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Königsbrück

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Königsbrück
Königsbrück
Deutschlandkarte, Position der Stadt Königsbrück hervorgehoben
51.26388888888913.903055555556175
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Dresden
Landkreis: Bautzen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Königsbrück
Höhe: 175 m ü. NN
Fläche: 77,83 km²
Einwohner:

4.537 (31. Dez. 2008)[1]

Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Postleitzahl: 01936
Vorwahl: 035795
Kfz-Kennzeichen: BZ
Gemeindeschlüssel: 14 6 25 270
Stadtgliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 20
01936 Königsbrück
Webpräsenz: www.koenigsbrueck.de
Bürgermeister: Heiko Driesnack (CDU)
Lage der Stadt Königsbrück im Landkreis Bautzen
Arnsdorf Bautzen (Budyšin) Bernsdorf (Njedźichow) Bischofswerda (Biskopicy) Bretnig-Hauswalde Burkau (Porchow) Crostau (Chróstawa) Crostwitz (Chrósćicy) Cunewalde (Kumwałd) Doberschau-Gaußig (Dobruša-Huska) Elsterheide (Halštrowska hola) Elstra (Halštrow) Frankenthal Göda (Hodźij) Großpostwitz (Budestecy) Großharthau Großnaundorf Großdubrau (Wulka Dubrawa) Großröhrsdorf Guttau (Hućina) Haselbachtal (Haslowk dołk) Hochkirch (Bukecy) Hoyerswerda (Wojerecy) Kamenz (Kamjenc) Kirschau (Korzym) Königsbrück (Kinspork) Königswartha (Rakecy) Kubschütz (Kubšicy) Laußnitz (Łužnica) Lauta (Łuty) Lichtenberg Lohsa (Łaz) Malschwitz (Malešecy) Nebelschütz (Njebjelčicy) Neschwitz (Njeswačidło) Neukirch (bei Königsbrück) Neukirch/Lausitz (Wjazońca) Obergurig (Hornja Hórka) Ohorn Oßling (Wóslink) Ottendorf-Okrilla Panschwitz-Kuckau (Pančicy-Kukow) Pulsnitz (Połčnica) Puschwitz (Bóšicy) Räckelwitz (Worklecy) Radeberg Radibor (Radwor) Ralbitz-Rosenthal (Ralbicy-Róžant) Rammenau (Ramnow) Schmölln-Putzkau (Smělna-Póckowy) Schirgiswalde (Šěrachow) Schönteichen Schwepnitz (Sepicy) Sohland (Załom) Spreetal (Šprjewiny Doł) Steina Steinigtwolmsdorf (Wołbramecy) Wachau Weißenberg (Wóspork) Wiednitz (Wětnica) Wilthen (Wjelećin) Wittichenau (Kulow) Sachsen Brandenburg Dresden Tschechien Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Landkreis Meißen Landkreis GörlitzKarte
Über dieses Bild

Königsbrück (sorbisch: Kinspork) ist eine Kleinstadt am westlichen Rand der Lausitz in Sachsen (Deutschland), knapp 25 km in nördliche Richtung von der Landeshauptstadt Dresden entfernt. Sie trägt sowohl den Beinamen „Tor zur Westlausitz“ als auch in neuer Zeit „Kamelienstadt an der Via Regia“ und ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Königsbrück.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Durch Königsbrück fließt die Pulsnitz. Die umliegende Landschaft ist überwiegend bewaldetes Heideland (Königsbrücker Heide), das zum Landschaftsschutzgebiet Westlausitz gehört. Der Pegel Königsbrück bildet die Grenze des Einzugsgebiets Pulsnitz 1.

[Bearbeiten] Stadtgliederung

[Bearbeiten] Geschichte

Königsbrück wurde erstmals 1248 urkundlich erwähnt. Vermutlich ist es kurz vorher als Grenzfeste zwischen der Mark Meißen und der böhmischen Oberlausitz entstanden. Die Entwicklung der Stadt ist eng mit der Hohen Straße/Via Regia - einer mittelalterlichen Handelsstraße, an der auch Bautzen, Görlitz und Kamenz lagen - verbunden. Hier an der Landesgrenze wurde ein königlicher Zoll erhoben. 1331 erhielt Königsbrück seine Stadtrechte. Königsbrück war ein strategisch wichtiger Grenzort der Oberlausitz, deshalb wehrten sich insbesondere die Städte des Oberlausitzer Sechsstädtebundes gegen etwaige Verpfändungen des Ortes. Als z. B. die Herren von Schönfeld als meißnische Vasallen 1350 die Stadt Königsbrück dem Meißner Markgrafen verkaufen wollten, verhinderten dies die Bautzener mit Gewalt und brachten die Stadt unter die böhmische Krone zurück. 1439-1579 war die Stadt im Besitz der Burggrafen von Dohna, deren Besitzungen 1527 erstmals als Herrschaft bezeichnet wurden. Nach dem Tod von Christoph von Dohna fielen Stadt und Herrschaft Königsbrück als erledigtes Lehen an die Krone Böhmen zurück. Kaiser Ferdinand I. verkaufte sie aber bereits 1562 wieder an Caspar von Dohna auf Straupitz (Niederlausitz), der sie im selben Jahr zur vierten Standesherrschaft der Oberlausitz erheben ließ. 1579 wurden 140 angesessene Bürger gezählt; einschließlich derer, die das Bürgerrecht nicht besaßen, dürfte die Höhe der Einwohner ca. 1000 Seelen betragen haben.

Standesherren von Königsbrück waren:

Das Stadtwappen stammt von 1556.

Blick auf Königsbrück

Durch die Gräfin Louise Charlotte von Hohenthal wurde 1835 das Louisenstift, eine "Kleinkindbewahranstalt" gegründet.

Das Anliegen der Einrichtung ist und war es: "Eltern, denen es vermöge ihrer Verhältnisse nicht möglich ist ihre volle Zeit der Erziehung ihrer Kinder zu widmen, die Möglichkeit an die Hand zu geben, ihre Kinder in geordneter Weise erziehen zu lassen und in denselben schon in zartester Jugend den Keim zu einen sittlichen und religiösen Lebensrichtung zu legen und zu bewahren."

1906 wurde in der Königsbrücker und Krakauischen Heide der Truppenübungsplatz Königsbrück errichtet. Im Ersten Weltkrieg befand sich in Königsbrück ein Kriegsgefangenenlager. Bis zum Abzug am 25. Februar 1988 waren während des Kalten Krieges sowjetische Nuklearraketen stationiert.

Zu DDR-Zeiten befand sich in Königsbrück das Institut für Luftfahrtmedizin der NVA. Hier wurden NVA-Piloten und angehende Piloten-Bewerber ab dem 14. Lebensjahr, aber auch Fallschirmjäger, auf ihre Flugtauglichkeit untersucht. Auch den ersten und einzigen DDR-Kosmonauten, Sigmund Jähn, und dessen Ersatzmann, Eberhard Köllner, bereitete man hier auf ihren Raumflug medizinisch vor. Durch die Republik Österreich wurde in den Jahren 1984 bis 1986 aufgrund bilateraler Vereinbarungen zwischen der DDR und Österreich ein kompletter Neubau, der eine Unterdruck-Dekompressions-Kammer sowie eine Hochleistungs-Zentrifuge beinhaltete, gebaut. Hintergrund für dieses Bauvorhaben war die durch die USA in Zeiten des Kalten Krieges verhängte COCOM-Liste, die es unter Strafe untersagte, Hochtechnologie aus westlichen Industrie-Nationen in kommunistische Länder zu exportieren. Österreich als neutraler Staat umging dabei diese Liste und schuf damit einen wichtigen Baustein für die damalige Verteidigungsfähigkeit der DDR. Nach dem Ende der DDR wurden die Anlagen durch den Bund übernommen und modernisiert. Die international renommierte Abteilung Flugphysiologie des Flugmedizinischen Instituts der Luftwaffe ist heutiger Hausherr.

[Bearbeiten] Religionen

Die Einwohner der Stadt sind überwiegend evangelisch-lutherisch oder konfessionslos.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Hauptkirche
Rathaus

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

[Bearbeiten] Gedenkstätten

[Bearbeiten] Freizeit- und Sportanlagen

[Bearbeiten] Bildung

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Königsbrück – Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Fußnoten und Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen - Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
  2. Stand: 31. Dezember 2008; Angaben der Stadtverwaltung
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