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Jagsthausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Jagsthausen
Markierung
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Jagsthausen hervorgehoben
49.39.46666666667240Koordinaten: 49° 18′ N, 9° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Heilbronn
Höhe: 240 m ü. NN
Fläche: 17,7 km²
Einwohner: 1530 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74249
Vorwahl: 07943
Kfz-Kennzeichen: HN
Gemeindeschlüssel: 08 1 25 048
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Hauptstraße 3
74249 Jagsthausen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Roland Halter
Lage der Gemeinde Jagsthausen im Landkreis Heilbronn
Abstatt Abstatt Bad Friedrichshall Bad Rappenau Bad Wimpfen Beilstein Beilstein Beilstein Brackenheim Cleebronn Eberstadt Ellhofen Ellhofen Eppingen Erlenbach Flein Gemmingen Güglingen Gundelsheim Hardthausen am Kocher Heilbronn Ilsfeld Ittlingen Jagsthausen Jagsthausen Kirchardt Langenbrettach Lauffen am Neckar Lauffen am Neckar Lehrensteinsfeld Leingarten Löwenstein Löwenstein Löwenstein Massenbachhausen Möckmühl Neckarsulm Neckarwestheim Neudenau Neuenstadt am Kocher Nordheim Obersulm Oedheim Offenau Pfaffenhofen Roigheim Schwaigern Siegelsbach Talheim Untereisesheim Untergruppenbach Weinsberg Widdern Wüstenrot ZaberfeldKarte
Über dieses Bild

Jagsthausen ist eine kleine Gemeinde im Landkreis Heilbronn, nördliches Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Jagsthausen liegt im Nordosten des Landkreises Heilbronn am Unterlauf der Jagst, etwa 50 km vor ihrer Mündung in den Neckar.

[Bearbeiten] Geologie

Die Landschaft ist trotz geringer Höhenunterschiede (ca. 150 - 400 Meter) stark gegliedert. Die Talhänge bestehen aus Muschelkalk, die Ebene außerhalb des Tals wird teilweise von Löss überdeckt und die wenig über die Ebene herausragenden Erhebungen aus unterem Keuper, was der mittleren Stufe der Trias entspricht (Buntsandstein-Muschelkalk-Keuper). Alle drei Formationen treten hier im Schwäbisch-Fränkischen Stufenland - dem Übergang von der Alb zu Spessart und Odenwald - oft klar zutage.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Nachbarstädte und -gemeinden Jagsthausens sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Südwesten): Hardthausen am Kocher, Widdern (beide Landkreis Heilbronn), Schöntal und Forchtenberg (beide Hohenlohekreis). Mit Möckmühl, Roigheim und Widdern ist Jagsthausen eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft eingegangen.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Jagsthausen und Olnhausen. Zum Ortsteil Jagsthausen gehören noch die Weiler Äußerer Pfitzhof, Mittlerer Pfitzhof, Pfitzhof und Unterer Pfitzhof sowie die Höfe Edelmannshof und Leuterstal (Stahlhof). Abgegangene, heute nicht mehr bestehende Orte sind auf Markung Jagsthausen Forsthof und Höhfelden, auf Markung Olnhausen Burkhardsweiler.[2]

[Bearbeiten] Geschichte

Im 2. Jahrhundert bauten die Römer auf der heutigen Jagsthausener Gemarkung ein Kastell am Obergermanisch-Raetischen Limes. Der Ort Jagsthausen wurde in einer Urkunde im Jahr 1090 erstmals erwähnt. Um 1300 wird erstmals die Familie von Berlichingen in Jagsthausen erwähnt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort am 10. August 1646 von den Schweden angezündet. 1806 wird Jagsthausen, bis dahin in reichsritterschaftlichem Besitz, württembergisch. 1939 wurden 657 Einwohner gezählt, Ende 1945 waren es 884.[3]

[Bearbeiten] Eingemeindungen

Am 1. Januar 1972 wurde Olnhausen eingemeindet.

[Bearbeiten] Politik

Wappen Jagsthausens

[Bearbeiten] Wappen und Flagge

Die Blasonierung des Jagsthausener Wappens lautet: In geteiltem Schild oben in Silber ein liegender, eiserner, schwarzer Rechtarm mit geballter Faust, unten in Schwarz ein fünfspeichiges silbernes Rad. Die Flagge der Gemeinde ist Schwarz-Weiß.

Jagsthausen führte früher in seinen Stemplen ein redendes Wappen, das ein Haus zeigte. 1935 ersetzte die Gemeinde dieses mit Zustimmung der württembergischen Archivdirektion durch das jetzige Wappen, das oben die Eiserne Hand des Götz von Berlichingen zeigt und unten mit dem Rad das Wappen der seit dem 14. Jahrhundert in Jagsthausen ansässigen Freiherren von Berlichingen. Das Wappen und die Flaggenfarben wurden der Gemeinde am 4. März 1963 vom baden-württembergischen Innenministerium verliehen.[4]

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Bauwerke

Götzenburg

Jagsthausen:

Ortsteil Olnhausen:
Sehenswert ist auch die Johanneskirche im Ortsteil Olnhausen. Bereits vor der Johanneskirche stand am selben Platz eine im 13.Jahrhundert erbaute Kapelle, die von der Mutterkirche in Widdern betreut wurde. Im Jahr 1408 erbaute man die Johanneskirche. In Olnhausen gab es in den folgenden Jahren mit der geistlichen Versorgung Probleme, weil das Pfarrhaus zerfiel. Deshalb veranlassten die Herren von Berlichingen, dass Olnhausen vom Geistlichen aus Jagsthausen versorgt werden soll. Bis heute noch wird Olnhausen von einem Geistlichen aus Jagsthausen betreut. Im Inneren der Kirche befinden sich zwei römische Altarsteine, ein Kruzifix von 1668 sowie eine Mezler-Orgel von 1796. Die älteste Glocke stammt aus dem Jahr 1510. Neben dem Eingang zur Sakristei befindet sich ein Steinmetzzeichen. Übersetzung: Erbaut im Jahr des Herrn/ erbaut von der Herrschaft im Jahr 1408 durch den Bischof Reinhard.

[Bearbeiten] Theater

Eine Jagsthausener Attraktion sind die jährlichen von Juni bis August stattfindenden Burgfestspiele Jagsthausen (Schauspiel, Kinderstücke, Musicals, Konzerte).

[Bearbeiten] Museen

Das im Alten Rathaus untergebrachte Friedrich-Krapf-Museum beherbergt mehr als 2000 römische Fundstücke. Im Schlossmuseum in der Götzenburg sind u.a. eine angeblich originale Eiserne Hand des Götz von Berlichingen und römische Funde zu sehen. Seit 1994 findet in Jagsthausen jährlich eine Skulpturenausstellung bekannter Künstler statt. Bisher vertreten waren u.a. Alfred Hrdlicka und Karl-Henning Seemann.

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

Von Mai bis Oktober findet jeden ersten Sonntag im Monat auf dem Trautenhof bei Jagsthausen ein Motorradgottesdienst statt, an dem durchschnittlich 1200 Besucher teilnehmen.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Die wichtigste Verkehrsverbindung ist die Straße durch das Tal der Jagst. Die Entfernung nach Heilbronn beträgt ca. 40 km, jene nach Schwäbisch Hall und zum Bahn- und Verkehrsknoten Crailsheim etwa 50 km. In Möckmühl befindet sich auch eine Anschlussstelle der A 81. Der nächste in Betrieb befindliche Bahnhof ist an der Frankenbahn in Möckmühl. Die Schmalspurbahn Jagsttalbahn (MöckmühlDörzbach), an der Jagsthausen liegt, hat den Betrieb 1988 eingestellt.

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

[Bearbeiten] Medien

Über das Geschehen in Jagsthausen berichtet die Tageszeitung Heilbronner Stimme in ihrer Ausgabe NO, Nord-Ost.

[Bearbeiten] Bildung

Es gibt eine Grundschule in Jagsthausen. Im Alten Rathaus befindet sich die Gemeindebücherei.

[Bearbeiten] Ruheforst

Seit 19. Oktober 2008 gibt es im Leuterstaler Wald zwischen Jagsthausen und Unterkessach einen vier Hektar großen Ruheforst, nach dem Friedwald in Schwaigern der zweite derartige Waldfriedhof im Landkreis. Träger der Einrichtung ist die Gemeinde Jagsthausen, betrieben wird sie von der ortsansässigen Familie von Berlichingen.[5]

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Mit Jagsthausen verbunden

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Quelle für den Abschnitt Gemeindegliederung: Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 110–111
  3. Mitteilungen des Württ. und Bad. Statistischen Landesamtes Nr. 1: Ergebnisse der Einwohnerzählung am 31. Dezember 1945 in Nordwürttemberg
  4. Quellen für den Abschnitt Wappen und Flagge:
    Heinz Bardua: Die Kreis- und Gemeindewappen im Regierungsbezirk Stuttgart. Theiss, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0801-8 (Kreis- und Gemeindewappen in Baden-Württemberg, 1). S. 82
    Eberhard Gönner: Wappenbuch des Stadt- und des Landkreises Heilbronn mit einer Territorialgeschichte dieses Raumes. Archivdirektion Stuttgart, Stuttgart 1965 (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, 9). S. 100
  5. Ute Plückthun: Wald als letzte Ruhestätte. In: Heilbronner Stimme vom 20. Oktober 2008

[Bearbeiten] Weblinks

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