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James Bryant Conant (* 26. März 1893 in Dorchester, Massachusetts, USA; † 11. Februar 1978 in Hanover, New Hampshire), war ein US-amerikanischer Chemiker, Wissenschaftspolitiker und Diplomat.
Inhaltsverzeichnis |
Nach seiner Schulausbildung in Boston studierte er Chemie an der Harvard-Universität und promovierte dort 1917. Anschließend lehrte er an dieser Universität Physikalische und Organische Chemie. Conant war der Mentor von Thomas S. Kuhn und überzeugte ihn, von Physik in die Wissenschaftsgeschichte zu wechseln.
Von 1933 bis 1953 war er Hochschulpräsident der Harvard-Universität. Hier führte er zahlreiche einschneidende Reformen ein, die auf eine leistungsorientierte Zulassung der Studenten abzielten. Diese Reformen wurden von zahlreichen US-Universitäten als vorbildlich angesehen und übernommen.
In den Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs und anschließend bis 1946 war er auch Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsforschungsrats (National Defense Research Committee, NDRC) und trieb hier politisch mit seinem Freund Vannevar Bush, dem Direktor des Büros für wissenschaftliche Forschung und Entwicklung (Office of Scientific Research and Development, OSRD) das Manhattan-Projekt zur Entwicklung der ersten Atombombe entscheidend voran. Nach dem Kriegsende war er als Berater für die National Science Foundation und die Atomenergiekommission tätig.
Von 1953 bis 1957 wirkte er als US-amerikanischer Hoher Kommissar in Deutschland bzw. als Botschafter der USA in der Bundesrepublik Deutschland.
Conant wurde 1941 als Foreign Member in die Royal Society aufgenommen.[1] 1944 erhielt er die Priestley-Medaille der American Chemical Society.
| Vorgänger |
Präsident der Harvard-Universität 1934–1953 |
Nachfolger |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Conant, James Bryant |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Chemiker, Wisenschaftspolitiker und Diplomat |
| GEBURTSDATUM | 26. März 1893 |
| GEBURTSORT | Dorchester, Massachusetts, USA |
| STERBEDATUM | 11. Februar 1978 |
| STERBEORT | Hanover |