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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
49.9511.166666666667460
Koordinaten: 49° 57′ N, 11° 10′ O
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Bamberg | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Steinfeld | |
| Höhe: | 460 m ü. NN | |
| Fläche: | 42,72 km² | |
| Einwohner: |
1.335 (31. Dez. 2008)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 31 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 96167 | |
| Vorwahl: | 09207 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BA | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 71 151 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Hauptstraße 21 96167 Königsfeld |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Gisela Hofmann (Bürgerblock) | |
| Lage der Gemeinde Königsfeld im Landkreis Bamberg | ||
Königsfeld ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg.
Inhaltsverzeichnis |
Königsfeld liegt in der Region Oberfranken-West zwischen den Städten Bamberg und Bayreuth an der östlichen Grenze des Landkreises Bamberg.
Die Gemeinde liegt vollständig im Fränkischen Jura, am Rand der Fränkischen Schweiz. Die Ortsteile haben eine Höhenlage von etwa 450 bis 480 Meter über NN.
In Königsfeld entspringt die Aufseß, ein 23 Kilometer langer Bach, der bei Doos in die Wiesent (78 Kilometer Länge) mündet. Dies ist neben der Wiesent, die in einem Paralleltal durch Treunitz fließt, das einzige ständig fließende Gewässer auf dem Gemeindegebiet. An der Aufseß liegen noch Kotzendorf und Voitmannsdorf. Huppendorf, Laibarös und Poxdorf haben keine Fließgewässer. Diese Wasserarmut und der wasserdurchlässige Karstboden waren vor dem Bau der Wasserleitungen ein Grund für gelegentlichen Wassernotstand in trockenen Sommermonaten.
Die Gemeinde Königsfeld gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Steinfeld, zu der auch die Gemeinden Wattendorf und Stadelhofen gehören.
Sitz der Verwaltung ist der Ort Steinfeld.
Die Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn:
| Litzendorf Landkreis Bamberg |
Scheßlitz Landkreis Bamberg |
Stadelhofen Landkreis Bamberg |
Hollfeld Landkreis Bayreuth |
Aufseß Landkreis Bayreuth |
Heiligenstadt Landkreis Bamberg |
Zur Gemeinde Königsfeld gehören folgende Ortsteile:
| Huppendorf war vor der Kommunalreform eine eigene Gemeinde, die Kinder gingen aber in Königsfeld zur Schule. | 140 Einwohner | ||
| Königsfeld war seit Jahrhunderten das Zentrum einer katholischen Pfarrei, zu der die Dörfer der heutigen Gemeinde gehören. | 561 Einwohner | ||
| Kotzendorf bildete bereits vor der Kommunalreform zusammen mit Königsfeld eine Gemeinde. | 106 Einwohner | ||
| Laibarös bildete bis zur Gebietsreform mit Poxdorf eine kleine Gemeinde, die Kinder gingen aber in Hohenpölz zur Schule. | 139 Einwohner | ||
| Poxdorf war Sitz der ehemaligen Gemeinde Poxdorf/Laibarös und hatte eine eigene Schule, die ausschließlich von Poxdorfer Schulkindern besucht wurde. | 143 Einwohner | ||
| Treunitz war vor der Kommunalreform eine selbstständige Gemeinde und hatte seine eigene Schule. | 148 Einwohner | ||
| Voitmannsdorf bildete ursprünglich mit Drosendorf an der Aufseß eine Gemeinde. Dorthin gingen auch die Kinder zur Schule. | 126 Einwohner |
(Einwohnerzahlen von 2009)[2]
Die Gemeinde Königsfeld führt das aktuelle Wappen seit der Gebietsreform im Jahr 1973.
Als karolingischer Königshof hieß der Ort im 8. Jahrhundert "Chunigeshofen in montibus versus Bohemiam" (Königshof im Gebirge auf Böhmen zu) und wurde 741 in einer Schenkungsurkunde an das Bistum Würzburg zum ersten Mal erwähnt. Die Karolinger hatten an der Aufseß-Quelle einen Königshof angelegt, dessen Befestigungen der Sicherung des Straßennetzes in einer Grenzregion des Frankenreichs dienten. Kaiser Karl der Große wollte 805 den Waffenhandel mit den östlich gelegenen Slawengebieten kontrollieren und setzte dazu in Hallstadt und Scheßlitz Kommissare ein. Noch im 16. Jahrhundert reichte der Reichsforst Hauptsmoorwald bis an die Königsfelder Gemarkung.
Der zum Königsgut gehörende Wirtschaftshof lag am westlichen Ortsrand. Ein zweiter Siedlungskern befand sich unmittelbar an der Aufseß im östlichen Ortsbereich. Hier wurde slawische Siedlungskeramik gefunden.
Eisenerzvorkommen um Königsfeld wurden seit vorgeschichtlicher Zeit abgebaut und verhüttet und hatten wohl eine wirtschaftliche Bedeutung für den Königshof. Heute erinnern Schürfgruben, Schlackenhalden und Flurnamen wie zum Beispiel Arzberg (Erzberg) noch daran.
1008 schenkte Kaiser Heinrich II. dieses Königsgut („sein Eigen mit allen Zugehörigen“) dem Bistum Bamberg. Bamberger Ministerialen, also Gefolgsleute des Bischofs, sind seit 1121 nachweisbar.
König Karlmann teilte 741/742 Königsfeld dem neu errichteten Bistum Würzburg zu. Würzburger Zehntrechte bestanden noch nach der Gründung des Bistums Bamberg in Poxdorf, Brunn und Voitmannsdorf. Der Würzburger Bischof war bis ins 14. Jahrhundert Patronatsherr der Kilianskirche zu Königsfeld.
Im 14. Jahrhundert kam Königsfeld an die Herren von Aufseß.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort 1632 von den Schweden niedergebrannt. Bei diesem Überfall wurde der damalige Pfarrer Funk an der Aufseßquelle ermordet. An ihn erinnert das Marterl an der Quelle.
Königsfeld als Teil des Hochstifts Bamberg kam mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Im 17. Jahrhundert hatte sich der Ort auf mehr als 1.000 Einwohner vergrößert. Durch den Dreißigjährigen Krieg verringerte sich diese Zahl jedoch stark und die Ortschaft konnte diesen Stand nie mehr erreichen. Auf die heutige Einwohnerzahl von ca. 1.400 kommt die Jura-Gemeinde Königsfeld durch die Eingemeindung von sechs weiteren Orten. Durch Flüchtlinge stieg die Einwohnerzahl nach 1945 zwar an, die landwirtschaftlich geprägte Wirtschaftsstruktur bot jedoch nicht ausreichend Arbeitsplätze, so dass viele Menschen in Stadtregionen abwanderten.
Den Ersten Weltkrieg überstanden Königsfeld und die umliegenden Ortschaften ohne große Schäden. Am Ende des Zweiten Weltkriegs lag Königsfeld aber mehrere Stunden unter Beschuss US-amerikanischer Soldaten. Schlimmeres konnte ein verwundeter Amerikaner verhindern, der zu seiner Einheit zurückgebracht wurde.
Seit der Gebietsreform vom Mai 1978 bildet Königsfeld zusammen mit den beiden Gemeinden Stadelhofen und Wattendorf die Verwaltungsgemeinschaft Steinfeld, deren Sitz in dem zentral gelegenen Ort Steinfeld ist.
Der Gemeinderat hat zwölf Mitglieder und setzt sich folgendermaßen zusammen:
| Partei | 2002 | 2008 |
|---|---|---|
| Bürgerblock | 4 Sitze (33,3 %) |
7 Sitze (56,9 %) |
| CSU/Freie Wähler | 8 Sitze (66,7 %) |
5 Sitze (43,1 %) |
Seit dem 1. Mai 2008 ist Gisela Hofmann vom Bürgerblock Bürgermeisterin. Sie ist damit nicht nur die erste Frau in der Gemeinde Königsfeld, die diesen Posten innehat, sondern auch eine der beiden ersten Bürgermeisterinnen im Landkreis Bamberg. Sie ist Nachfolgerin von Albert Dippold (CSU), der aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl antrat.
| 1984 | 1990 | 1996 | 2002 | 2008 |
|---|---|---|---|---|
| Josef Stadter (CSU) |
Albert Dippold (CSU) |
Albert Dippold (CSU) |
Albert Dippold (CSU) |
Gisela Hofmann (Bürgerblock) |
Die Gemeinde bietet insgesamt 220 Arbeitsplätze (einschließlich der Arbeitsplätze in der Landwirtschaft). Die Anzahl der Vollerwerbslandwirte ist gering, jedoch gibt es noch eine größere Zahl an Zu- und Nebenerwerbslandwirten. Das Klima auf dem Fränkischen Jura ist jedoch relativ kühl, die steinigen Böden sind wenig ertragreich und die Niederschläge gering.
Die meisten Berufstätigen pendeln nach Bamberg, Scheßlitz und Heiligenstadt.
Die Bundesautobahn 70 ist 7 Kilometer von Königsfeld entfernt. Durch Treunitz führt die Bundesstraße 22, die von Bamberg nach Bayreuth führt.
Es gibt tägliche Busverbindungen nach Bamberg und zurück. Im 19. Jahrhundert wehrten sich die Bauern gegen eine Bahnlinie von Scheßlitz nach Bayreuth, sodass die Gemeinde keinen Bahnanschluss bekam.
Von ehemals drei Grundschulen auf dem Gebiet der Gemeinde (Königsfeld, Poxdorf und Treunitz) ist nur noch die Grundschule Königsfeld übrig geblieben, die auch von Kindern aus Drosendorf an der Aufseß besucht wird. Weiterführende Schule für die meisten Kinder ist die Gesamtschule Hollfeld. Auf Grund der geringen Anzahl von Schülerinnen und Schülern (75) ist der Bestand der Schule nicht gesichert, sodass eine Kombiklasse geplant ist.
Die katholische Kirchengemeinde betreibt den Kindergarten St. Jakobus in Königsfeld, der ab Sommer 2009 auch eine Kinderkrippe mit zwölf Plätzen besitzt.
Auf dem Gebiet der Gemeinde gibt es heute nur noch die Brauerei Grasser in Huppendorf, die mit einem Ausstoß von etwa 10.000 Hektolitern pro Jahr zu den größten im Landkreis Bamberg zählt. Bis 1975 braute die Brauerei Thein in Königsfeld, bis 1971 die Brauerei zur Post, ebenfalls in Königsfeld und bis 1964 die Brauerei Dorsch in Poxdorf. In der Gemeinde gibt es zehn Gasthöfe, davon im Ortsteil Königsfeld vier.
In der Gemeinde gibt es 19 Vereine. Dazu gehören die Blaskapelle, der Gesangsverein, der Fränkische-Schweiz-Verein, die DJK Königsfeld und zwei Schützenvereine.
Bemerkenswert ist, dass jeder Ortsteil eine eigene Freiwillige Feuerwehr hat.
Schon in den Jahren 1340 bis 1350 war Königsfeld eine eigenständige Pfarrei des Bistums Würzburg und hatte deshalb den Bistumsheiligen von Würzburg, Kilian, als Kirchenpatron. Die Wehrmauern der katholischen Wehrkirche St. Jakobus und Katharina sind teilweise noch erhalten. Heute gehört die katholische Pfarrgemeinde Königsfeld zum Bistum Bamberg und zum Dekanat Hallstadt/Scheßlitz.
Zur Pfarrgemeinde Königsfeld gehören neben der Pfarrkirche die folgenden Filialkirchen bzw. Kapellen:
| Bild | Ort | Patrozinium | Kirchweih |
|---|---|---|---|
| Königsfeld | Jakobus und Katharina | 25. Juli und 25. November | |
| Hohenpölz | Laurentius und Heinrich | 10. August und 15. Juli | |
| Laibarös | Maria Königin des Friedens | Sonntag nach dem 1. Mai | |
| Poxdorf | Peter und Paul | 29. Juni | |
| Treunitz | Sebastian | 20. Januar |
Daneben gibt es noch eine Anzahl kleinerer Kapellen:
| Königsfeld | Königsfeld | Königsfeld | Huppendorf | Voitmannsdorf | Kotzendorf | Hohenpölz |
Huppendorf | Königsfeld | Kotzendorf | Laibarös | Poxdorf | Treunitz | Voitmannsdorf
Altendorf | Baunach | Bischberg | Breitengüßbach | Burgebrach | Burgwindheim | Buttenheim | Ebrach | Frensdorf | Gerach | Gundelsheim | Hallstadt | Heiligenstadt i.OFr. | Hirschaid | Kemmern | Königsfeld | Lauter | Lisberg | Litzendorf | Memmelsdorf | Oberhaid | Pettstadt | Pommersfelden | Priesendorf | Rattelsdorf | Reckendorf | Scheßlitz | Schlüsselfeld | Schönbrunn i.Steigerwald | Stadelhofen | Stegaurach | Strullendorf | Viereth-Trunstadt | Walsdorf | Wattendorf | Zapfendorf