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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Wittenberg | |
| Höhe: | 72 m ü. NN | |
| Fläche: | 313,15 km² | |
| Einwohner: | 14.626 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 47 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 06917 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WB | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 91 145 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Schloßstraße 11 06917 Jessen (Elster) |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Dietmar Brettschneider (CDU) | |
Jessen (Elster) ist eine Kleinstadt an der Schwarzen Elster und liegt im östlichen Teil von Sachsen-Anhalt im Landkreis Wittenberg.
Inhaltsverzeichnis |
Jessen ist die östlichste Gemeinde des Landes Sachsen-Anhalt. Das Gebiet der heutigen Gemeinde umfasst etwa die Hälfte der Fläche des 1993 aufgelösten Kreises Jessen. Damit ist sie auf die Fläche bezogen die dreizehntgrößte Kommune in Deutschland. Während es im Bereich der Schwarzen Elster und nördlich davon recht waldreich ist, wird das überwiegend ebene Gelände im Südwesten, das sich bis zur Elbe hinzieht, fast ausschließlich landwirtschaftlich genutzt. Die im Umkreis von Jessen liegenden Weinberge zählen zu den nördlichsten kommerziell bewirtschafteten Flächen in Deutschland und gehören zum Anbaugebiet Sachsen.
Die durchschnittlich Lufttemperatur in Jessen beträgt 9,2 °C, der jährliche Niederschlag 533 Millimeter.
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1992 wurden die Gemeinden Grabo, Gorsdorf-Hemsendorf, Lindwerder und Großkorga eingemeindet, 1993 die Gemeinden Schweinitz, Gerbisbach, Klossa, Schöneicho, Steinsdorf und Dixförda, 1994 die Gemeinden Battin, Düßnitz und Kleindröben-Mauken und schließlich 1999 die Gemeinden Arnsdorf, Leipa und Ruhlsdorf mit Rehain. Die Gemeinden Buschkuhnsdorf, Gentha, Holzdorf, Kleinkorga, Linda (Elster), Mellnitz, Mönchenhöfe, Morxdorf, Neuerstadt, Reicho, Rade, Seyda wurden im Jahr 2004 eingemeindet.
1217 erfolgte der erste urkundliche Nachweis als Jezzant. Die Gegend befand sich zu dieser Zeit im Besitz der Grafen von Brehna; als diese ausstarben, fiel das Gebiet an die Wittenberger Askanier. Der Gorn, ein Hauswein der Askanier, wurde bereits damals von Lichtenburger Antonitermönchen auf dem Gorrenberg angebaut. 1422 starben die Wittenberger Askanier aus, die Nachfolger sind die Wettiner.
1522 wurde die Reformation in Jessen eingeführt. Martin Luther hielt sich mehrfach in Jessen und Schweinitz auf und predigte 1533 in der Stadtkirche.
Sowohl im Schmalkaldischen Krieg als auch im Dreißigjährigen Krieg wurde Jessen stark beschädigt. In der Nacht vom 20. zum 21. September 1729 vernichtete ein Brand große Teile der Stadt. In den Befreiungskriegen war Jessen nahezu ständig von französischen, preußischen oder russischen Truppen besetzt. Im Oktober 1813 befand sich das Hauptquartier von Blücher, Yorck und Tauentzien im Jessener Schloss. Nach jahrhundertelanger Zugehörigkeit zu Sachsen wurde der Ort 1816 infolge des Wiener Kongresses preußisch.
1838 wurde das erste „Schulfest“ gefeiert, das immer am zweiten Sonntag im August stattfindet.
Von 1945 bis 1952 gehörte der Ort zum Land Sachsen-Anhalt und nach der Verwaltungsreform wurde Jessen Kreisstadt im DDR-Bezirk Cottbus. Seit 1990 gehört Jessen wieder zum neu gegründeten Land Sachsen-Anhalt. 1992 erfolgte die Eingemeindung der Stadtteile Grabo, Gorsdorf-Hemsendorf, Lindwerder, Großkorga, 1993 der Stadtteile Schweinitz, Gerbisbach, Klossa, Schöneicho, Steinsdorf, Dixförda. Mit der Kreisgebietsreform 1994 kam Jessen als kreisangehörige Stadt zum Landkreis Wittenberg unter Eingemeindung der Stadtteile Battin, Düßnitz und Kleindröben-Mauken. 1999 erfolgte die Eingemeindung der Stadtteile Arnsdorf, Leipa und Ruhlsdorf mit Rehain. Am 1. März 2004 wurden weitere 12 Stadtteile, darunter Seyda, Holzdorf und Linda (Elster), eingemeindet.
Wegen ihres herausragenden Engagements für Toleranz wurde die Sekundarschule Jessen 2009 mit dem Prädikat "Schule gegen Rassismus - mit Courage" ausgezeichnet.
Jessen unterhält eine Städtepartnerschaft mit Senden in Nordrhein-Westfalen.
Vor allem klein- und mittelständische Betriebe der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Metallverarbeitung und des Bauwesens sind in Jessen ansässig. Des Weiteren ist der Bundeswehrstandort Holzdorf-Ost (Luftwaffe) einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region. Wichtigster Zweig der Nahrungsmittelindustrie ist die Mineralwasserproduktion (Himmelsberger Mineralbrunnen, seit 2002 TROY Aqua u.a. firmiert als Tocasani-Quelle), die durch die Erweiterung der Produktionsanlagen seit 2002 eine deutliche Absatzsteigerung erfahren hat. Weitere Bereiche sind die Käseherstellung (Elsterland Molkerei), seit 2007 die Kaviarproduktion (Aqua Orbis), Weinanbau (seit dem 13. Jahrhundert), Anbau von Obst und Gemüse (Spargel, Äpfel, Erdbeeren, Kirschen) sowie die Konservenherstellung (Jütro Tiefkühlkost). Zudem ist die Brennerei Icking KG im Stadtteil Seyda zu nennen, in der Bioethanol produziert wird. Daneben gibt es in den äußeren ländlich geprägten Stadtteilen größere landwirtschaftliche Betriebe. Zu den metallverarbeitenden Betrieben zählen Stanztechnik Jessen, Profil Metallbau sowie Preuss Blech- und Metallverarbeitung. Die wichtigsten Baubetriebe sind zbo Bau GmbH sowie Thiele Bauträger GmbH.
Vom an der Elbe gelegenen Ortsteil Mauken führt eine Gierseilfähre nach Pretzsch.
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