsführung und nahmen für sich in Anspruch, am Besten für das Allgemeinwohl sorgen zu können. Typischerweise verschwanden diese Parteien mit der Ausdehnung des Wahlrechts auf die gesamte Bevölkerung. [3]

[Bearbeiten] Vergleich der Definitionen

Während die Definition im ersten Fall auf einem endogenen Merkmal der Parteienorganisation (Nomenklaturkader) aufbaut, basiert die politikwissenschaftliche Definition auf der Wählerschaft der Partei.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Duverger, Maurice, 1951. Les partis politiques. Armand Colin, Paris.
  2. Katz, Richard S. und Peter Mair, 1995. Changing Models of Party Organization and Party Democracy: the Emergence of the Cartel Party. Party Politics, 1(1):5–28.
  3. Siehe dazu den Artikel über das allgemeine Wahlrecht.
rencontre

Kaderpartei - En savoir plus

Rencontre Kaderpartei - Articles à  la une


"Je rencontre quelques peines, je rencontre beaucoup de joie, c'est parfois une question de chance, souvent une rencontre de choix."
© 2009 Netencyclo - Netencyclo Home - Terms of Service - Privacy Policy - Program Policies
Netencyclo, the Wikipedia mirror : the biggest multilingual free-content encyclopedia on the Internet. Cet article, miroir de l'article de Wikipédia est conforme aux termes de la GFDL All Wikipedia content is licensed under the GNU Free Documentation License (see details). Content on this web site is provided for informational purposes only. We accept no responsibility for any loss, injury or inconvenience sustained by any person resulting from information published on this site. We encourage you to verify any critical information with the relevant authorities.