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Die Kölnische Rundschau ist eine regionale, unabhängige Tageszeitung für den Raum Köln/Bonn. Sie wird vom Kölner Heinen-Verlag mit einer eigenständigen Redaktion herausgegeben.
Die Titel- und Verlagsrechte werden seit 1999 von der Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg gehalten, die den Kölner Stadt-Anzeiger, die Mitteldeutsche Zeitung und den Express publiziert. Jeden Freitag enthält die Rundschau die Fernsehzeitschrift Prisma. Die Kölnische Rundschau galt in der Vergangenheit als gemäßigt konservativ im Vergleich zum als linksliberal eingestuften Kölner Stadt-Anzeiger.
Inhaltsverzeichnis |
Die Kölnische Rundschau wurde von dem Journalisten und Kommunalpolitiker Dr. Reinhold Heinen (1894-1969) begründet und erschien erstmals am 19. März 1946. Heinen, der während der NS-Zeit vier Jahre lang im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert war, erhielt gemeinsam mit anderen Lizenzträgern von der britischen Besatzungsmacht die Erlaubnis zur Herausgabe einer CDU-nahen Zeitung, nahm diese aber erst an, nachdem seine journalistische Unabhängigkeit sichergestellt war. Dies führte in den folgenden beiden Jahrzehnten zu ständigen Konflikten mit Konrad Adenauer. 1948 begann der Versuch einer überregionalen Ausgabe als "Allgemeine Kölnische Rundschau", der zu einem Millionenverlust führte und mit der Einstellung dieses Blattes 1950 scheiterte. 1952 wurde das 1900 begründete Traditionsblatt Bergische Landeszeitung (Bergisch Gladbach) übernommen, 1955 die Oberbergische Volkszeitung. Nach dem Tod des Zeitungsgründers Reinhold Heinen 1969 wurde dessen Adoptiv- und Schwiegersohn Dr. Heinrich Heinen ( 1921-2008) alleiniger Herausgeber der Rundschau.
Seit Oktober 1949 durfte der damalige Konkurrent DuMont Schauberg wieder den Kölner Stadt-Anzeiger publizieren. Die anfangs heftige publizistische und wirtschaftliche Auseinandersetzung beider Verlagshäuser wurde seit den 1980er Jahren durch eine zunehmende Kooperation abgelöst. 1982 übernahm DuMont eine Kapitalbeteiligung am Heinen-Verlag. Auch nach der Übernahme der Verlagsrechte durch DuMont 1999 ist die Redaktion unabhängig geblieben. Herausgeber ist seit dem 8. Mai 2000 Helmut Heinen, Enkel des Gründers und Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger.
Die Kölnische Rundschau besitzt elf Lokalredaktionen, die dazu beitragen, dass es acht unterschiedliche Versionen mit jeweils anderem Lokalteil gibt. Aus dem südlichen Bereich - Kreis Ahrweiler mit Lokalredaktion der Rhein-Ahr-Rundschau - hat sich die Zeitung zum 1. Mai 2005 gänzlich zurückgezogen. Im Oberbergischen Kreis war sie bereits vor dem (allerdings durch eine Kooperationsverpflichtung der Häuser verschleierten) Rückzug der dortigen Lokalredaktion des Kölner Stadt-Anzeigers Marktführerin.
Die Kölnische Rundschau und ihre Schwesterblätter sind in folgenden kreisfreien Städten bzw. Kreisen verbreitet: