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Vorbemerkung: Die im Artikel verwendete Nomenklatur orientiert sich an den Übersetzungen der in der Frühzeit in China verwendeten Bezeichnungen. Bahnbrechend war hier die Übersetzung des deutschen Theologen Richard Wilhelm kurz nach der letzten Jahrhundertwende. |
Die chinesische Astrologie (chin. 占星術 zhānxīngshù = Kunst des Sternenwahrsagens) kennt keine Berechnung der Positionen von Sonne, Mond und Planeten zum Zeitpunkt der Geburt. Sie ist deshalb keine Astrologie im europäischen Sinne. Sie hat zur Rechen-Grundlage einen Kalender, dem eine Deutungsgrundlage unterlegt worden ist. Dazu gehören die chinesische Philosophie (Lehre von der Harmonie von Himmel, Mensch und Erde, zu verstehen als ein Wechselspiel der Kräfte, die einem harmonischen Gleichgewicht zustreben) und verschiedene „Einzeldisziplinen", die einander bedingen bzw. durchdringen: die Fünf-Elemente-Lehre, Yin und Yang, Astronomie: fünf Planeten, die 10 Himmelsstämme (Himmelszeichen), die 12 Erdzweige (irdische Zweige, Tierzeichen), der lunisolare Kalender (Mondkalender und Sonnenkalender), die Zeitrechnung nach Jahr, Monat, Tag und Doppelstunde.
Die überlieferte Legende nennt als Erfinder der chinesischen Astrologie (Kalenderdeutung) den Gelben Kaiser „Huangdi" (2698 bis 2599 v. Chr.). Historisch konnte die Legende bis heute weder von Archäologen noch von Astronomie-Historikern belegt werden. Es fehlen maßgebliche Anhaltspunkte. Eine bestimmte, datierbare Himmelskonstellation kann es schon deswegen nicht geben, weil sie von Anfang an nicht zur Voraussetzung der Kalenderdeutung gehörte. Andere Belege, wie die babylonischen Tontafeln, wurden bisher in China nicht gefunden. Ein Grund warum die „chinesische Astrologie" bis in die Gegenwart überliefert ist, ist wohl auch der chinesische Kalender. Im Laufe der Jahrtausende ist er, wie die Schriftzeichen, ein untrennbarer Bestandteil der chinesischen Kultur geworden und noch heute, wie vor Jahrtausenden, Bestandteil des chinesischen Alltags.
Mit „Kunst des Sternenwahrsagens" ist etwas anderes gemeint als Astrologie im westlichen Sinn. Die bisher gefundene Sammlung „Drachenknochen", angelegt während der Shang-Dynastie (16. bis 11. Jahrhundert v. Chr.), enthält Orakelknochen aus der Zeit um 1300 v. Chr. Auf einem steht z. B. folgender Text: „Am siebten Tag des Monats wurde ein Stern gesehen, in Begleitung des Feuersterns (Antares)." [1] Wenn eine der Konstellationen am Himmel wieder sichtbar war, erfuhr der Kaiser, der als Sohn des Himmels galt, von dieser Neuigkeit von seinem Großsekretär. Entsprechend der Jahreszeit und dem Thema gab der Kaiser seinen Ministern, Fürsten und Beamten Anweisungen. Der Großsekretär hatte die Aufgabe, Gesetze und Verordnungen zu hüten sowie den Durchgang von Sonne und Mond, Planeten und Sternen zu beobachten, damit keine Irrtümer passieren und die Aufzeichnungen in Übereinstimmung mit früheren Zeiten geführt werden. Sonne, Mond, Planeten, Sterne, Kometen und Meteore sowie Sonnenfinsternisse enthüllen den Willen des Himmels. [2] Der Hintergrund für diese Maßnahmen lag in der Rolle des Kaisers. Er galt als Sohn des Himmels. Durch ihn können Himmel, Erde und Mensch in Verbindung treten. [3]
In der chinesischen Philosophie geht es um die Harmonie von Himmel, Erde und Mensch, die drei Komponenten des Alls machen die Ordnung (Dao/Tao) der Welt aus. Sie soll sich in der menschlichen Gesellschaft wiederfinden. Deshalb verheißt der Einklang mit dem Kosmos ein glückliches Leben. Die Kenntnis des Weltverlaufs soll helfen, gegenwärtige und künftige Tendenzen wahrzunehmen.
Die fünf Elemente, Holz, Feuer, Metall, Wasser und Erde werden als Kraft verstanden im Sinn einer Entwicklung, die in fünf Phasen verläuft. Sie finden ihre Entsprechung in den verschiedenen Zuständen des Wandels von Himmel, Erde und Mensch. Es bedeuten
Yin und Yang sind zwei Begriffe aus der chinesischen Philosophie (Daoismus). Sie beschreiben sich ergänzende gegensätzliche Prinzipien. Der Übergang von einem zum anderen erfolgt fließend. Yin wird dem weiblichen, passiven, empfangenden, hingebenden und verhüllenden, unschöpferischen, verneinenden Prinzip zugeordnet. Dazu gehören auch Mond und Schatten, Erde und Nacht sowie die geraden Zahlen. Yang wird dem männlichen, tatkräftigen, aktiven, dynamischen, zeugenden und produktiven, schöpferischen, bejahenden Prinzip zugeordnet. Dazu gehören auch Sonne und Licht, Himmel und Tag sowie ungerade Zahlen. [6]
Zitat: „Hebe den Kopf und betrachte die Weite des Himmels, blicke um dich und staune über die Manifestationen der Erde! Im Himmel sind die fünf Planeten, in der Erde sind die fünf Elemente. Im Himmel sind die Himmelshäuser, auf der Erde Reiche und Provinzen. Die Drei Lichter (Sonne, Mond und Planeten) sind der Ursprung von Yin und Yang: ihnen wohnen die Urkräfte auf Erden inne." [7]
Wie überall auf der Erde so auch in China fielen den Beobachtern des Nachthimmels neben den Bewegungen von Sonne und Mond auch die der Planeten auf. Ihre Bewegungen erschienen ihnen bedeutungsvoll. Entsprechend ihrer Vorstellung von der Weltentwicklung war zuerst das Wasser da, dann entstand Feuer, dann Holz, dann Metall und endlich die Erde. Dieser Reihenfolge entsprechend ordneten sie zu [8]:
Um die Positionen von Sonne, Mond und Planeten am Himmel genauer benennen zu können, entwickelten die Hof-Astronomen eine Himmelskarte. Fixsterne wurden in vier Gruppen gefasst, die Abschnitte entsprachen der Dauer einer Jahreszeit, die einer Himmelsrichtung zugeordnet wurde:
Die Eintragungen der Bewegungen von Sonne, Mond und Planeten in die ersten Himmelskarten ermöglichten, sich einen Überblick zu verschaffen und Vorausberechnungen anzustellen. Historisch gesichert sind die ab etwa 700 v. Chr. gemachten Beobachtungen von Kometen und Meteoren, Sonnenfinsternissen und Sonnenflecken. Sie haben auch heute noch großen wissenschaftlichen Wert. Als historisch nicht gesichert gelten davor liegende Beobachtungen, wie z.B. die Sonnenfinsternis vom 3. Oktober 2137 v. Chr. [9] (→ Hauptartikel Geschichte der Astronomie)
Die Beobachtung der Wechsel der Jahreszeiten in Verbindung mit den vier Himmelsrichtungen und der Zuordnung nach Yin und Yang sowie nach den fünf Elementen, führte zu einer besonderen Einteilung nach Himmelsstämmen.
Die zehn Himmelsstämme (-zeichen) ergeben sich aus den vier Himmelsrichtungen und einer gedachten fünften, die der „Mitte" (Erde) zugeordnet ist, astronomisch dem Polarstern (Großer Bär und Kleiner Bär). Dem fünften Himmelszeichen wird das letztes Fünftel einer Jahreszeit zugewiesen. Alle fünf Himmelszeichen werden unterschieden nach Yin und Yang, wodurch sich zehn Himmelszeichen ergeben. Ihre Verteilung nach Yin und Yang, den fünf Elementen, den fünf Planeten und den fünf Tiernamen ergibt folgende Zusammenstellung:
1. Osten: Frühling
2. Süden: Sommer
3. Westen: Herbst
4. Norden: Winter
5. Mitte: Letztes Fünftel aller Jahreszeiten
Die Tiere, die den Himmelsrichtungen zugeordnet sind, symbolisieren Lebensenergien. Die traditionellen Schriftzeichen für die Tiere bedeuten in diesem Zusammenhang nicht, dass damit das lebendige Tier, z. B. die Ratte oder Maus gemeint ist. Ein Zeichen für sich allein gestellt kann etwas anderes bedeuten, als wenn es zusammen mit einem zweiten oder dritten dargestellt wird. Gerade die chinesische Schrift bedient sich der Vereinfachung, die nur im Zusammenhang verständlich wird. [10] Auch die deutsche Sprache kennt Homonyme, also einzelne Wort, die für mehr als einen Begriff stehen (z. B. Himmel). Erst im Zusammenhang wird in einem solchen Falle deutlich, was gemeint ist. Ganz anders verhält es sich z. B. mit den englischen Wörtern "sky" (meteorologischer Himmel) und "heaven" (religiöser Himmel). Jedes Wort enthält bereits die Zuweisung zu einem bestimmten Bereich. So wird es gewählt und kann deshalb allein stehen.
Die Teilung nach Jahreszeiten war zu grob. Die genaue Beobachtung der Mondbewegung führte dazu, die Fixsterne in weitere Gruppen einzuteilen, entsprechend der Verweildauer des Mondes von Neumond zu Neumond oder von Vollmond zu Vollmond. So entstanden 12 gleichgroße Gruppen, die einem Monat entsprachen. Anfangs hatten die Monate keine Namen. Sie wurden durchnummeriert, wie z.B. der erste, der zweite, der dritte Monat usw. Doch schon bald nannte man die 12 abstrakten Abschnitte „irdische Zweige" (wegen ihres Bezugs zur Landwirtschaft) und gab ihnen volkstümliche Namen von irdischen Tieren: Drache (Chen), Hase/Katze (Mao), Tiger (Yin), Schaf/Ziege (Wi), Pferd (Wu), Schlange (Si), Hund (Xu), Huhn/Hahn (You), Affe (Shen), Büffel/Rind (Chou), Ratte/Maus (Zi), Schwein (Hai). Da die Schriftzeichen für manche Tiernamen gleich sind, ist die Nomenklatur regional nicht einheitlich. In manchen Teilen Chinas aber auch in den Nachbarländern, haben die Tierzeichen eine andere Bedeutung; aus dem Hasen wird die Katze, aus dem Schaf eine Ziege, aus dem Hahn ein Huhn, aus dem Büffel ein Rind, aus der Ratte eine Maus, und aus dem Schwein ein Wildschwein.
Die Abschnitte wurden entsprechend den Himmelsrichtungen gruppiert. Das ergibt folgende Zuordnung:
Die Zeit von Neumond zu Neumond (oder Vollmond zu Vollmond) entspricht einem Monat = 1 lunarer Zyklus, abwechselnd von 29 oder 30 Tagen (weil die genaue Zeit 29,53 Tage beträgt, man einen halben Tag nicht zuordnen kann). Das geschieht innerhalb eines Jahres 12 Mal. Daraus abgeleitet gibt das 12 Monate in einem Jahr. Es hat dann durchschnittlich nur 354 Tage, ist also ein kurzes Jahr. Gegenüber den Jahreszeiten des Sonnenjahres (Jahr = 1 solarer Zyklus, 365 Tage) ergeben sich Verschiebungen. Weil mit dem Mondkalender die Jahreszeiten schon nach dem zweiten und dritten Jahr nicht bestimmt werden können, wird, sobald die Differenz von fast einem Monat erreicht ist, ein 13. Monat eingeschoben. Das ist dann ein Mondschaltjahr. Die Einschübe erfolgen im 3., 6., 8., 11., 14., 16. und 19. Jahr. Nach 19 Jahren ist ein Zeitkreislauf (Zyklus) abgeschlossen. Neujahr ist immer der 2. Neumond nach der Winter-Sonnenwende, vor der Frühlingstagundnachtgleiche. Dieser Zeitpunkt fällt zwischen Januar und Februar. Nachdem innerhalb von 19 Jahren sieben Mal ein Schaltmonat eingefügt worden ist, stimmen die Jahreszeiten (Sonnenkalender) mit dem Mondkalender wieder überein. [13] [14] [15] [16]
Durch Kombinationen der zehn himmlischen Stämmen mit den zwölf irdischen Zweigen (Zeichen) ergibt sich die Zahl 60. Jedes himmlische Yang (5) mit jedem irdischen Yang (6) ergibt 30 und jedes himmlische Yin (5) mit jedem irdischen Yin (6) ergibt 30, zusammen 60 Kombinationen = 60 Doppelzeichen. [17] [18] [19] Die Zahl 60 wurde zur Grundeinheit des chinesischen Kalenders. Die Zusammenführung der Himmelsrichtungen und Jahreszeiten, der zehn Himmelsstämme mit den zwölf Erdzweigen sowie den fünf Elementen, unterschieden nach Yin und Yang ergibt folgenden Überblick:
Zwischen Januar und Februar beginnt das chinesische Jahr (chinesische Neujahr, zweiter Neumond nach der Wintersonnenwende, also zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar).
Die zwölf im Jahresrhythmus wechselnden Tierzeichen (12 irdische Zweige) des chinesischen Kalenders und die ihnen zugeordneten Charaktereigenschaften sind:
Jedes Jahr wechselt die Bezeichnung des Jahres zyklisch nach dieser Namensliste. Seit dem 7. Februar 2008 befinden wir uns im Jahr der Ratte. Am 26. Januar 2009 beginnt das Jahr des Büffels, es endet am 13. Februar 2010.
Der Legende nach lud Budda (andere nennen Yu Di, der mythologische Jade-Kaiser) „... einst alle Tiere zu einem Fest ein. Es kamen nur zwölf Tiere. Das erste Tier war die Ratte (Maus), ihr folgten der Büffel (das Rind), der Tiger, die Katze (Hase), der Drache, die Schlange, das Pferd, die Ziege (das Schaf), der Affe, der Hahn (das Huhn), der Hund und schließlich das Schwein. Jedes Tier bekam ein Jahr geschenkt und er benannte es nach ihm. So erhielt die Ratte das erste, der Büffel (das Rind) das zweite, der Tiger das dritte Jahr usw. und das Schwein schließlich das zwölfte; ganz in der Reihenfolge, in der sie gekommen waren. Alle erklärten sich damit einverstanden. So ist seitdem jedes Jahr von den Merkmalen eines der zwölf Tiere gekennzeichnet...." [20]
12 Jahre und 60 Jahre
Jeder Zeitkreis beginnt mit einem „Jahr der Ratte", das in zwölfjähriger Folge wiederkehrt (1960, 1972, 1984, 1996, 2008, 2020 usw.). Da den Tierzeichen zusätzlich für jedes Jahr ein Element aus der 5-Elemente-Lehre (Wasser, Feuer, Holz, Metall oder Erde) zugeordnet wird, gibt es nicht nur das „Jahr der Ratte", sondern das Jahr der „Wasser-Ratte" und das Jahr des „Feuer-Tigers" usw. Ein solcher Zeitkreis dauert 60 Jahre. Dann fängt er von vorn an. Die 60-jährige Periode begann, der Legende nach, 2637 v. Chr. [21] Die Zeichen, Elemente, Yin und Yang sowie Planeten werden auch zur Bezeichnung der Jahre, Monate, Tage und Stunden gebraucht.
| Anfang | Ende | Anfang | Ende | Element | Zeichen |
|---|---|---|---|---|---|
| 31. Januar 1900 | 18. Februar 1901 | 28. Januar 1960 | 14. Februar 1961 | 金 Metall | 鼠 Ratte |
| 19. Februar 1901 | 7. Februar 1902 | 15. Februar 1961 | 4. Februar 1962 | 金 Metall | 牛 Büffel |
| 8. Februar 1902 | 28. Januar 1903 | 5. Februar 1962 | 24. Januar 1963 | 水 Wasser | 虎 Tiger |
| 29. Januar 1903 | 15. Februar 1904 | 25. Januar 1963 | 12. Februar 1964 | 水 Wasser | 兔 Hase |
| 16. Februar 1904 | 3. Februar 1905 | 13. Februar 1964 | 1. Februar 1965 | 木 Holz | 龍 Drache |
| 4. Februar 1905 | 24. Januar 1906 | 2. Februar 1965 | 20. Januar 1966 | 木 Holz | 蛇 Schlange |
| 25. Januar 1906 | 12. Februar 1907 | 21. Januar 1966 | 8. Februar 1967 | 火 Feuer | 馬 Pferd |
| 13. Februar 1907 | 1. Februar 1908 | 9. Februar 1967 | 29. Januar 1968 | 火 Feuer | 羊 Schaf |
| 2. Februar 1908 | 21. Januar 1909 | 30. Januar 1968 | 16. Februar 1969 | 土 Erde | 猴 Affe |
| 22. Januar 1909 | 9. Februar 1910 | 17. Februar 1969 | 5. Februar 1970 | 土 Erde | 雞 Hahn |
| 10. Februar 1910 | 29. Januar 1911 | 6. Februar 1970 | 26. Januar 1971 | 金 Metall | 狗 Hund |
| 30. Januar 1911 | 17. Februar 1912 | 27. Januar 1971 | 14. Februar 1972 | 金 Metall | 豬 Schwein |
| 18. Februar 1912 | 5. Februar 1913 | 15. Februar 1972 | 2. Februar 1973 | 水 Wasser | 鼠 Ratte |
| 6. Februar 1913 | 25. Januar 1914 | 3. Februar 1973 | 22. Januar 1974 | 水 Wasser | 牛 Büffel |
| 26. Januar 1914 | 13. Februar 1915 | 23. Januar 1974 | 10. Februar 1975 | 木 Holz | 虎 Tiger |
| 14. Februar 1915 | 2. Februar 1916 | 11. Februar 1975 | 30. Januar 1976 | 木 Holz | 兔 Hase |
| 3. Februar 1916 | 22. Januar 1917 | 31. Januar 1976 | 17. Februar 1977 | 火 Feuer | 龍 Drache |
| 23. Januar 1917 | 10. Februar 1918 | 18. Februar 1977 | 6. Februar 1978 | 火 Feuer | 蛇 Schlange |
| 11. Februar 1918 | 31. Januar 1919 | 7. Februar 1978 | 27. Januar 1979 | 土 Erde | 馬 Pferd |
| 1. Februar 1919 | 19. Februar 1920 | 28. Januar 1979 | 15. Februar 1980 | 土 Erde | 羊 Schaf |
| 20. Februar 1920 | 7. Februar 1921 | 16. Februar 1980 | 4. Februar 1981 | 金 Metall | 猴 Affe |
| 8. Februar 1921 | 27. Januar 1922 | 5. Februar 1981 | 24. Januar 1982 | 金 Metall | 雞 Hahn |
| 28. Januar 1922 | 15. Februar 1923 | 25. Januar 1982 | 12. Februar 1983 | 水 Wasser | 狗 Hund |
| 16. Februar 1923 | 4. Februar 1924 | 13. Februar 1983 | 1. Februar 1984 | 水 Wasser | 豬 Schwein |
| 5. Februar 1924 | 24. Januar 1925 | 2. Februar 1984 | 19. Februar 1985 | 木 Holz | 鼠 Ratte |
| 25. Januar 1925 | 12. Februar 1926 | 20. Februar 1985 | 8. Februar 1986 | 木 Holz | 牛 Büffel |
| 13. Februar 1926 | 1. Februar 1927 | 9. Februar 1986 | 28. Januar 1987 | 火 Feuer | 虎 Tiger |
| 2. Februar 1927 | 22. Januar 1928 | 29. Januar 1987 | 16. Februar 1988 | 火 Feuer | 兔 Hase |
| 23. Januar 1928 | 9. Februar 1929 | 17. Februar 1988 | 5. Februar 1989 | 土 Erde | 龍 Drache |
| 10. Februar 1929 | 29. Januar 1930 | 6. Februar 1989 | 26. Januar 1990 | 土 Erde | 蛇 Schlange |
| 30. Januar 1930 | 16. Februar 1931 | 27. Januar 1990 | 14. Februar 1991 | 金 Metall | 馬 Pferd |
| 17. Februar 1931 | 5. Februar 1932 | 15. Februar 1991 | 3. Februar 1992 | 金 Metall | 羊 Schaf |
| 6. Februar 1932 | 25. Januar 1933 | 4. Februar 1992 | 22. Januar 1993 | 水 Wasser | 猴 Affe |
| 26. Januar 1933 | 13. Februar 1934 | 23. Januar 1993 | 9. Februar 1994 | 水 Wasser | 雞 Hahn |
| 14. Februar 1934 | 3. Februar 1935 | 10. Februar 1994 | 30. Januar 1995 | 木 Holz | 狗 Hund |
| 4. Februar 1935 | 23. Januar 1936 | 31. Januar 1995 | 18. Februar 1996 | 木 Holz | 豬 Schwein |
| 24. Januar 1936 | 10. Februar 1937 | 19. Februar 1996 | 6. Februar 1997 | 火 Feuer | 鼠 Ratte |
| 11. Februar 1937 | 30. Januar 1938 | 7. Februar 1997 | 27. Januar 1998 | 火 Feuer | 牛 Büffel |
| 31. Januar 1938 | 18. Februar 1939 | 28. Januar 1998 | 15. Februar 1999 | 土 Erde | 虎 Tiger |
| 19. Februar 1939 | 7. Februar 1940 | 16. Februar 1999 | 4. Februar 2000 | 土 Erde | 兔 Hase |
| 8. Februar 1940 | 26. Januar 1941 | 5. Februar 2000 | 23. Januar 2001 | 金 Metall | 龍 Drache |
| 27. Januar 1941 | 14. Februar 1942 | 24. Januar 2001 | 11. Februar 2002 | 金 Metall | 蛇 Schlange |
| 15. Februar 1942 | 4. Februar 1943 | 12. Februar 2002 | 31. Januar 2003 | 水 Wasser | 馬 Pferd |
| 5. Februar 1943 | 24. Januar 1944 | 1. Februar 2003 | 21. Januar 2004 | 水 Wasser | 羊 Schaf |
| 25. Januar 1944 | 12. Februar 1945 | 22. Januar 2004 | 8. Februar 2005 | 木 Holz | 猴 Affe |
| 13. Februar 1945 | 1. Februar 1946 | 9. Februar 2005 | 28. Januar 2006 | 木 Holz | 雞 Hahn |
| 2. Februar 1946 | 21. Januar 1947 | 29. Januar 2006 | 17. Februar 2007 | 火 Feuer | 狗 Hund |
| 22. Januar 1947 | 9. Februar 1948 | 18. Februar 2007 | 6. Februar 2008 | 火 Feuer | 豬 Schwein |
| 10. Februar 1948 | 28. Januar 1949 | 7. Februar 2008 | 25. Januar 2009 | 土 Erde | 鼠 Ratte |
| 29. Januar 1949 | 16. Februar 1950 | 26. Januar 2009 | 23. Februar 2010 | 土 Erde | 牛 Büffel |
| 17. Februar 1950 | 5. Februar 1951 | 24. Februar 2010 | 2. Februar 2011 | 金 Metall | 虎 Tiger |
| 6. Februar 1951 | 26. Januar 1952 | 3. Februar 2011 | 22. Januar 2012 | 金 Metall | 兔 Hase |
| 27. Januar 1952 | 13. Februar 1953 | 23. Januar 2012 | 9. Februar 2013 | 水 Wasser | 龍 Drache |
| 14. Februar 1953 | 2. Februar 1954 | 10. Februar 2013 | 30. Januar 2014 | 水 Wasser | 蛇 Schlange |
| 3. Februar 1954 | 23. Januar 1955 | 31. Januar 2014 | 18. Februar 2015 | 木 Holz | 馬 Pferd |
| 24. Januar 1955 | 11. Februar 1956 | 19. Februar 2015 | 7. Februar 2016 | 木 Holz | 羊 Schaf |
| 12. Februar 1956 | 30. Januar 1957 | 8. Februar 2016 | 27. Januar 2017 | 火 Feuer | 猴 Affe |
| 31. Januar 1957 | 17. Februar 1958 | 28. Januar 2017 | 15. Februar 2018 | 火 Feuer | 雞 Hahn |
| 18. Februar 1958 | 7. Februar 1959 | 16. Februar 2018 | 4. Februar 2019 | 土 Erde | 狗 Hund |
| 8. Februar 1959 | 27. Januar 1960 | 5. Februar 2019 | 24. Januar 2020 | 土 Erde | 豬 Schwein |
Die letzte Ziffer der Jahreszahl (nach dem westlichen Kalender) wird einem der fünf Elemente Wasser, Feuer, Holz, Metall und Erde zugeordnet. Auch hier ist der Jahreswechsel zu beachten. Er erfolgt nicht vom 31. Dezember auf den 1. Januar. Den Tag des Jahresbeginns bestimmt der 2. Neumond nach der Winter-Sonnenwende und vor der Frühlingstagundnachtgleiche. Dieser Zeitpunkt fällt zwischen Januar und Februar. Beispiel: Das chinesische Jahr beginnt in 2008 am 7. Februar 2008. Wer davor geboren wurde, z. B. am 6. Februar 2008 oder früher, hat noch die Jahreszahl „7", wer am 7. Februar 2008 oder später geboren wurde, hat die Jahreszahl „8".[22]
Ab 1900 v. Chr. soll die Monatszählung mit Tiger (Ping, Ying, Feuer) begonnen worden sein. Bei den 12 Monaten wiederholen sich die Zeichen nach fünf Jahren, 12 Monate x 5 Jahre = 60 Jahre. [21]
Ebenso ab 1900 v. Chr. soll die Tageszählung mit Tiger (Kia, Ying, Holz) begonnen worden sein. Sie werden fortlaufend gezählt, unabhängig vom Zeitkreis, durchgehend, von 1 bis 12, beginnend mit Tiger, Hase/Katze, Drache ... bis Hund, Schwein, Ratte/Maus. [23]
Die Zählung beginnt um 23 Uhr. Die erste Doppelstunde dauert bis 1 Uhr. So fortfahrend ergeben sich
Dann beginnt die Zählung von vorn.
Aus den sieben Grundkomponenten: chinesische Philosophie (5 Elemente, Yin und Yang), Kalender (Mond, Sonne), Astronomie (5 Planeten), 10 Himmelsstämme (-zeichen), 12 irdische Zweige (Tierzeichen), Zyklen und Zeitkreis werden die Textbausteine zusammengestellt und zu einem sinnvollen Ganzen formuliert.
Die Zuordnung und Verknüpfung der fünf Himmelsrichtungen, zehn Himmelsstämme und zwölf irdischen Zweige mit den fünf Elementen (fünf Grundstoffen) ermöglichen die Deutung danach.
Grundregeln
Einschränkung
Beispiel: Wenn das Himmelszeichen des Tages Feuer (Mars) ist, so ist
Albert Einstein, *14. März 1879, 11:30 OZ, Ulm, +010°00'00"/+48°23'48"
Im Jahre 1879 beginnt das chinesische Jahr am 22. Januar 1879 (Neujahrstag, der erste Tag des ersten Neumond-Monats).
Grobe Übersicht der einzelnen „Textbausteine":
letzte Ziffer des Jahres, 9, Metall, Venus:
Jahreszeit Frühling (März): Mond (Yi), Yin und Sonne (Kia), Yang
yin: weiblich, passiv, empfangend, hingebend und verhüllend, unschöpferisch, verneinendes, dagegen haltendes Prinzip
Geburtstag 14. März, entspricht dem 9. Tag, Affe:
Himmelszeichen (Weggefährte) des Tages
Stichwortartige Zusammenfassung der Textbausteine:
Empirisch
Es sind keine wissenschaftlichen Studien zum Thema „Chinesische Astrologie" bekannt. Im Lehrbuch „Das chinesische Horoskop" [26] wird die Frage erörtert, ob die angeführten Fälle richtig seien. Der Autor meint, „das meiste stimmt, doch nicht alles" und ergänzt, „da niemand von sich selber weiß, inwieweit er dem Drange ‚nachzuhelfen‘ erlegen ist, so hat dies ja keine Beweiskraft..." Der chinesische Sterndeuter sei um eine Erklärung nicht verlegen gewesen. Er habe einen Satz von 24 Büchern genannt, etwa um das Jahr 1700 beginnend, womit man das ‚große chinesische Horoskop‘ stellen könne - aber er verweigerte dem Autor den Zugang dazu. Abschließend meint Weber, „Die Beschäftigung mit chinesischer Sterndeutung bringt zum mindesten einen Gewinn: sie veranlaßt uns, die Voraussetzungen unserer eigenen Sterndeutung nachzuprüfen!" [27]
Ausgehend von der Vorstellung, dass China das „Reich der Mitte" auf der flachen Erde ist, entstand der Glaube vom „Sohn des Himmels", den der Kaiser als irdische Entsprechung darstellt (Chinesische Mythologie, Shennong, Fu Xi, Huáng Dì). Man glaubte nicht an Götter, die das Schicksal der Menschen bestimmen. Vielmehr glaubte man, dass einem Glück zuteil würde, wenn man den Weisungen des Himmels folge. Disharmonien auf der Erde könnten auf die himmlischen Regionen übertragen werden und umgekehrt. So waren Finsternisse und Kometen Zeichen himmlischer Unordnungen, die auf unrichtiges Verhalten des Kaisers und seiner Minister hinwiesen. Zur Aufgabe des Kaisers, als „Sohn des Himmels", gehörte es, auf die Harmonie zwischen Himmel und Erde zu achten. Unter Harmonie stellte man sich vor, Himmel, Mensch und Erde seien als ein Wechselspiel der Kräfte zu verstehen, die einem harmonischen Gleichgewicht zustrebten. Dazu gehöre die praktische Anwendung der Lehre von Yin und Yang [28] sowie die Fünf-Elemente-Lehre (Wandlungsphasen) [29]. Sie bedingen einander und durchdringen sich, sollen zu einem sinnvollen Ganzen verarbeitet und entsprechend den Rhythmen des Jahres, Monats, Tages und der Stunden angewendet werden [30]. Um den Harmonie-Rhythmus zu verstehen und einzuhalten, benötigte man eine Zeitrechnung. Das war die Geburtsstunde des bis zum heutigen Tag im Gebrauch befindlichen chinesischen Kalenders. Die kaiserlichen Astronomen wurden beauftragt, einen solchen zu entwerfen. Mit seiner Hilfe sollten alle Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt getroffen werden. Dazu gehörte, die Zeiten der Jahreszeiten (Sonnenlauf, solares Jahr) und die verschiedenen Mondphasen (Mondlauf, lunares Jahr) zu bestimmen. So entwickelten sich Mond- und Sonnenkalender zu einem lunisolaren Kalender. Er enthielt 24 Eintragungen für die bäuerlichen Aktivitäten wie Aussaat und Ernte, traditionelle Festtage, Festlichkeiten und Feiertage (Chinesischer Kalender). Darüber hinaus auch Hinweise auf mögliche glückliche und unglückliche Tage, entsprechend der Harmonie-Lehre sowie über die Dauer der „Einkehr der Herrscher" [31]. Die Meister des Kalenders definieren die Macht des Königs. „... Er bereist das Reich in der Richtung des Sonnenlaufs (T‘ein-tao), damit so wie die Himmelsrichtungen mit den Jahreszeiten auch die Insignien seiner Anhänger mit den emblematischen Tugenden der vier Weltquartiere in Einklang kommen; er stellt damit seine Fähigkeit, im 'Land der Menschen‘ (T‘ienhsia) eine himmlische Ordnung (T‘ien-tao) einzuführen, unter Beweis - und verdient damit den Titel 'Himmelssohn‘ (T‘ein-tzu), zeigt er doch so, dass er den 'Weg des Himmels‘ (T‘ien-tao) einhält ..." [32].
Die Beobachtung des nächtlichen Himmels beschränkte sich auf die Bewegungen von Sonne und Mond. Die übrigen Planeten wie Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn wurden auch beobachtet, aber deren Bewegungen nicht dokumentiert (so wie es die Babylonier taten). Ähnlich behandelte man die Sterne, die man, vergleichbar wie in Babylonien, auch zu Sternbildern gruppierte. Man kannte einen Sternkatalog mit 809 Sternen in 122 Sternbildern. Hin und wieder wurde auch eine Sonnenfinsternis beobachtet. Erst während der Han-Periode (141-87 v. Chr, eines der sieben Königreiche) bildeten sich astronomische Kenntnisse stärker heraus. Sie ermöglichten später die Bearbeitung der Sichtungen des Halleyschen Kometen in den Jahren 989, 1066, 1145, 1301 sowie 1054 die der Supernova im Sternbild Stier [33] [34] [35]
Die „chinesische Astrologie" kennt keine Berechnung der Positionen von Sonne, Mond und Planeten, demzufolge auch kein Horoskop. Sie darf deshalb als eine Kalenderdeutung bezeichnet werden. Das spiegelt der Alltag bis heute Tag wider. Man nennt dem chinesischen Weisen die vier Zeiten: Jahr und Monat, Tag und Stunde der Geburt. Dann rechnet er, nach dem chinesischen Kalender, an den Fingern die „Acht Schriftzeichen" aus. Das auf diese Weise hergestellte Kalenderblatt beschreibt den Menschen zum Zeitpunkt seiner Geburt. Es ist dabei nie von Planeten oder Sternen die Rede. Alles dreht sich lediglich um die „Acht Schriftzeichen" - je zwei für Jahr und Monat, Tag und Stunde (den „vier Säulen"). Danach erfolgt eine Aussage.
Der Ursprung der acht Schriftzeichen ist unbekannt. Überliefert wird eine alte Sage. Danach sollen sie „ ... in grauer Vorzeit einem Kaiser, der von den umwohnenden Barbaren hart bedrängt wurde, als Göttergeschenk vom Himmel zur Abwehr seiner Feinde übermittelt worden sein. Von den Sternen kein Wort..." [36]
Die „chinesische Astrologie" findet seit ihrer Frühzeit im Alltag bis in unsere Gegenwart hinein eine breite Anwendung. Zum Beispiel, wenn es um eine Vermählung geht. Die „Acht Schriftzeichen" des Paares werden auf Vereinbarkeit hin miteinander verglichen. Nicht nur früher war es üblich, sondern bis heute kommt es vor, dass der Mann zum Heiratsantrag seiner Angebeteten ihr auch seine acht Schriftzeichen mitteilt. Im Roman Kin Ping Meh (Jin Ping Mei), erschienen um 1600, wird folgende Szene beschrieben: Die Heiratsvermittlerin, die für ihren Auftraggeber um die Hand von Yü Loh wirbt, sagt: „... Wenn ihr nun gewillt seid, meinen Vorschlag anzunehmen, dann seid so gut und schreibt die Karte mit den acht Zeichen Eures Geburtsdatums auf, damit Herr Li Euer Jawort schriftlich hat." Mon Yü Loh wählte einen Streifen roten Atlasstoffes (rot, die Farbe des Anstandes) aus und ließ vom Provisor Fu die gewünschten acht Zeichen kunstgerecht darauf malen... „ [37]
Von einem ähnlichen Erlebnis erfuhr Erwin Wickert 379 Jahre später. Er schreibt: "... ich fragte den Sohn, ob er seine Braut schon lange kenne. 'Nein', antwortete der Vater, 'sie ist ja aus der Nachbarkommune; aber der Mittelsmann hat uns natürlich die Geburtsdaten gebracht, und einer, der sich darauf versteht, hat die Geburtszeichen miteinander verglichen und gefunden, daß sie zusammenpaßten. Gesehen hat mein Sohn sie in der letzten Woche.' ..." [38]
Heirat
In der Mongolei, die den chinesischen Kalender übernommen hatte, gilt die Regel, dass Partner zueinander passen, wenn deren Geburtszeichen fünf Zeichen (Jahre, Monate) auseinanderliegen. Georg Timkowski berichtet:
„ Das zweite nicht minder wichtige Hindernis der ehelichen Verbindung bei den Mongolen besteht darin, dass sie, nach ihren Vorurteilen, und dem ihnen eigenen Aberglauben mit Hülfe von Büchern, das Geburts-Jahr des Bräutigams und der Braut erforschen, d. i. unter welchen Thierkreisen sie geboren sind, damit das Zeichen, unter dem die Braut geboren ist, nicht dem Bräutigam schade, oder ihn nicht an Kraft übertreffe; darunter ist zu verstehen, daß die Frau in der Familie nicht die Oberhand über den Mann erhalte. Himmelszeichen zählt man bey ihnen zwölf, nach denen sie die Jahre, so wie wir bey uns die Monate, benennen; sie sind unter folgenden Nahmen bekannt: " 1. Chulúnga - die Maus (Ratte); 2. Utér - das Kalb (Rind); 3. Bar - der Tiger; 4. Tolái - der Hase; 5. Lu - der Drache; 6. Mogó - die Schlange; 7. Mori - das Pferd; 8. Choni - der Widder (Schaf, Ziege); 9. Megit - das Affe; 10. Takiá - das Huhn; 11. Nochái - der Hunde; 12. Gachái (Hachai) - das Schwein;" „Das fünfte Jahr, nach obiger Reihenfolge zu rechnen, ist jederzeit das, welches den Eintritt in die Ehe erlaubt, und heißt Ibegél, das siebente dagegen: Charschi. Zum Beispiel: Wenn die Braut unter dem Zeichen der Maus oder des Kalbes, und der Bräutigam unter dem Zeichen des Drachen oder der Schlange geboren ist, so ist die Ehe erlaubt; ist aber eins von diesen unter dem Zeichen der Maus und das andere unter dem Zeichen des Pferdes geboren, so ist dennoch, und wäre sie auch aus verschiedenen Stämmen, es ihnen nicht erlaubt, sich mit einander zu verheirathen. Überdieß nehmen sie an, daß das Kalb mit dem Tiger, das Huhn mit dem Pferde, das Schwein mit der Schlange, einander entgegen gesetzte oder feindselige Zeichen (Charschi) sind, und die Ehe unter diesen Zeichen ist schlechterdings verboten.“
– Zitiert nach: Georg Timkowski (Rechtschreibung entspricht daher dem Original)[39]