Königsberg (amtlich bis 1936 Königsberg i. Pr., dann bis 1945 Königsberg (Pr)) war von 1457 bis 1945 Hauptstadt des östlichen Preußen (Deutschordensland, ab 1525 Herzogtum Preußen, ab 1773 Provinz Ostpreußen). Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt fast völlig zerstört und von der Sowjetunion erobert. Die letzten deutschen Bewohner wurden 1948 vertrieben.
Im Russischen traditionell Кёнигсберг (Kjonigsberg) genannt, wurde 1946 der Name Kaliningrad eingeführt. In der heutigen Stadt, Verwaltungssitz der russischen Exklave Oblast Kaliningrad, wohnen zugewanderte Russen, Weißrussen und Angehörige anderer Volksgruppen aus der ehemaligen Sowjetunion sowie deren Nachkommen. Eine Rückbenennung, ähnlich wie bei St. Petersburg, wurde nach 1990 diskutiert, aber nicht umgesetzt. Die russische Stadt setzt sich heute mit der Königsberger Geschichte vor 1945 auseinander, die in diesem Artikel behandelt wird. Die polnische traditionelle Bezeichnung Królewiec ist im Namen des nordöstlichen Weichselarms Wisła Królewiecka (Königsberger Weichsel) erhalten. Heute ist Königsberg ein Teil Russlands.
Das Gebiet Königsbergs liegt zu beiden Ufern der Mündung des Flusses Pregel, der dort das Frische Haff erreicht. Dieses wiederum wird durch die schmale Halbinsel der Frischen Nehrung von der Ostsee abgegrenzt. Durch den Königsberger Seekanal zum 50 km entfernten Hafen Pillau besteht eine direkte Verbindung zum Meer. Auf dem Straßen- bzw. Schienenweg ist Berlin etwa 650 km entfernt. Die Halbinsel Samland mit ihren Ostseebädern Cranz, Neukuhren, Palmnicken und Rauschen wird von den Königsbergern als Naherholungsgebiet genutzt.
Das Stadtwappen zeigt die drei Stadtwappen unter dem preußischen Adler vereinigendes Siegel. Der Adler trägt die Initialen FRW (Friedrich Wilhelm Rex) auf der Brust, darüber die Königskrone Preußens und auf dem Haupt die Herzogskrone des Landes. In der Mitte steht das Wappen Altstadts: oben in Silber eine rote Krone, unten ein silbernes Kreuz in rotem Feld; links das Wappen der ehemaligen Stadt Löbenicht, zwischen zwei Sternen eine Krone; rechts das der ehemaligen Stadt Kneiphof: in Grün ein aus Wellen aufsteigende Hand mit goldene Krone, jederseits begleitet von einem abgewendeten goldenen Hifthorn. Es wurde 1724 von Friedrich Wilhelm I. zur Vereinigung als Siegel gestiftet und wurde 1906 vom Magistrat zum Stadtwappen erklärt.
Stadtteile Königsbergs
Im Stadtgebiet von Königsberg lag einst die Burg Twangste, die schon bei Tacitus neben dem Handelsplatz Truso als Ausgangspunkt der Bernsteinroute nach Rom erwähnt wird. Der Ortsname Twangste, auch Tuwangste, Twangst, Twongst, Twoyngst bezeichnete einen Siedlungsplatz, der im späteren Stadtteil Burgfreiheit gelegen hat. Litauische Linguisten interpretieren den Namen als „Teich mit Damm“, womit der Schloßteich gemeint ist. Dieser Teich hatte in früheren Jahren einen offenen Abfluss zum Pregel. Nach deutschen Quellen leitet sich der Name Twangste jedoch aus dem gotischen Wort „wangus“ ab, was einen Holzschlag, eine Lichtung in einem halb gerodeten Eichwald bezeichnet. Peter von Dusburg spricht davon, dass die Preußen das Kastell, das die Ordensritter 1225 an der zu seiner Zeit „alte Burg“ genannten Stelle nach dem dort befindlichen Walde Tuwangste genannt hätten.
Entlang des Pregels gab es bereits steinzeitliche Funde, und in der jüngeren Bronzezeit erlebten die Dörfer des Samlands einen Aufschwung, Twangste tritt dagegen noch nicht in Erscheinung. Erst zur Gotenzeit weist eine archäologische Karte ein Waffengrab im Königsberger Stadtgebiet aus, nachdem an dieser Stelle während sämtlicher Epochen zuvor keinerlei Funde nachweisbar sind. Der Siedlungsort muss für die einheimischen Prußen unattraktiv gewesen sein, obwohl es von der Lage her objektiv für einen Wohnplatz geeignet schien. Es lag etwa 20 Höhenmeter über dem Pregel auf einer wasserdurchlässigen Anhöhe, bot gute Aussicht auf eventuell sich nähernde Feinde und lag in günstiger Entfernung zu Wasserstellen, alles in allem ideale Voraussetzungen zum Wohnen. Zu begründen ist diese Verweigerung diese Stelle als Wohnplatz anzunehmen einzig in der heidnischen Naturreligion der baltischen Prußen. Im Schwedischen bedeutet „wangus“ freies Feld im Sinne von terra inculta, also ungenutztes Land. Bekannt ist, dass es im Samland keine kompakte Besiedlung durch die Goten gegeben hat, dass sie dort aber eine Weile lang die soziale Oberschicht gebildet hatten, bis sie sich dann entschlossen abzuwandern. Was den Siedlungsplatz für Prußen ungeeignet machte, war der Bewuchs mit Eichen, denn die waren das Symbol für den Donnergott Perkunos und standen somit unter Tabu. Es kann sich also bei der Siedlung Twangste nur um eine gotische Gründung handeln, die etwa um die Zeitenwende stattgefunden haben muss.
Twangste dürfte bis zum 8. Jahrhundert ein unbedeutendes Dorf gewesen sein, denn die internationalen Handelsrouten führten entlang der Haffstrände, der binnenlandigen Haffufer und natürlich über See. Lediglich Handelswege ins Binnenland führten den Pregel entlang. Auch die undurchdringliche Wildnis, die südlich von Ponarth begann, schloss aus, dass Twangste Anschluss an die große weite Welt haben konnte. Diese Urwälder wurden erst gegen 1400 trockengelegt und gehörten lange Zeit zum Waldamt Brandenburg und nicht zur Stadt Königsberg. Twangste wird erst in den späteren kriegerischen Zeiten, von denen Wulfstan berichtet, zu einer Fliehburg ausgebaut worden sein, als längst der ehemalige Eichwald aus dem prußischen Gedächtnis verschwunden war. Diese Burg dürfte in den samländischen Revolten gegen den Orden eine große Rolle gespielt haben. Vermutlich wurde sie vom Orden geschleift und zu einem Kastell ausgebaut, sonst hätte Peter von Dusburg nicht von „alter Burg“ sprechen können.
Um 100 vor Chr. wanderten die Goten in das Gebiet an und östlich der Weichselmündung ein und blieben dort bis ins 2. bis 3. Jh. nach Chr. . Ihre materielle Hinterlassenschaft (Wielbark-Kultur) zeigt eine Mischung aus skandinavischen und anderen Elementen. Ansonsten wohnten an der Südostküste der Ostsee schon damals Balten, von den antiken Autoren Aesti genannt. Erstmals im 9. Jahrhundert wird der Stammesname Bruzi (Prußen) vom Bairischen Geographen erwähnt. Nach vielen vergeblichen Versuchen, die Pommern sowie die Prußen zu unterwerfen und zu christianisieren, angefangen mit Boleslaw I., wandte sich der polnische Seniorherzog Konrad von Masowien um Hilfe gegen die Prußen an den Deutschen Orden, der sich von ihm als Vorleistung für die Zurückwerfung das Culmer Land und alle zukünftigen Eroberungen vermachen ließ. 1231 begann der Deutsche Orden mit der Unterwerfung der Prußen. Während diese durch die Eroberungskriege der Polen schon dezimiert wurden, taten die päpstlichen Aufrufe zu Kreuzzügen ein Weiteres dazu. Um das Land ertragreich zu halten, rief der Orden deutsche Siedler ins Land. Die Stadtteile Königsbergs waren zuvor prussische Dörfer: Juditten (prußisch: schwarz), Kosse (pr.: kleine krüppelige Bäume), Tragheim (pr.: Lichtung und Dorf), Sackheim (pr.: Kieferharz, Dorf), Laak (pr.: Haselstrauch), Ponarth (pr.: in der Nähe der Überschwemmung). Auch Kneiphof, der Name der Dominsel, leitet sich vom Prussischen ab und bedeutet umflutet sein, überschwemmt werden. Die Dominsel wurde erst während der Ordenszeit 1327 befestigt und besiedelt.
Das Gebiet der späteren Stadt an der Ostsee war um das Jahr 1000 n. Chr. von den West-Balten, den heidnischen Prußen bewohnt. Der Deutsche Orden, der seit den 1220er Jahren die Christianisierung der Balten betrieb, errichtete 1254 auf Anregung des beim Kreuzzug mitwirkenden böhmischen Königs Ottokar II. anstelle der eroberten und zerstörten prussischen Burg Tvankste oder Tuwangste zum Schutz und Trutz gegen die heidnischen Prußen zunächst eine hölzerne Burg. Diese provisorische Befestigung, Conigsberg genannt, wurde bis 1257 in einen Steinbau umgewandelt.
Im Umfeld der Burg entstanden drei Ordensstädte namens Altstadt, Löbenicht und Kneiphof, die jeweils eine eigene Verwaltung hatten und ihre Befestigung, einen Markt und eine Kirche erhielten. Ihre Bürger waren Deutsche, die vom Orden angesiedelt worden waren. Allgemein wird das Jahr 1255 als Entstehungsjahr der Gesamtstadt angesehen. Die Altstadt wurde 1256 im Gebiet des späteren Steindammes angelegt und wurde nach der Zerstörung durch die Prußen im Jahre 1263 in dem Tal unterhalb des Schlossbergs wieder aufgebaut. Sie erhielt 1286 das Stadtrecht und wurde 1340 Mitglied der Hanse.
Die Kneiphofinsel war seit 1322 geistlicher Bezirk, für den zwischen 1330 und 1380 der Dom errichtet wurde. Nach dem Verlust der Marienburg 1457 wurde die Burg Sitz des Hochmeisters des Deutschen Ordens.
Als im 15. Jahrhundert die preußischen Stände gegen die Herrschaft des Ordens aufbegehrten, den Preußischen Bund gründeten und sich bei Garantie großzügiger Privilegien der polnischen Krone unterstellten, war Königsberg zunächst mit dabei, kehrte dann aber wieder zur Loyalität zum Orden zurück. Nach dem Dreizehnjährigen Krieg wurde 1466 im Zweiten Frieden von Thorn Preußen geteilt. Zum Preußen Königlichen Anteils, mit Polen in Personalunion, bei der Lubliner Union von 1569 von Polen als Realunion erklärt, gehörte auch die Marienburg, bis zum Dreizehnjährigen Krieg Hauptsitz des Ordens. Königsberg gehörte zu der dem Deutschen Orden verbleibenden Hälfte Preußens. Hauptsitz des Ordensstaates war es schon seit 1455.
1525 führte der bisherige Hochmeister Markgraf Albrecht I. von Brandenburg-Ansbach die Reformation ein und wandelte den ihm verbliebenen Rest des preußischen Ordensstaates in das weltliche Herzogtum Preußen unter polnischer Lehenshoheit um. Da das Herzogtum sich nur auf den östlichen Teil Preußens erstreckte, führten er und seine Nachfolger den Titel „Herzog in Preußen“ und nicht „Herzog von Preußen“.
1544 wurde die Universität in Königsberg („Albertina“) von Herzog Albrecht gegründet, die erste evangelische. Auch um die Astronomie machte er sich verdient, die Preußische Tafeln von Erasmus Reinhold wurden durch den Herzog teilfinanziert, Königsberg wurde durch die Wahl als Nullmeridian[1] deren Bezugspunkt. Sie trugen maßgeblich zur Verbreitung der Lehre des 1543 gestorbenen Nikolaus Kopernikus bei. Dieser hatte als Domherr im Fürst-Bistum Ermland gewirkt, das der polnischen Krone stärker unterstand, aber fast rundherum vom Herzogtum Preußen umschlossen wurde.
Der Rektor des Gymnasiums in Elbing, Willem van de Voldersgraft, kam zur Königsberger Albertina und war gleichzeitig ein Rat des Herzogs. Der preußische Historiker Christoph Hartknoch beschrieb das Leben des Rates und Rektors in seiner Vita Guilielmi Gnaphei (Acta Borussica III).
Der zweite Herzog Albrecht Friedrich (Preußen) litt unter Trübsinn und wurde deswegen durch Administratoren vertreten. Als er 1618 ohne männliche Nachkommen starb, wurde durch Erbfolge Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg Herzog in Preußen.
Wie auch ihre Vorgänger, die Hochmeister seit 1466, mussten die Herzöge die polnische Lehnshoheit über das Herzogtum anerkennen. Durch geschickte Politik gelang es ca. 200 Jahre später dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (dem „Großen Kurfürsten“), die volle Souveränität über das Herzogtum Preußen zu erlangen (Verträge von Labiau 1656, Wehlau und Bromberg 1657 und Oliva 1660). Dazu gehörte Königsberg, das damals noch aus den drei selbständigen Teilstädten Altstadt, Kneiphof und Löbenicht bestand. Die Königsberger Stände wehrten sich gegen die absolutistischen Bestrebungen des Kurfürsten und versuchten, dafür Unterstützung aus Polen zu bekommen, wie zweihundert Jahre vorher der Preußische Bund. Der Kurfürst schlug diesen Königsberger Aufstand mit militärischen Mitteln nieder und konnte so seine Macht und Steuern für sein stehendes Heer durchsetzen.
1701 wurde das Herzogtum Preußen zum Königreich erhoben und Kurfürst Friedrich III. krönte sich am 18. Januar in der Königsberger Schlosskirche als Friedrich I. zum König in Preußen, da dies nicht Teil des Heiliges Römisches Reich war. Erst Friedrich der Große konnte sich 1772 nach dem Erwerb der bislang polnischen Westhälfte des eigentlichen Preußens König von Preußen nennen. Mit dem Erwerb des preußischen Königstitels setzte sich für die vom brandenburgischen Kurfürsten bzw. König in Preußen regierten Territorien die Bezeichnung Königlich preußische Staaten, kurz Preußen, durch, so dass 1701 Preußen i. S. des preußischen Gesamtstaates entstand. „Preußen“ ist somit politisch aus dem hohenzollernschen Brandenburg hervorgegangen, verdankt aber seinen Namen dem östlichen Preußen um Königsberg.
1708 bis 1710 hatte Ostpreußen große Bevölkerungsverluste durch die Pest. Diese wurden unter dem „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I. durch eine forcierte Ansiedlungs- und Wirtschaftspolitik größtenteils wieder ausgeglichen (beispielsweise 1732 Ansiedlung der Salzburger Exulanten, den letzten im Erzbistum Salzburg noch verbliebenen Protestanten, die durch Erzbischof Firmian vertrieben wurden). In den Kriegen Friedrichs des Großen 1740 bis 1763 wurde Ostpreußen mit Königsberg wiederholt Kriegsschauplatz und 1758 von russischen Truppen besetzt.
1724 wurden am 13. Juni die drei Städte Altstadt, Kneiphof und Löbenicht zur Stadt Königsberg vereinigt. Im selben Jahr wurde in Königsberg der wohl berühmteste Sohn der Stadt, der Philosoph Immanuel Kant geboren. Kant soll in seinem Leben kaum seine Heimatstadt verlassen haben. Durch ihn wurde die Königsberger Universität zu einem Zentrum der Philosophie.
1730 wurde in Königsberg Johann Georg Hamann geboren, den man den Magus des Nordens nannte. Er war Philosoph und Schriftsteller. Der Schriftsteller, Musiker, Komponist und Jurist E.T.A. Hoffmann wurde 1776 in Königsberg geboren.
Als sich Friedrich II. 1772 an der ersten polnischen Teilung beteiligte, kam das Land an der unteren Weichsel als Westpreußen unter die Herrschaft der Hohenzollern. Friedrich titulierte sich fortan "König von Preußen" statt, wie sein Vater und Großvater "König in Preußen". Seitdem unterschied man die Provinzen Westpreußen und Ostpreußen. Hauptstadt der letzteren war Königsberg. Um 1800 zählte Königsberg mit etwa 60.000 Einwohnern zu den größten deutschen Städten (zum Vergleich: Berlin ca. 170.000, Köln und Frankfurt/Main je ca. 50.000, München ca. 30.000).
Auch in den Napoleonischen Kriegen war Ostpreußen mit Königsberg und Memel wichtiger Schauplatz, als Flucht- und Rückzugsgebiet der preußischen Armee und des Königs nach den Niederlagen gegen Napoleon 1807. Nach der Niederlage der Grande Armée Napoleons in Russland begann von Ostpreußen aus die organisierte Befreiungsbewegung gegen Napoleon, als am 30. Dezember 1812 die Militärkonvention von Tauroggen zwischen dem preußischen General Yorck von Wartenburg und dem Befehlshaber in russischen Diensten Hans Karl von Diebitsch unterzeichnet wurde.
1829 wurden die beiden Provinzen Ost- und Westpreußen als „Provinz Preußen“ mit der Hauptstadt Königsberg vereinigt. Nach der erneuten Teilung 1878 war die Stadt wiederum nur Provinzhauptstadt Ostpreußens. Königsberg war auch Verwaltungssitz des gleichnamigen Regierungsbezirkes und Sitz zahlreicher Behörden. 1860 wurde der Bau der Preußischen Ostbahn, die Königsberg an Berlin anschloss und die Stadt zu einem wichtigen Knotenpunkt im innereuropäischen Verkehr machte, vollendet.
Erst Wilhelm I. ließ sich wieder in Königsberg zum König krönen, am 18. Oktober 1861 in der Schlosskirche. Die eigens für die Zeremonie angefertigten Kronkarkassen sind im 2. Weltkrieg verschollen.
Der 1834 gegründete Deutsche Zollverein und der 1867 gegründete Norddeutsche Bund umfassten im Gegensatz zum Heiligen Römischen Reich und dem 1815 gegründeten deutschen Bund auch Ostpreußen. Damit war Königsberg nun eine Stadt in Deutschland. Seit 1871 gehörte es zum Deutschen Reich. In der Folge erlebte Königsberg einen wirtschaftlichen Aufschwung.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Festungsanlagen geschleift, die das Wachstum der Stadt behinderten. Durch den Versailler Friedensvertrag war Ostpreußen vom übrigen Reichsgebiet abgetrennt worden, was insbesondere zu großen wirtschaftlichen Problemen führte. Diese wurden durch eine gezielte Wirtschaftspolitik (siehe Ostmesse) und andere Maßnahmen (siehe Seedienst Ostpreußen) gemildert.
Im Jahr 1920 eröffnete Reichspräsident Friedrich Ebert im Königsberger Tiergarten die erste Ostmesse, die bis 1941 regelmäßig abgehalten wurde. 1919 wurde der von Hans Hopp entworfene erste zivile Flughafen Deutschlands in Königsberg-Devau in Betrieb genommen. Die Eröffnung des neuen Hauptbahnhofes am südlichen Stadtrand im Jahre 1929 ermöglichte die Umgestaltung des ehemaligen Bahnhofsgeländes. Die ehemaligen Festungsanlagen wurden in einen Grüngürtel mit zahlreichen Parks umgewandelt, der schließlich 602 Hektar umfasste.
Königsberg war während der Diktatur des Nationalsozialismus Sitz der Gauleitung für Ostpreußen unter Gauleiter Erich Koch. Im Zweiten Weltkrieg kam es nach Kriegsbeginn mit der UdSSR zu einigen Bombenangriffen auf Königsberg durch die sowjetische Luftwaffe, die mit dem Vorrücken der deutschen Streitkräfte allerdings bald zum Erliegen kamen. Danach blieb Königsberg aufgrund seiner entfernten Lage im Nordosten des Deutschen Reiches lange Zeit von den Kriegsgeschehnissen verschont, bis es in den Nächten vom 26. zum 27. August 1944 sowie vom 29. zum 30. August 1944 von Bomberverbänden Großbritanniens stark zerstört wurde. Weite Teile Königsbergs brannten über mehrere Tage. Der historische Stadtkern, bestehend aus den Stadtteilen Altstadt, Löbenicht und Kneiphof war praktisch vollständig zerstört, darunter der Dom, das Schloss, sämtliche Kirchen der Innenstadt, die alte und die neue Universität sowie das alte Speicherviertel. Etwa 200.000 Königsberger waren obdachlos geworden.
Die Ende Januar 1945 in der Schlacht um Ostpreußen abgeschnittene und zur „Festung“ erklärte Stadt verteidigte sich drei Monate lang, ehe sie von sowjetischen Truppen eingenommen wurde. Die Militärführung der Stadt unter General Otto Lasch ergab sich den sowjetischen Einheiten am 9. April 1945. Zu diesem Zeitpunkt standen die sowjetischen Soldaten bereits auf dem Paradeplatz, unter dem sich der Bunker von Lasch befand. Der vorangegangene aussichtslose Straßen- und Häuserkampf hatte auf beiden Seiten hohe Verluste, auch in der Zivilbevölkerung, gefordert und war von zahlreichen Grausamkeiten und Kriegsverbrechen begleitet.
Auf der Potsdamer Konferenz hatten die Siegermächte beschlossen, das nördliche Ostpreußen unter die Verwaltung der Sowjetunion zu stellen. Am 17. Oktober 1945 gliederte die UdSSR dieses Gebiet der Russischen Sowjetrepublik an und machte Königsberg zum Verwaltungssitz des neu gegründeten Kaliningradskaja Oblast (dt. „Bezirk Kaliningrad“, kurzzeitig war der Name Kenigsbergskaja Oblast gebräuchlich). 1946 wurde Königsberg offiziell in Kaliningrad umbenannt.
Nach einer Zählung im August 1945 befanden sich noch ca. 100.000 deutsche Zivilisten, meistens Frauen, Kinder und Alte in der Stadt. Diese wurden von der sowjetischen Besatzungsmacht festgehalten, um als Zwangsarbeiter in ihrer eigenen Heimat ausgenutzt zu werden. Als 1948 die Deutschen aus Königsberg endgültig vertrieben wurden, waren von diesen 100.000 Menschen nur noch etwa 20.000 am Leben. Die „fehlenden“ 80.000 waren Seuchen, Hungersnöten und Übergriffen zum Opfer gefallen.
Im Oktober 1947 wurde damit begonnen, die bis dahin noch in Kaliningrad und dem umliegenden Gebiet verbliebene deutsche Bevölkerung in Richtung Westen abzutransportieren.
Nur eine Handvoll Königsberger, die den Abtransport nach Westen verpasst hatten, verblieben in der Stadt.
Erst 1990, nach Öffnung der Region (Oblast) Kaliningrad, war es dieser verbliebenen deutschen Minderheit möglich, ihre wahre ethnische Identität zu offenbaren. Ihr Schicksal war Mitte der 1990er Jahre Medienereignis in russischen und deutschen Magazinen.
Königsberg war die Hauptstadt Ostpreußens. Es war der Regierungssitz des Regierungsbezirks Königsberg und Stadtkreises Königsberg. Die wichtigsten Institutionen dieses Verwaltungs-, Verkehrs- und Wirtschaftsmittelpunkts Ostpreußens waren: eine Oberpostdirektion, eine Reichsbahndirektion, ein Landesfinanzamt, ein Hauptzollamt, ein Polizeipräsidium, ein Amts-, Land- und Oberlandesgericht. Es waren sowohl die königliche Regierung wie auch das Landeshaus in Königsberg beheimatet.
Das schwierigste Problem der Provinzial- und Regierungsbezirks- wie auch der Stadtverwaltung war die Insellage Ostpreußens zwischen den Weltkriegen. Um trotzdem die Entwicklung im Rahmen der Möglichkeiten voranzutreiben, entwickelte ihr Bürgermeister Hans Lohmeyer eine frühe Form des „Verwaltungsunternehmen“. Die Stadt gründete eine GmbH, deren alleiniger Eigentümer sie blieb und deren Gesellschafter sich aus den Vertretern des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung zusammensetzten. So entstanden die Königsberger Werke GmbH, Straßenbahn GmbH, Stiftung für gemeinnützigen Wohnungsbau GmbH, Königsberger Hafengesellschaft mbH. Die Verwaltung der städtischen Betriebe erfolgte nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen, die viele gesellschaftliche Gruppen mit einbezog. Dieses verwaltungswirtschaftliche Prinzip war ein Meilenstein und Vorbild für andere Städte.
Parallel mit der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung ist die Bevölkerungszahl von Königsberg kontinuierlich gestiegen. Um 1400 lebten ungefähr 10.000 Einwohner in der Stadt. 12.000 Menschen starben 1601/02 bei einer Pestepidemie. Im Jahr 1813 zählte Königsberg mit 50.000 Einwohnern zu den größten Städten in Deutschland und hatte mehr Einwohner als Frankfurt am Main, Stuttgart oder München. In der Folgezeit blieb das Wachstum der Stadt insbesondere durch die Ost-West-Wanderung im Gefolge der Industrialisierung jedoch hinter dem Wachstum mittel- und westdeutscher Industriestädte zurück. Im Jahr 1864 überschritt Königsberg die 100.000-Einwohner-Grenze. Durch zahlreiche Eingemeindungen stieg die Bevölkerungszahl bis 1910 auf 246.000 Einwohner an. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Wachstum durch die ungünstige Insellage aufgrund des neu geschaffenen polnischen Korridors behindert. 1925 lebten 287.000 Einwohner in Königsberg. Bis 1933 stieg die Einwohnerzahl durch zahlreiche Eingemeindungen auf 316.000. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges lebten 372.000 Menschen in Königsberg.
Als erster moderner Verkehrsweg wurde 1828 die Chaussee nach Berlin (die spätere Reichsstraße 1) vollendet. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Straßennetz in Richtung Tilsit (1832), Gumbinnen (1835) und Labiau (1853) verlängert. Am 3. Dezember 1938 konnte schließlich die Autobahn Elbing – Königsberg dem Verkehr übergeben werden, allerdings in beiden Richtungen zunächst nur einspurig.
Die erste Eisenbahn in Ostpreußen verkehrte am 2. August 1853 von Königsberg nach Braunsberg. 1857 war die Preußische Ostbahn bis Berlin durchgehend befahrbar. Am 1. Oktober 1867 wurde die durchgehende Bahnstrecke nach Sankt Petersburg eröffnet. 1868 konnte die von privaten Investoren erbaute Ostpreußische Südbahn nach Lyck und Prostken fertig gestellt werden, die auf russischer Seite weiter bis Odessa führte. Diese Bahngesellschaft wurde 1903 verstaatlicht und der staatlichen Reichsbahndirektion Königsberg unterstellt. Am 19. September 1929 konnte der neue Königsberger Hauptbahnhof eröffnet werden. Ein Jahr später wurde auch ein neuer Nordbahnhof am Hansaplatz erbaut, der dem Verkehr auf die Halbinsel Samland diente (Samlandbahn). Königsberg war auch der Sitz der Ostdeutschen Eisenbahn-Gesellschaft Am 22. Januar 1945 verließ der letzte Zug vor der Kapitulation der deutschen Wehrmacht den Königsberger Hauptbahnhof in Richtung Berlin.
Am 26. Mai 1881 fuhr in Königsberg die erste normalspurige Pferdestraßenbahn. Die Elektrifizierung und Umspurung auf Meterspur erfolgte ab 1895. Am 15. Oktober 1943 folgte die erste Obus-Linie.
Für die Hansestadt Königsberg war der Seehandel von großer Bedeutung. Noch heute findet man in den anderen Hansestädten zahlreiche Verweise auf diese alte Verbindung, so z. B. im Hamburger Rathaus. Auch war hier eine bedeutende Fischereiflotte beheimatet. Gefischt wurde mit Segelkähnen v. a. auf dem Frischen Haff. Die Freude einiger Jugendlicher am gemeinsamen Segeln führte am 7. Februar 1855 zur Gründung des ersten deutschen Segelvereins, des SC RHE, in Königsberg. Nachdem Ostpreußen nach dem Ersten Weltkrieg vom Reichsgebiet abgetrennt worden war, machte dies den Ausbau des Königsberger Hafens zum Hochseehafen erforderlich. Es wurden drei Hafenbecken geschaffen, ein Handels-, ein Industrie- und ein Holzhafen. Von Bedeutung für den Verkehr zum übrigen Reichsgebiet war der Seedienst Ostpreußen.
Ebenfalls nach dem Ersten Weltkrieg wurde der schon bestehende Militärflugplatz 1919 zu dem zivilen Flughafen Devau umgebaut, von dem Verbindungen nach Berlin, Stockholm und Moskau unterhalten wurden. Der Flughafen Devau somit einer der ersten Flughäfen überhaupt und unterstreicht die Brückenfunktion der Stadt als Drehkreuz zwischen Ost und West.
Das Königsberger Telefonnetz wurde 1883 eingerichtet und ab 1893 mit Berlin verbunden.
Historisch betrachtet, hat die bevorzugte geographische Lage Königsbergs das Wirtschaftsleben der Stadt geprägt. Es begann mit der Verleihung der Markt- und Stadtrechte an die drei Siedlungen vor über 700 Jahren und der herausragenden Stellung zur Hansezeit fort. Das Zunftwesen, die Einführung bestimmter wirtschaftspolitischer Maßnahmen wie Stapelrecht und Pfundzoll, sowie die politische Vereinigung der drei Städte im Jahre 1724, waren die Grundlage für eine prosperierende Entwicklung. Auch die Industrielle Revolution und die damit verbundene moderne Verkehrsentwicklung wirkten sich für Königsberg weiter positiv aus. All diese hervorragenden Voraussetzungen im Zusammenspiel einer weitsichtigen Wirtschaftspolitik haben dazu geführt, die Stadt zu einem wirtschaftlichen Zentrum des gesamten Ostseeraums zu machen.
Überregionale Bedeutung erlangte der Königsberger Hafen bereits im Mittelalter. An der Lastadie, am Hundegatt wurden nicht nur die Schiffe der Hanse be- und entladen. 1924 wurde am Unterlauf des Pregels einen neuen Seehafenbecken angelegt. Er verfügte nunmehr über fast acht Kilometer Kaimauern, 160 000 Quadratmeter Schuppen- und Speicherraum, ein Kühlhaus, Tankanlagen, 30 mechanische Kräne und einen Hafenbahnhof. Eine weitere Vertiefung des Seekanals im Jahre 1930 um acht Meter war auch die seewärtige Verbindung des Hafenplatzes Königsberg entscheidend verbessert worden. Die Fahrrinne wurde selbst im strengsten im Winter von Eisbrechern beständig offen gehalten. Ein besonderer Vorzug des Königsberger Hafen gegenüber den weiter östlich gelegenen Häfen war seine „Eisfreiheit“, d.h. der Hafen war auch im Winter erreich- und befahrbar. Der neue Königsberger Handels-, Industrie- Holz- und Freihafen, der fünf große Hafenbecken umfasste, galt mit seinen modernen Getreidespeichern (der größte in Europa), die einen schnellen maschinellen Umschlag, eine Reinigung, Veredelung und Umstapelung des Getreides ermöglichten, als der modernste Hafen der Ostsee. Der Umschlag des Seeverkehrs belief sich 1938 auf 3,9 Mio Tonnen, der Umschlag des Binnenwasserverkehrs von Pregel, Deime, Großem Friedrichsgraben, Kurischem Haff, Memel und den Masurischen Kanälen auf 3400 Kähne mit 950 000 Tonnen.
Die erste „Deutsche Ostmesse“ wurde 1920 von Reichspräsident Friedrich Ebert eröffnet. Es handelte sich anfangs um eine landwirtschaftliche Investitions- und Verbrauchsgütermesse. Neben dem Großhandel hatten auch der Handel mit Kolonialwaren, Eisen und Eisenwaren, Flachs, Hanf, Häuten, Fellen und Leder, Baumaterialien und Kohlen, Textilwaren sowie der Holz- und Brennstoffhandel eine große Bedeutung. Des Erfolges wegen erweitere man die Palette auch durch Industriegüter. Diesem zusätzlichen Ansatz folgend erbaute man 1925 das Haus der Technik. Die DOK stärkte die wirtschaftlichen Verbindungen der Exklave Ostpreußen mit dem Reich und ebnete gleichzeitig der deutschen Wirtschaft die Wege zu den osteuropäischen Märkten. 1930 kamen 120.000 Besucher, davon 2.500 Ausländer. 1937 stieg die Zahl der Besucher auf 204.000. Die letzte Messe fand 1941 statt.
Die Industrie trat in Königsberg hinter Handel und Verkehr zurück. Dennoch hatten sich in der Stadt einige Industriezweige entwickelt. Von jeher war die Holzwirtschaft für Königsberg von großer Bedeutung. In ihrer Folge entstanden zwei große Zellstoff-Fabriken. Dazu gehörten die Säge- und holzverarbeitende Industrie. Auch die landwirtschaftliche Verarbeitungsindustrie, Landmaschinen- und Waggonbau, Werften, Ziegeleien sowie eine Textil- und Maschinenindustrie bedürfen der Erwähnung. Zwei Güter produzierte Königsberg, deren Handelsbeziehungen sich praktisch auf nahezu alle Länder der Erde erstreckte: Bernstein und Marzipan. Kleinere Betriebe stellten aus Bernstein Gebrauchs- und Schmuckgegenstände her. Dagegen stellte die staatliche Bernstein-Manufaktur Schmuck und Schnitzarbeiten vorzugsweise aus größeren Bernsteinstücken her. Auch das Königsberger Marzipan als zierliches Teekonfekt trug den Namen der Stadt in alle Welt. Die „Union Gießerei Königsberg“ war das bedeutendste Maschinenbauunternehmen der Stadt.
Weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt war das „Haus der Bücher“, die Buchhandlung „Gräfe und Unzer“. Im Jahre 1722 als Buchhandlung Gottfried Eckart gegründet, vergrößerte sich das Unternehmen kontinuierlich und firmierte vom frühen 19. Jahrhundert an als „Gräfe und Unzer“. Zur Zeit der Weimarer Republik war „Gräfe und Unzer“ Europas größte und modernste Sortimentsbuchhandlung, wurde bei den Bombardierungen im August 1944 aber vollständig zerstört.
Neben der Hypothekenbank der Ostpreußischen Landschaft existierten in Königsberg außerdem die 1871 gegründete Königsberger Vereinsbank und die 1895 gegründete Norddeutsche Creditanstalt als Kreditinstitute.
Im Zuge des 750-jährigen Stadtjubiläums von Königsberg/Kaliningrad im Jahre 2005 fand eine rasant steigende Investitionswelle mit wirtschaftlichen Aufbauprogrammen, Stadtreparatur und Tourismusförderung statt. Teile der alten Innenstadt wurden historisierend aufgebaut und wiederbelebt, selbst der Wiederaufbau des Königsschlosses war nicht mehr undenkbar, wurde aber seither (noch) nicht verwirklicht.
Königsberg hatte ein reges Vereinsleben in den unterschiedlichsten Sportarten, wobei Fußball, Rudern, Segeln, Hockey und Reitsport dominierten. Auch im Gehörlosensport verzeichnete Königsberg eine große Zahl Aktiver.
Das erste Stadttheater Königsbergs wurde mit dem Bau des Neuen Schauspielhauses in ein Opernhaus umgewandelt.
Das Neuen Schauspielhaus: unter Leitung des Intendanten Dr. Fritz Jeßner sah man Künstler wie Agnes Straub, Emil Jannings und Paul Wegener; es entwickelte sich zu einem der modernsten Theater Deutschlands.
Das Opernhaus verhalf der Oper Carmen mit deren deutscher Uraufführung am 26. Oktober 1876 zum Durchbruch, im Gegensatz zu Paris, wo sie durchgefallen war. Auch sie war unter der Leitung von Hans Schüle in den Jahren von 1928 bis 1932 die avantgardistischste Oper Deutschlands: Strawinsky, Hindemith, und Busoni standen auf dem Programm. Zu den Opernkomponisten: Otto Nicolai und Hermann Goetz und den Künstler wie der Bariton Josef Hermann, der Bassist Sigmund Roth und der lyrische Tenor Hugo Meyer-Welfing kamen gute Orchester. Die Stadt verfügte über zwei Klangkörper, das „Städtische Orchester Königsberg“ und das Orchester am Reichssender Königsberg. Zu den berühmtesten Dirigenten, die dort wirkten zählen Wilhelm Furtwängler, Hans Knappertsbusch, Karl Böhm und Hermann Abendroth.
Das bedeutendste Museum in Königsberg war das Ostpreußisches Provinzialmuseum im Königsberger Schloss. Dort wurde im Prussia-Museum die berühmte Prussia-Sammlung gezeigt. Es war eine reiche Sammlung zur Landes- und Volkskunde sowie zur Geschichte und Vorgeschichte des Landes. Der Moskowitersaal diente der Darstellung Kriegs- und Militärgeschichte. Die Kunstmuseen wurden Werke von Lucas van Leyden und Peter Breughel ausgestellt wurde. Dem Maler Lovis Corinth widmete man eine eigene Abteilung. Bernsteinmuseum wurden Pokale, Schatullen und Kunstwerke aus Bernstein ausgestellt. hin.
Viele bildende Künstler sind mit Königsberg verbunden. Das liegt daran, dass die Stadt sowohl eine Kunst- und Gewerkschule als auch eine Kunstakademie besaß.
| Künstler | Literaten / Musiker | ||
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Die Königsberger Universität, die Albertina, mit einer herausragenden Staats- und Universitätsbibliothek. Daneben besaß Königsberg noch eine Kunstakademie und eine Handelshochschule.
Collegium Fridericianum, Kneiphöfisches Gymnasium, Königliches Wilhelms-Gymnasium, Königliches Hufengymnasium, Königliches Stadtgymnasium, Realgymnasium auf der Burg, Realschule und Oberrealschule auf der Burg, Löbenichtsches Realgymnasium, Löbenichtsche Realschule, Löbenichtsche Höhere Bürgerschule, Mädchengewerbeschule („Klopsakademie“), Städtisches Realgymnasium, Städtische Oberrealschule, Städtische Realschule, Städtische Steindammer Realschule, Vorstädtische Realschule
Aus dem Jahre 1925 ist eine Aufgliederung der Bevölkerung nach Konfessionen bekannt:
Im Jahre 1523 wurde die erste evangelische Predigt in der Altstädtische Kirche gehalten. Die erste katholische Gemeinde Propsteikirche nach der Reformation wurde 1616 gegründet. Die Alte Synagoge wird als erste Synagoge 1756 eingerichtet.
| Gotteshäuser in Königsberg | |||
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| Bauwerke in Königsberg | |||
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Königsberg war eine bedeutende Garnisonsstadt. Bereits im Jahr 1360 wurde der Deutschordensritter Henning Schindekopf vom Deutschen Orden zum Ordensmarschall mit Amtssitz in Königsberg berufen und koordinierte von dort den Krieg gegen das noch heidnische Großfürstentum Litauen. Königsberg wurde zum Zentrum der Landesverteidigung Ostpreußens.
Im Kaiserreich war insbesondere die Kommandantur der 8. Armee bis 1918 in Königsberg stationiert. Die Stellung als wichtige Garnisonsstadt blieb auch im Dritten Reich erhalten. Königsberg war die letzte ostpreußische Stadt, die von der Roten Armee erobert wurde.
In Königsberg waren bis 1945 die Wallenrodtsche Bibliothek und die Prussia-Sammlung zu Hause. Aufgrund der Kriegseinwirkungen sind heute lediglich noch Fragmente in Kaliningrad zu finden.
Weitere bekannte Personen: siehe Liste der Söhne und Töchter der Stadt Königsberg
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Der Innenhof des Schlosses. Links die Schlosskirche, rechts der Eingang zum Blutgericht |
Die Große Halle des Blutgerichts - Atmosphäre durch die alten Prunkfässer. |
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