Joachim Ernst, Fürst von Anhalt (* 20. Oktober 1536 in Dessau; † 6. Dezember 1586 in Dessau) aus dem Geschlecht der Askanier übernahm nach dem Tode seines Vaters Johann II. im Jahr 1551 die Regierung über Anhalt-Köthen und vereinigte ab 1570 bis zu seinem Tod das gesamte Fürstentum Anhalt unter seiner Regierung.
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Er erhielt unter der Aufsicht seines Vaters zunächst eine umfassende Ausbildung. Am 1. Februar 1549 findet man ihn in die Matrikel der Universität Wittenberg eingetragen. Er studierte bei Georg Helt. Joachim Ernst war ein typischer Renaissancefürst, vielseitig begabt und den Künsten und der Kultur aufgeschlossen. Er schickte seine Söhne mit ihren Erziehern auf jahrelange Bildungsreisen ins Ausland.
Dem Sohn seines Kanzlers, Tobias Hübner, verdanken wir die Beschreibung der am Dessauer Hof ausgetragenen Ritterspiele. Ab 1570 hatte er mit der Vereinigung der anhaltischen Lande seinen Regierungssitz in Dessau. 1572 schuf er die Landesverordnung Anhalts und gründete 1582 das Gymnasium Illustre in Zerbst. Er war ein überzeugter Anhänger der reformierten Religion und unterstützte die Hugenotten. Mangels der Primogenitur in Anhalt musste das Land nach seinem Tod 1586 unter seine 5 lebenden Söhne aufgeteilt werden (vgl. Askanier, Abschnitt "Anhalt-Dessau").
Erste Ehe 1560 mit Agnes (1540–1569), der Tochter des Wolfgang von Barby:
Zweite Ehe mit Eleonore von Württemberg:
| Vorgänger |
Fürst von Anhalt-Dessau 1561–1570 |
Nachfolger --- |
| Vorgänger |
Fürst von Anhalt-Köthen 1508–1562 |
Nachfolger --- |
| Vorgänger |
Fürst von Anhalt-Zerbst 1561–1570 |
Nachfolger --- |
| Vorgänger --- |
Fürst von Anhalt 1570–1586 |
Nachfolger |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Joachim Ernst, Fürst von Anhalt |
| KURZBESCHREIBUNG | Fürst von Anhalt |
| GEBURTSDATUM | 20. Oktober 1536 |
| GEBURTSORT | Dessau |
| STERBEDATUM | 6. Dezember 1586 |
| STERBEORT | Dessau |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."