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Johann Michael Vogl (* 10. August 1768 in Ennsdorf bei Steyr; † 19. November 1840 in Wien) war ein österreichischer Sänger und Freund Franz Schuberts.
Er sang zunächst als Sopranist an der Stadtpfarrkirche in Steyr, wo er Musikunterricht erhielt, ab 1781 besuchte er das Stiftsgymnasium in Kremsmünster. 1785 ging er zusammen mit Franz Xaver Süßmayr nach Wien, wo er zunächst Jura studierte. Daneben erhielt er weiter Gesangsunterricht durch den Kastraten Girolamo Crescentini. 1794 wurde mit Hilfe von Süßmayr Hofopernsänger am Theater am Kärntnertor.
Vogl, Bariton, avancierte bald zu einem der bedeutendsten Sänger und Darsteller des Operntheaters, unter anderem in Rollen als Orest in der Oper von Christoph Willibald Gluck Iphigenie auf Tauris (welche erstmals in deutscher Sprache 1781 in Wien aufgeführt wurde), Almaviva in Mozarts „Figaro“, oder als leidenschaftlicher Mexikaner in „Fernand Cortez“ von Gaspare Spontini. Als das Operntheater den Pächter wechselte, ging er 1821 in Pension. Durch Franz von Schober, einen Freund Franz Schuberts, lernte er diesen 1817 kennen und war von dessen Liedern fasziniert. Es entspann sich wohl eine Art Freundschaft, trotz der gut dreißig Jahre Altersunterschied die Vogl Schubert voraus hatte. Vogl trug maßgeblich zur Verbreitung der Lieder Schuberts bei. Der Linzer Musikverein ernannte Franz Schubert und Johann Michael Vogl zu Ehrenmitgliedern. Er heiratete erst spät, im Jahr 1826 Kunigunde Rosa und verstarb auf den Tag genau 12 Jahre nach Franz Schubert.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Vogl, Johann Michael |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Sänger und Freund Franz Schuberts |
| GEBURTSDATUM | 10. August 1768 |
| GEBURTSORT | Ennsdorf bei Steyr |
| STERBEDATUM | 19. November 1840 |
| STERBEORT | Wien |