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Kürten

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Kürten (Begriffsklärung) aufgeführt.


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kürten
Kürten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kürten hervorgehoben
51.0497222222227.2666666666667150 – 300Koordinaten: 51° 3′ N, 7° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Rheinisch-Bergischer Kreis
Höhe: 150 – 300 m ü. NN
Fläche: 67,5 km²
Einwohner: 19 963 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 296 Einwohner je km²
Postleitzahl: 51515
Vorwahlen: 02268 und 02207
Kfz-Kennzeichen: GL
Gemeindeschlüssel: 05 3 78 012
Gemeindegliederung: 69 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Marktfeld 1
51515 Kürten
Webpräsenz:
Bürgermeister: Ulrich Iwanow (CDU)
Lage der Gemeinde Kürten im Rheinisch-Bergischen Kreis
Rheinisch-Bergischer Kreis Rhein-Sieg-Kreis Nordrhein-Westfalen Köln Leverkusen Kreis Mettmann Solingen Remscheid Oberbergischer Kreis Overath Rösrath Bergisch Gladbach Kürten Odenthal Wermelskirchen Burscheid LeichlingenKarte
Über dieses Bild

Kürten ist eine Gemeinde im Bergischen Land, Rheinisch-Bergischen Kreis, Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Die Flächengemeinde Kürten erstreckt sich über eine Nord-Süd-Ausdehnung von 11,2 km und eine Ost-West-Ausdehnung von 10,8 km.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Geographische Lage

Kürten liegt im Ostteil des Rheinisch-Bergischen Kreises. Es befindet sich etwa 24 km (Luftlinie) nordöstlich von Köln im Naturpark Bergisches Land. Durchflossen wird es von der Kürtener Sülz, dem nördlichen Quellfluss der Sülz.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Benachbarte Städte sind Wermelskirchen, Wipperfürth, Overath, Bergisch Gladbach, benachbarte Gemeinden sind Lindlar, Odenthal.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Dörfer und Weiler in der Gemeinde Kürten sind:
Ahlendung - Bechen - Biesenbach - Biesfeld - Bilstein - Blissenbach - Bornen - Breibach - Broch - Broich - Broichhausen - Burgheim - Busch - Dahl - Delling - Dicke - Dhünnberg - Dörnchen - Dorpe - Duhr - Dürscheid - Eichen - Eichhof - Eisenkaul - Engeldorf - Enkeln - Eulen - Forsten - Furth - Gerhardsberg - Hachenberg - Hägen - Hahn - Hau - Heiderjansfeld - Heidschlade - Hembach - Herscherthal - Herweg - Höchsten - Hommermühle - Hülsensteeg - Hufe - Hungenbach - Hutsherweg - Jähhardt - Junkermühle - Kalsbach - Kettenberg - Knappstockberg - Kochsfeld - Königsspitze - Kohlgrube - Krautweg - Laudenberg - Meiersberg - Meiswinkel - Miebach - Morteln - Müllenberg - Nassenstein - Nelsbach - Neuenhaus - Neuesaal - Oberbersten - Oberbörsch - Oberkollenbach - Oberstockberg - Oeldorf - Offermannsberg - Offermannsheide - Olpe - Olperhof - Petersberg - Plätzmühle - Richerzhagen - Schanze - Schnappe - Schwarzeln - Selbach - Siebelsmühle - Spitze - Sülze - Sürth -Unterbersten - Unterbörsch - Unterossenbach - Viersbach - Waldmühle - Weiden - Weier - Wolfsorth.

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen zeigt in der oberen Hälfte den Bergischen Löwen. Der Fischreiher im unteren Teil des Wappens deutet den Fischreichtum der zahlreichen Bäche an. Die amtliche Wappenbeschreibung lautet:

„In geteiltem Schild oben in Silber ein zwiegeschwänzter, blau bewehrter und gekrönter roter Löwe, unten in Rot ein silberner Fischreiher, der einen silbernen Fisch im Schnabel trägt.“

Das Gemeindewappen entspricht im wesentlichen dem ursprünglichen Siegel des Gerichts in Cürten von 1598. Im Jahre 1925 wurde im Staatsarchiv in Düsseldorf eine Akte aus dem Jahre 1742 aufgefunden, die den Abdruck dieses Gerichtssiegels enthielt. Das Wappen wurde der Gemeinde Kürten zunächst durch Erlass des Preußischen Staatsministeriums vom 5. Oktober 1926 verliehen und ein weiteres Mal dem Amt Kürten, diesmal durch Urkunde der Landesregierung des Landes Nordrhein-Westfalen vom 8. Dezember 1949. In der Folgezeit hatte das Wappen Geltung bis zur kommunalen Neuordnung am 1. Januar 1975: Zu diesem Zeitpunkt wurden auch die heutigen Teilgemeinden Bechen und Olpe in das Wappenprivileg einbezogen. Als Reaktion auf die veränderte lokalpolitische Situation erhielt Kürten ein neu überarbeitetes Gemeindewappen, das in seiner heutigen Form per Urkunde vom 15. März 1982 vom Regierungspräsidenten in Köln genehmigt wurde.

Traditionell bildet der Bergische Löwe stets einen Teil der Wappengestaltung der Ortschaften aus der ursprünglichen Grafschaft Berg. Die Städte und Gemeinden dieser Region belegen deshalb einen Teil der Wappenzeichnung zusätzlich mit einem eigenständigen lokalen Symbol, um die Wappen voneinander zu unterscheiden.

Das neue Rathaus
Das Bürgerhaus
Die Wipperfürther Straße (L286) ist die Hauptstraße durch den Ort
Kürtener Wohnhaus im Bergischen Fachwerkstil
Katholische Kirche St. Johannes Baptist
Ein auffallendes Wandgemälde im OT Dürscheid

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

Kürten unterhält seit 1999 eine Städtepartnerschaft mit Rodengo Saiano in Italien.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Kürten gehört zu den historisch langsam gewachsenen Orten im Bergischen Land. Erst seit den 1960er Jahren erfolgte ein signifikanter Anstieg der Einwohnerzahl.

Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1829 2.373 1953 3.617 2003 20.040
1890 2.591 1979 16.243 2004 20.116
1925 2.329 1983 16.919 2005 20.077
1938 2.684 1990 17.516 2006 20.059
1946 3.903 2001 20.005 2007 19.963

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Kürten und der "Liber Valoris" - 1308-2008

Der Kern-Ort Kürten feierte im Jahr 2008 das 700-Jahres-Jubiläum seiner erstmaligen schriftlichen Erwähnung. Im Jahre 1308 wurde der Kernort Kürten im Liber valoris ecclesiarum Coloniensis dioceses, verkürzt Liber valoris, verzeichnet: Dieses Manuskript enthält eine Auflistung sämtlicher Kirchorte und Gemeinden mit Kapellen innerhalb der Erzdiözese Köln, die bereits im Mittelalter Abgaben an den Erzbischof zu zahlen hatten. In einer Fassung des Liber valorisaus Beginn des 14. Jahrhunderts ist Kürten als CURTINE erwähnt. Im August 2008 fand ein Festakt mit Ausstellung zur Geschichte der Gemeinde statt.

Beim Liber valoris handelt es sich um eine Auflistung aller Kirchen als Grundlage zur Eintreibung des Kreuzzugs-Zehnten für die Erzdiözese Köln. Heute lagert dieses aufschlussreiche Dokument im Hauptstaatsarchiv in Düsseldorf. Um 1300, wahrscheinlich 1308, verzeichnet diese Fassung den Ort „Curtine“ als Standort einer Kirche - mit Pastorat und Vikariat, angesiedelt im Dekanat Deutz ("Tuiciensis"). Insofern erschien der erste schriftliche Beleg für die Existenz einer Gemeinde Kürten knapp anderthalb Jahrhunderte später als das erste schriftliche Zeugnis für die heute längst eingemeindeten Kirchspiele Bechen oder Olpe.

Das heißt jedoch nicht, dass die Siedlung selbst jünger ist als die Orte in ihrer Umgebung. Hinweise dafür gibt die Kirche. Mit der Namensgebung Sankt Johannes Baptist ist das Gotteshaus Johannes dem Täufer geweiht. Diese Taufkirchen reichen vielfach in die Zeit der Christianisierung des Bergischen Landes zurück. Demzufolge könnte Kürten bereits in der Merowingerzeit - zwischen 700 und 800 - besiedelt worden sein. Diese Annahme stützt auch ein Hinweis im Prümer Urbar, einem Güterverzeichnis von 893: Hier wird eine nicht näher bezeichnete Kirche erwähnt, die zwischen den beiden Orten Enkeln und Vogelberg liegt - beide eine „halbe Meile“ vom Kloster Altenberg entfernt. Nach Meinung einiger Lokalhistoriker handelt es sich hierbei um die Kürtener Kirche; generell herrscht aber Unsicherheit hinsichtlich der topographischen Zuordnung der Angaben des Prümer Urbar.

[Bearbeiten] Ortsname und Topografie

Die Schreibweise des Orts- und auch Familiennamens Kürten war bis 1930 allgemein Cürten. Daneben erschienen in den Jahrhunderten zuvor auch die Formen Curten, Cürthen, Cörten und Corten

Für die Herkunft des Ortsnamens selbst gibt es mehrere Auffassungen.

Die herkömmliche Deutung des Ortsnamens indes beruft sich auf das mittellateinische curtis für Hof, Fronhof oder Hofstelle. Generell umschreibt curtis den freien, viereckigen Platz innerhalb eines eingefriedeten Hofes. In der Sprache der mittelalterlichen, bis ins 14. Jahrhundert hinein lateinisch geschriebenen Urkunden bezeichnet curtis einen ländlichen Gutshof, Tatsächlich gibt es Hinweise auf einen solchen Herrenhof, der wahrscheinlich zum Kölner Domkapitel gehörte. Kürten als Ort eines Landgerichts erscheint erstmals in Aufzeichnungen von Gerichtsprotokollen seit der Mitte des 16. Jahrhunderts: Kürten erhielt 1555 ein eigenes Siegel. Das Landgericht Kürten war zuständig für die Kirchspiele Kürten, Bechen und Olpe. Die Kürtener Gerichtsbarkeit selbst war damals und noch in den folgenden Jahrhunderten dem Amt Steinbach unterstellt.

Der ortsansässige Heimatkundler Theo Stockberg vertritt die Meinung, dass sich Kürten ableite aus „Op de Corte“, was sinngemäß bedeutet: „Auf dem kurzen (Wasserlauf)“. Tatsächlich existierte ein solcher Zufluss zur Sülz in der Nähe der heutigen Gesamtschule Kürten.

Monsignore Prof. Dr. Peter Opladen, der die Geschichtsforschung für die Region maßgeblich vorantrieb, stellte fest:

„Indem sich die hofhörigen Kötter um den Herrenhof ansiedelten, entstand das Dorf. In naturgemäßer Entwicklung wurde dann das Wort curtis – in der Form „Curts“, „zur Cürten“ – von den Siedlern zunächst auf den Hof selbst und in späterer Zeit auf das Dorf übertragen. Im Mittellateinischen ist curtina ≈ kleine curtis ≈ kleiner Hof. Als Endsilbe „court“ erscheint das Wort (neben der gebräuchlichsten Endung „-hofen“ und den weiteren seltenen Endungen „-hoop“, „-hop“) zur Bezeichnung des Herrenhofs und von Gruppen von Bauanwesen.

P. Opladen: Das Dekanat Wipperfürth,1955, S. 187

Während die Heimatforschung ihr Augenmerk bisher überwiegend auf das Schlüsselwort curtis richtete, verlor sie das für Kürten im Liber valoris ausdrücklich belegte Curtine mit seinem erweiterten Bedeutungsumfang aus dem Blick. Einleuchtender erscheint die Version einer Herleitung von Kürten aus curtine Curtina bedeutet zunächst kleiner Hof; andererseits existiert auch der Ausdruck Kurtine im Sinne von Wall oder Mauer (als Teil einer curtis).Unter Kurtine versteht man noch heute die Verbindungsmauer oder den Wall zwischen zwei Türmen oder Bastionen einer Burg oder Festung. Kurtinen bei Festungen waren in der Regel aus Werk- oder Backsteinen errichtet, kommen auch als reine Erdwälle vor. Vor der Kurtine bzw. der Zwingermauer wurde, wo möglich, ein Ring- oder Halsgraben ausgehoben. Zweieinhalb Kilometer weiter östlich des Kernorts Kürten, bereits zum Kirchspiel Kürten-Olpe gehörend, existiert ein klarer archäologischer Befund - mit einem ehemaligen Burg- bzw. Ringwall. In unmittelbarer Nähe zu dieser Anlage findet sich auch der heute zu Kürten gehörende Weiler Burgheim. Insofern verweisen uns die archäologischen und ortsnamenskundlichen Befunde rund um Kürten, also auch Burgheim mitsamt seinem Ringwall und der sicherlich dazu gehörenden Kurtine, in die Zeit der Christianisierung der fränkischen Stämme im beginnenden Mittelalter. Man kann also zu jener Zeit von einem vermehrten Bedarf an – vermutlich befestigten – Taufstätten und Gemeindegründungen auf vormals heidnischem Boden in der Region ausgehen – mithin auch von einer exklusiven Verehrung des Johannes des Täufers. Hier schließt sich wieder der Kreis zu der Einstufung der diesem Heiligen zugeschriebenen Kirche „Sankt Johann Baptist“ in eine Periode des Übergangs vom frühen ins hohe Mittelalter.

[Bearbeiten] Archiv der Gemeinde

Das Kürtener Gemeindearchiv enthält überwiegend Verwaltungsakten, beginnend mit der Zeit der Verwaltungsstrukturierung nach dem Code Civil unter napoleonischer Herrschaft. Bestand 1 umfasst die Akten von 1804 bis 1918, Bestand 2 verweist auf die Sammlung vom Ende des Ersten bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges; Bestand 3 bezieht sich auf die Akten der Nachkriegszeit von 1945 bis 1963; derzeit werden die neueren Verwaltungsablagen als Bestand 4 in das Findbuch aufgenommen. Aufgrund mangelnder schriftlicher Zeugnisse aus der Zeit vor Napoleon kann das Archiv also lediglich Auskunft geben über einen Zeitraum von 200 Jahren.

Mit einer Ausnahme: Im Jahr 2000 gelangte ein Konvolut von 160 weitaus älteren Schriftstücken in das Gemeindearchiv: Neun Original-Akten aus dem 16. Jahrhundert, zum einen Kirchenakten aus Olpe, zum anderen Protokolle des von Landsbergischen Lehnsgericht Olpe. Dabei handelt es sich um Originalunterlagen aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und insbesondere aus der Zeit um 1780. Das älteste Dokument in der betreffenden Sammlung, ein Gerichtsprotokoll, stammt aus dem Jahre 1572. Fotokopien dieser Lehnsgerichtsprotokolle wurden von N.J.Breidenbach in den 1980ziger Jahre gemacht und befinden sich in der Kath.Öffentlichen Bücherei der Pfarrgemeinde St. Margareta in Kürten-Olpe und in der Privatsammlung "Quellen & Materialien" N.J.Breidenbach in Wermelskirchen.

[Bearbeiten] Zeittafel

seit ca. 9. Jh. - Hinweise auf eine Besiedlung und Kirchengründung

[Bearbeiten] Politik und Verwaltung

Bürgermeister ist seit der Kommunalwahl 2004 Ulrich Iwanow (CDU). Die CDU erreichte 39,00 % (13 Sitze), die Bürger für Bürger BFB 26,75 % (9 Sitze), die SPD 14,75 % (5 Sitze), die FDP 13,14 % (5 Sitze) und Bündnis 90/Die Grünen 6,37 % ( 2 Sitze).

Seit 2008 wurde eine verwaltungsinterne Finanzreform erfolgreich durchgeführt: Das Neue Kommunale Finanzmanagement löste die hergebrachte Kameralistik ab; der erste NKF-Haushalt ist bereits in Kraft getreten.

[Bearbeiten] Wirtschaft, Industrie und Infrastruktur

[Bearbeiten] Handel und Gewerbe

Der Zuzug zahlreicher Familien nach Kürten führte bis in die 1990er Jahren zu einem deutlichen Bevölkerungswachstum. Kürten hat sich als Wohngemeinde etabliert, ein Großteil der ortsansässigen Berufstätigen ist außerhalb Kürtens beschäftigt. Dennoch bietet die Gemeinde attraktive Anreize für Gewerbetreibende.Die Gemeinde Kürten verfügt über einige Gewerbeflächen und weist vergleichsweise günstige Standortfaktoren für neue Industrieansiedlung aus. Vorzugsweise zog es Handwerksbetriebe nach Kürten: Mit einigen neu gegründeten Unternehmen sind Firmen insbesondere aus den Bereichen Bau, Holzverarbeitung sowie Fahrzeugtechnik vertreten. Die Anzahl der Fachgeschäfte und Einkaufsmärkte stieg ebenfalls. Doch angesichts der Zersiedelung der Gemeinde mit ihren vergleichbar großen Kirchdörfern ist noch immer keine flächendeckende Versorgung mit Geschäften erreicht.

Die bereits gewachsenen sowie noch in Entwicklung begriffene Gewerbegebiete finden sich in der Industriestraße (Kürten-Broich) und in Herweg-Cliev (Kürten-Bechen, Richtung Herrscherthal). Ein besonderer Standort entsteht derzeit in Unterossenbach: Hier fördert das NRW-Umweltministerium ein ökologisches Gewerbegebiet als landesweites Vorzeigeprojekt.

[Bearbeiten] Vereinsfestival

Unter dem Motto „Wir in Kürten“ begingen im Juni 2008 mehr als 50 Gruppen und Institutionen erstmals ihr Vereinsfestival. Dieses wird sich in den kommenden Jahren wiederholen. Ihr Angebot präsentieren auf dem Rathausplatz eine Reihe unterschiedlicher Vereine, vom Sportclub bis zum Eine-Welt-Verein, von der Feuerwehr bis zum Deutschen Roten Kreuz, vom Schützen- bis zum Karnevalsverein, nicht zuletzt auch Vertreter der italienischen Partnerkommune Rodengo Saiano.

[Bearbeiten] Splash-Bad

Mitte der neunziger Jahre leistete sich Kürten ein außerordentlich attraktives und großzügig dimensioniertes Freizeitbad, das „Splash“. Das Splash-Bad wurde in der Region gut angenommen. Weniger gut war die finanzielle Grundlage. Damit schien das Splash am Ende. Der Rat beschloss die Schließung zum 31. Juni 2006. Ein Investorenwettbewerb sollte die schöne Anlage wieder zu neuem Leben erwecken. Nach mehreren Anläufen gewann die Gemeinde einen ortsansässigen Investor. Am 20. Mai 2008 erfolgte die offizielle Wiedereröffnung des Splash-Bades als familienfreundliches Bürgerbad mit Solebecken, mit einem 33 Grad warmen Außenbecken und einer Rutschbahn. Vor allem an Berufstätige richtet sich das neue Konzept „Feierabendsauna“. Das Angebot ergänzt die „Mitternachtssauna“ am Freitagabend. Neu ist auch, das Gäste ab sofort kosmetische Gesichtspflege und Wellnessbehandlungen, Shiatsu, Reflexzonenmassage, Lymphdrainage und klassische Massage buchen können.

[Bearbeiten] Verkehrsanbindungen

Kürten liegt nicht unmittelbar an den Hauptverkehrswegen. Dennoch ist der Ort mitsamt seinen angegliederten Teilgemeinden inmitten des Bergischen Landes sehr zentral im Einzugsgebiet mehrerer Städte gelegen: So sind Bergisch Gladbach, Leverkusen, Wermelskirchen und Wipperfürth schnell zu erreichen. Auch Köln, Bonn, Düsseldorf, Solingen, Remscheid, Wuppertal und Gummersbach sind in Reichweite. Zu den Bundesautobahnen A1, A3 und A4 gelangt man innerhalb von 15 bis 30 Minuten; mit öffentlichen Verkehrsmitteln beträgt die Fahrzeit beispielsweise nach Köln weniger als eine Stunde. Köln-Bonn ist der nächstgelegene Flughafen.

[Bearbeiten] Straßenverkehr

[Bearbeiten] Eisenbahn

Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Bergisch Gladbach. Von dort führt die S-Bahn Linie S11 via Köln Hauptbahnhof nach Neuss und Düsseldorf.

[Bearbeiten] Busverbindungen

Darüber hinaus existieren zahlreiche Buslinien, die den Schülerverkehr unterstützen und die ausschließlich an Schultagen verkehren.

Kürten gehört zum Tarifgebiet des Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS).

[Bearbeiten] Bildung, Erziehung, kulturelle Einrichtungen

[Bearbeiten] Kirchengemeinden, religiöse Gemeinschaften

Angegliedert sind vier katholische öffentliche Büchereien.

[Bearbeiten] Jugend und Erziehung

Kürten verfügt über elf kirchliche, kommunale und private Kindergärten, über fünf Grundschulen, eine Gesamtschule und eine private Ersatzschule für Erziehungshilfe bzw. Kinderdorf („Die gute Hand“) in Biesfeld. Hinzu kommen sieben Jugendzentren.

Schulen im Gemeindegebiet:

Das Konzept einer Offenen Ganztagesschule ("Ogata") konnte 2008 bereits in Dürscheid verwirklicht werden; die Ogata in Kürten selbst ist noch im Aufbau; dort ist auch eine neue Mensa in Planung.

Zielorte für Schülerinnen und Schüler der Gemeinde, die weiterführende Schulen besuchen, sind darüber hinaus Herkenrath, Lindlar, Wipperfürth oder Bergisch Gladbach. Die nächstliegenden berufsbildenden Schulen befinden sich in Bergisch Gladbach und in Wipperfürth.

[Bearbeiten] Kultur und Bildung

Im Jahre 2002 gibt es in Kürten 21 kirchliche und außerkirchliche Chöre und Musikvereine, 17 Sportvereine, drei Schützenvereine. Die Zahl der Karnevalsvereine hat sich Ende 2008 von drei auf vier erhöht. Darüber hinaus existieren noch über ein Dutzend weiterer offizieller Vereinigungen, Verbände, Interessengemeinschaften und soziale Organisationen.

[Bearbeiten] Karneval

Kürten liegt im Einzugsbereich der rheinischen Karnevalshochburg Köln. Folgerichtig finden in Kürten bzw. in den angegliederten Kirchdörfern, insbesondere in Bechen, Dürscheid und in der Kürtener Sülztalhalle, während der fünften Jahreszeit zahlreiche karnevalistische Aktivitäten statt mit närrischen Sitzungen, Dreigestirn und Umzügen.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde

Persönlichkeiten, die in Kürten geboren wurden oder hier viele Jahre ihres Lebens verbracht haben:

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Information und Technik Nordrhein-Westfalen: Amtliche Bevölkerungszahlen

[Bearbeiten] Weblinks

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