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Jakob Arjouni

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Jakob Arjouni

Jakob Arjouni (mit bürgerlichem Namen Jakob Bothe, geb. Michelsen, * 8. Oktober 1964 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Schriftsteller.

Arjouni veröffentlichte nach abgebrochenem Studium mit 22 Jahren seinen ersten Roman Happy Birthday, Türke!. Später folgte sein erstes Theaterstück Die Garagen. Bekannt geworden ist er als Autor der Kayankaya-Kriminalromane, welche mittlerweile in über zehn weiteren Sprachen erschienen. 1987 erhielt er den Baden-Württembergischen Autorenpreis für das deutschsprachige Jugendtheater für sein Theaterstück Nazim schiebt ab und 1992 den Deutschen Krimi-Preis für Ein Mann ein Mord.

Jakob Arjouni wohnte während seines Studiums mehrere Jahre in Berlin und lebt heute in Ginestas im Languedoc (Frankreich).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Arjouni über Arjouni

»1964 in Frankfurt am Main geboren, aufgewachsen in Frankfurt und Oberroden. Mit zehn auf ein Internat im Odenwald. Mit zwölf zum ersten Mal ›Rote Ernte‹ von Hammett gelesen – nicht alles verstanden, aber begeistert. Von vierzehn bis achtzehn regelmäßige Fahrten ins Frankfurter Bahnhofsviertel zum Pool-Billard. Sergio-Leone-Filme gesehen. Nach dem Abitur nach Montpellier, Südfrankreich. Abgebrochenes Studium. Zweieinhalb Jahre Arbeit als Kellner, Badeanzug- und Erdnussverkäufer. Ersten Roman geschrieben, ›Happy Birthday, Türke!‹, und erstes Theaterstück, ›Die Garagen‹. Mit zweiundzwanzig nach Berlin auf eine Schauspielschule. Schnell abgebrochen. Studium an der Freien Universität. Noch schneller. Hugo, Faulkner und Irmgard Keun gelesen. Roman ›Mehr Bier‹ geschrieben, Theaterstück ›Nazim schiebt ab‹, Roman ›Ein Mann, ein Mord‹. Beruf gefunden. Umzug nach Paris. Theaterstück, ›Edelmanns Tochter‹. Zurück nach Berlin. Roman, ›Magic Hoffmann‹.«[1]

[Bearbeiten] Themen seiner Werke

Arjounis Werke haben meist zeitgenössische Probleme zu Thema und spielen in Umgebungen, die ihm bekannt sind. Der Protagonist seiner Krimis, der Detektiv Kemal Kayankaya, lebt in Arjounis Heimatstadt Frankfurt am Main. Kayankaya, obwohl als Adoptivkind in einer deutschen Familie aufgewachsen, wird aufgrund seines türkischen Aussehens oft mit Rassismus konfrontiert, den er mit viel Wortwitz und Sarkasmus bloßstellt. Kismet, ebenfalls ein Kayankaya-Krimi, hat den jugoslawischen Bürgerkrieg zum Thema. In Magic Hoffmann, Hausaufgaben und Edelsmanns Tochter wird steigender Nationalismus, Geschichtsverdrängung und Antisemitismus im wiedervereinigten Deutschland thematisiert.

Sein neuestes Buch, Chez Max, spielt im Paris des Jahres 2064. Er entwickelt in diesem Roman die Vision einer Gesellschaft, in der in Folge der Terroranschläge am 11. September 2001 jeder vorsorglich überwacht wird, damit Sicherheit garantiert sei. Damit erinnert das Szenario von Chez Max an das von George Orwell in 1984.

[Bearbeiten] Trivia

Da er der Sohn des bekannten Dramatikers Hans Günter Michelsen ist, erfolgte die Veröffentlichung von Happy Birthday, Türke! unter dem Nachnamen seiner damaligen Ehefrau. Lange Zeit hielt sich das Gerücht, dass Arjouni wie sein Held Kayankaya „1964 als Sohn türkischer Gastarbeiter in Frankfurt geboren“[2] sei.

[Bearbeiten] Werke

[Bearbeiten] Kayankaya-Krimis

[Bearbeiten] Theaterstücke

[Bearbeiten] Romane

[Bearbeiten] Kurzgeschichten

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Selbstbeschreibung bei Diogenes
  2. So steht es beispielsweise im CD-Booklet zum Hörspiel Happy Birthday, Türke! vom Hörverlag
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