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Jagstzell

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Jagstzell
Markierung
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Jagstzell hervorgehoben
49.03083333333310.093333333333424Koordinaten: 49° 2′ N, 10° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ostalbkreis
Höhe: 424 m ü. NN
Fläche: 38 km²
Einwohner: 2444 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73489
Vorwahl: 07967
Kfz-Kennzeichen: AA
Gemeindeschlüssel: 08 1 36 035
Adresse der Gemeindeverwaltung: Hauptstraße 6
73489 Jagstzell
Webpräsenz:
Bürgermeister: Raimund Müller

Jagstzell ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Ostalbkreis.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Jagstzell liegt in der waldreichen Landschaft des Virngrunds beidseits der Jagst. Die Gemeindefläche liegt zwischen 409 bis 516 m ü. NN.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Die Gemeinde grenzt im Norden an Frankenhardt, Stimpfach und Fichtenau, die alle zum Landkreis Schwäbisch Hall gehören. Im Osten liegt Ellenberg, im Süden die Stadt Ellwangen und im Westen Rosenberg.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Jagstzell gehören das Dorf Jagstzell, die Weiler Dankoltsweiler, Dietrichsweiler, Eichenrain, Finkenberg, Grünberg, Hegenberg, Kellerhof, Riegelhof, Riegersheim, Ropfershof, Rot, Rothof, Schweighausen, Spielegert und Winterberg, die Höfe Buchmühle, Bühlhof, Kreuthof, Ratzensägmühle und Rennecker Mühle (Renneckermühle) und die Häuser Dankoltsweiler Sägmühle, Eulenmühle, Finkenhaus, Hahnenmühle, Hegenstadt, Keuerstadt, Neumühle, Orrot, Rotbachsägmühle und Walser (Haus Walser) sowie die abgegangenen Ortschaften zem Higgelnberg, Buchgern, Höhenrödelin, Nydernrödelin, zem Holtze, Rentzen, alten Vischbach, zem Hetzel, Herdern, Wissenbach, Elprisperg, Kippenhof, Gebhart, zem Awevaeter, Widelstet, Hinder Hegneberg, Retichswiler, Gossoltzwiler, Segmül zu Danckoltzwyler und Segmül zu der Kyrstat. Die 30 Ortschaften sind zugleich Ortsteile der Gemeinde. Deren offizielle Benennung erfolgt durch vorangestellten Namen der Gemeinde und durch Bindestrich getrennt nachgestellt der Name der Ortsteile. Die Gemeinde ist zudem in die beiden Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung Hauptort (mit den Ortsteilen Jagstzell, Kreuthof und Winterberg) und Teilorte (mit den restlichen Ortsteilen) gegliedert.[2][3]

[Bearbeiten] Geschichte

Jagstzell wurde vermutlich von Mönchen des Klosters Ellwangen als kleine klösterliche Niederlassung (cella) zur Zeit der Karolinger gegründet. Um das Jahr 1150 wurde das Kloster in ein Frauenkloster umgewandelt, das etwa 200 Jahre bestand. Von der Geschichte des Klosters ist nicht viel überliefert, es wurde im Jahre 1170 erstmals urkundlich erwähnt. Nach Auflösung des Frauenklosters kam das Dorf an die Fürstpropstei Ellwangen. Seit Anfang des 16. Jahrhunderts hatte auch Brandenburg-Ansbach und damit später Preußen Rechte in Jagstzell. Der Ellwanger Teil wurde 1802 württembergisch, der preußische Teil kam 1806 an Bayern und 1810 endgültig zu Württemberg. Dort gehörte Jagstzell zunächst zum Oberamt Ellwangen, ab 1938 zum Landkreis Aalen, der durch die Kreisreform 1973 im neuen Ostalbkreis aufging.

[Bearbeiten] Religion

In Jagstzell sind heute mit der römisch-katholischen St.-Vitus-Kirche und der evangelischen Christuskirche der Kirchengemeinde Rechenberg beide Konfessionen vertreten. Die Pfarrei Jagstzell gehörte im Mittelalter zum Bistum Würzburg, während die weiter südlich gelegenen Teile des Ellwanger Herrschaftsgebiets zum Bistum Augsburg gehörten.[4]

[Bearbeiten] Politik

Die Gemeinde ist Mitglied der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Ellwangen.

[Bearbeiten] Gemeinderat

Die Gemeinderatswahl vom 13. Juni 2004 brachte folgendes Ergebnis:

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Bauwerke

St. Vitus Jagstzell

Die katholische Pfarrkirche St. Vitus wurde 1498 im spätgotischen Stil erbaut und 1747 barockisiert. Im Ortsteil Dankoltsweiler steht die St. Barbara-Kapelle aus dem 14. Jahrhundert. Sie hat im Chor ein schönes spätgotisches Netzgewölbe. Die romanische Kapelle St. Nikolaus in Keuerstadt wurde 1280 erbaut. Sie liegt sehr einsam in dem großen Waldgebiet zwischen Dankoltsweiler und Ellenberg. Auf Jagstzeller Gemarkung, nahe dem Nachbarort Matzenbach (Gemeinde Fichtenau), steht die Kapelle „Matzenbacher Bild“. Sie wurde 1973 fertiggestellt.

[Bearbeiten] Seen

Anfang der 1960er Jahre wurden zum Schutz vor Hochwasser der Fischbach- und der Orrot-Stausee angelegt. Diese kleinen Seen sind heute als Ziel für Spaziergänge und zum Baden recht beliebt.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Jagstzell ist eine Haltestation an der Oberen Jagstbahn zwischen Aalen (bzw. Goldshöfe) und Crailsheim. Tagsüber fahren im Zwei-Stunden-Takt Regionalbahnen in beide Richtungen.

Wichtigste Straßenverbindung ist die Bundesstraße 290 (TauberbischofsheimAalen), die in Nord-Süd-Richtung durch das Dorf führt. Die Bundesautobahn 7 tangiert das Gemeindegebiet lediglich, ihre nächstgelegenen Anschlussstellen sind Dinkelsbühl/Fichtenau und Ellwangen.

[Bearbeiten] Bildung

In Jagstzell gibt es eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Weiterführende Schulen befinden sich in Ellwangen oder in den weiter entfernten Städten Aalen und Crailsheim.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Jagstzell – Bilder, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 726–728
  3. Hauptsatzung der Gemeinde Jagstzell vom 10. September 2001
  4. P. Suso Mayer OSB: Die Pfarreien der Abtei Ellwangen in Ellwangen 764–1964. Schwabenverlag Ellwangen, 1964, S. 179–224
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