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| Jambol (Ямбол) | |||
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| Basisdaten | |||
|---|---|---|---|
| Staat: | Bulgarien | ||
| Oblast: | Jambol | ||
| Einwohner: | 85.966 (1. Okt. 2006) | ||
| Fläche: | 91 km² | ||
| Bevölkerungsdichte | 944,7 Einwohner/km² | ||
| Koordinaten: | 42° 29′ N, 26° 30′ O42.483333333326.5114Koordinaten: 42° 29′ 0″ N, 26° 30′ 0″ O | ||
| Höhe: | 114 m | ||
| Postleitzahl: | 8600 | ||
| Telefonvorwahl: | (+359) 046 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | Y | ||
| Verwaltung | |||
| Bürgermeister: | Kiril Todorow | ||
| Webpräsenz: | yambol.dir.bg | ||
Jambol [ˈjamboɫ] (bulgarisch Ямбол) ist eine Stadt im Südosten Bulgariens. Sie ist administratives Zentrum des gleichnamigen Verwaltungsbezirkes (Oblast Jambol: 4.400 km², 4 % des Territoriums von Bulgarien).
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt inmitten der Oberthrakischen Tiefebene auf einer Anhöhe am Nordufer des Flusses Tundscha (bulg. Тунджа). Der Fluss umfließt die Altstadt auf drei Seiten.
Nachbarorte sind: Elchowo, Karnobat, Sliwen, Nowa Sagora, Stara Sagora, Dimitrowgrad, Kirklareli, Ajtos, Preslaw, Kotel, Weliko Tarnowo
Jambol liegt südlich der Autobahn Sofia–Burgas, 93 Kilometer vom Schwarzen Meer entfernt.
Der alte griechische Name der Stadt ist Dianopolis (Дианополис). Das fruchtbare Tundschatal war schon seit Jahrtausenden besiedelt. Davon zeugen über 30 entdeckte Tell-Siedlungen im Stadtgebiet und der Umgebung von Jambol. Archäologische Grabungen fanden unter anderem auf den Siedlungshügeln von Weselinowo (с. Веселиново), Ratschewa- (Рачева-) und Martschewa-Mogila (Марчева-могила) statt. Die Besiedlung reicht von der Jungsteinzeit über die Kupferzeit bis zur Bronzezeit.
Unweit von Jambol lag die thrakische Königsstadt Kabile, die im 4. Jahrhundert v. Chr. durch Philipp von Makedonien und 72 v. Chr. durch den römischen Feldherr Lucius Licinius Lucullus erobert wurde. Kabile wurde im Jahre 583 von den Awaren zerstört.
Die Geschichte des heutigen Jambol beginnt mit dem Jahr 293 n. Chr., als Kaiser Diokletian eine Reise unternahm, die ihn von Hadrianopel (Edirne) über Stara Sagora und Plowdiw bis nach Serdica (Sofia) führte. Dabei kam er auch in die Gegend des heutigen Jambol, wo er zu Ehren des Zeus eine Stadt gründete: Diospolys (Stadt des Zeus).
In seiner langen Geschichte trug Jambol die verschiedensten Namen: Diospolys (Диосполис), Dampolys (Дамполис), Djampolis (Дямполис), Hiampolis (Хиамполис), Dinibuli (Динибули), Dabilin (Дъбилин), Dubilin (Дубилин), Diamboli (Диамболи), Jambolu (Ямболу), Jamboli (Ямболи). Aus westlichen historischen Quellen ist der Name Grenboel (Гренбоел) überliefert.
Trotz großen Widerstandes wurde die Stadt 1373 nach einer langen Belagerung von den Osmanen eingenommen.
Teile der mittelalterlichen Festung und der Türme sind bis heute erhalten geblieben. Aus der Zeit der türkischen Fremdherrschaft in Bulgarien sind im Stadtzentrum zwei bedeutende architektonische Denkmäler aus dem 16. Jahrhundert erhalten geblieben: ein überdachter Markt (Besisten - Безистен), der aufgrund seines guten Erhaltungszustandes einmalig in Bulgarien ist, sowie die osmanische Eski-Moschee (Ески джамия).
Gut erhalten sind auch die alten Kirchen Sweti Georgi (Свети Георги – Hl. Georgi) und Sweta Troiza (Света Троица – Hl. Dreifaltigkeit). In ihnen wurden während der 500-jährigen türkischen Fremdherrschaft bulgarische Traditionen aufrechterhalten.
Im Januar 1878 wurde Jambol während des Russisch-türkischen Krieges von den Türken befreit. Aus diesem Anlass wurde bei Jambol auf dem Berggipfel Bakadschik (Бакаджик) der Heiliger-Alexander-Newski-Schrein (Свети Александър Невски) errichtet.
Während des Ersten Weltkrieges befand sich in Jambol der südlichste militärische Luftschiffhafen der deutschen Streitkräfte.
10 km westlich von Jambol liegt die amerikanische Militärbasis von Besmer, nach einigen Experten eine der sechs wichtigsten US-Stützpunkte außerhalb der USA.
Das Historische Museum von Jambol zeigt archäologische Funde aus der Umgebung und eine volkskundliche Sammlung.