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Jakob Grimminger

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Jakob Grimminger (* 25. April 1892 in Augsburg; † 28. Januar 1969 in München) war ein frühes Mitglied der SS. Grimminger ist vor allem dadurch bekannt geworden, dass er in Leni Riefenstahls Film Triumph des Willens, aber auch schon 1933 im Film des fünften Reichsparteitages Der Sieg des Glaubens, die Blutfahne trug. Seit „Überstellung der Blutfahne“ durch die SA an die Münchner SS (1926) war Grimminger bei offiziellen Anlässen der Träger; Hitler und er „vollzogen“ auf den Reichsparteitagen die „Blutweihe“ neuer Standarten der SA, SS, NSKK usw. Seit 1929 gehörte Grimminger dem 1. Sturm („Traditionssturm“) der „SS-Standarte 1“ (München) an, die 1937 den Ehrennamen „Julius Schreck“ erhielt.

[Bearbeiten] Leben

Mit 16 Jahren meldete sich Grimminger freiwillig zur Armee und diente von 1914 bis 1917 als Mechaniker bei den Fliegertruppen. Im Jahr 1917 wechselte er zur Infanterie und kämpfte in Palästina. Nach Kriegsende kehrte er nach Deutschland zurück und wurde am 3. April 1919 aus dem Armeedienst entlassen.

Bereits 1922 schloss sich Grimminger der NSDAP (Mitgliedsnummer: 759) an und wurde auch Mitglied der SA. Er wurde für den „Stoßtrupp Adolf Hitler“ ausgewählt, einer nur 12 Mann starken Einheit, die zum persönlichen Schutz von Hitler gegründet worden war. Als die SS 1925 als Hitlers „Prätorianergarde“ gegründet wurde, gehörte Grimminger zu den ersten acht Mitgliedern der Münchener SS-Standarte 1, die von Sepp Dietrich gegründet wurde, und gehörte zu den 280 SS-Männern, die Heinrich Himmler 1929 übernahm: Grimminger erhielt dort die Mitgliedsnummer 135 zugeteilt.

Die elitäre Stellung der SS wurde dadurch unterstrichen, dass Hitler ihr 1926 auf dem Reichsparteitag die Blutfahne übertrug, deren offizieller Träger nun Jakob Grimminger wurde. Dafür musste sich die SS nun der obersten SA-Führung unterstellen.

Er blieb bis Kriegsende Mitglied der SS und war laut den verschiedenen SS-Dienstalterslisten überwiegend beim Stab des Oberabschnitts „Süd“ eingesetzt. Er erreichte schließlich 1943 den Dienstgrad eines Standartenführers (Oberst). Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er wegen seiner Mitgliedschaft bei der SS vor ein alliiertes Gericht gestellt. Obwohl er nicht zu Gefängnis verurteilt wurde, beschlagnahmten die Alliierten 1947 sein gesamtes Vermögen.

Ab 1948 lebte Grimminger in München, wo er in den fünfziger Jahre politisch aktiv und für eine Amtszeit Stadtrat wurde. Aufgrund seiner Vergangenheit blieben seine Ambitionen erfolglos, in den sechziger Jahren zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück und starb verarmt am 28. Januar 1969.

[Bearbeiten] Weblinks

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