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Das Jahrzehnt, auch Dekade (grch. δεκάς (dekás) mit dem Wortstamm δεκάδ- (dekád-) «Zehnzahl», «Schar von zehn» [1]) oder Dezennium (lat. decem «zehn», annus «Jahr» [2]) ist ein Zeitraum von 10 Jahren.
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Die eigentliche Dekade wird vom jeweils ersten Jahr an gezählt („Eins bis Zehn"). In dieser strikten, mit Ordinalzahlen versehenen Bedeutung, wird das Jahrzehnt zur geschichtlichen Zeiteinteilung verwendet („historisches Jahrzehnt“), zum Beispiel «das zweite Jahrzehnt des zwanzigsten Jahrhunderts». Dieses begann natürlich erst am 1. Januar 1911 und endete am 31. Dezember 1920. (Siehe auch: das Jahr Null).
In der Politik wird der Begriff „Dekade“ oder „Jahrzehnt“ im Sinne der eigentlichen Dekade auch benutzt, um sich eine Zeitspanne zur Erreichung von Zielen vorzugeben. Beispiele aus der Arbeit der UNO:
Als „usuelle Dekade“ oder „gebräuchliche Dekade“ wird hier ein Zeitraum von zehn Jahren nach dem Muster „Null bis Neun“ (also zum Beispiel 1930-1939) bezeichnet.
Beispiele für „usuelle Dekaden“ sind etwa die «20er Jahre des 20. Jahrhunderts» Diese sind aber nicht identisch mit dem «dritten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts», da die erstere, das Jahr 1920 ein- und das Jahr 1930 ausschließt, der letztere Begriff, das Jahr 1920 aus- und hingegen das Jahr 1930 mit einschließt. Dadurch beschreibt die usuelle Dekade die letzten 10% eines Jahrzehnts und ersten 90% des darauffolgenden, und ist deshalb für die Beschreibung von Jahrzehnten, wissenschaftlich betrachtet, absolut nicht geeignet. Gewöhnlich werden die „usuellen Dekaden“ auch erst ab den zwanziger Jahren aufwärts verwendet, von „zehner“ Jahren zu sprechen ist eher ungewöhnlich, „Nuller“ Jahre klingt gänzlich künstlich und sie beinhalten am Nullpunkt auch nicht zehn Jahre sondern nur neun. Die Geschichtswissenschaft verwendet deshalb die eigentliche Dekade.
Aus der großen Verbreitung der „usuellen Dekade“ in der Bevölkerung resultiert der bekannte Umstand, dass die Neujahrsfeier 1999–2000 in der Allgemeinheit als «Millenniumsfeier», also als Jahrtausendwechsel empfunden wurde, obwohl er noch innerhalb des letzten Jahrzehnts des 2. Jahrtausends lag, und streng wissenschaftlich erst am 31.12. des 2000. Jahres stattfand.
In der Epidemiologie und Medizin wird bei Altersangaben für das wahrscheinlichste Auftreten von Krankheiten häufig Dekade bzw. Dezennium verwendet. Dies geschieht meist dann, wenn die epidemiologische Datenlage nicht so genau ist, dass sie eine präzise Einordnung in bestimmte Lebensjahre zulassen würden. Allgemein ist daher die Altersangabe in Dekaden nie genau gemeint, sondern stellt eine Annäherung an ein statistisches Mittel dar.
Diese Lebensjahrzehnte werden als absolute Zeitintervalle von genau 10 Jahren Dauer angegeben, begrenzt werden sie jeweils von „10er- Geburtstagen“ („zwischen Null und Null“). Das erste Dezennium (Lebensjahrzehnt) beginnt mit der Geburt („Null“), und endet genau mit dem 10. Geburtstag („Null“). Typische Beispiele wären:
In gleicher Weise ist es theoretisch möglich, jedwede Altersangabe in Jahrzehnten auszudrücken.