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Ein Jagdschloss ist ein Schlossbau in einem Tiergarten oder Jagdgebiet wie Wald, Feld oder See und diente hauptsächlich zur Unterbringung von Herrscher und Hofstaat anlässlich der Jagd in der Region.
Meist wurde hier das die Jagd beschließende Bankett begangen, manchmal diente es auch für Feste und ähnliche Veranstaltungen. Oft wird die Bezeichnung mit dem Lustschloss gleichgesetzt – zumal die Jagd unter den früheren Aristokraten nicht nur Nahrungserwerb, sondern vor allem Freizeitvergnügen war -, doch unterscheiden sich Lustschloss und Jagdschloss sowohl in der Funktion als auch in der Architektur. Lustschlösser sind in ihrem Ausstattungsprogramm frei, während Jagdschlösser immer Bezug zur Jagd haben: dies kann durch Geweihe und andere Trophäen geschehen, durch Jagdgemälde, aber auch durch das bewusste Zeigen von Holz oder natürlichen Materialien; Jagdschlösser können im übrigen durchaus kostbar ausgestattet sein. Im Gegensatz zu Lustschlössern waren Fachwerkbauten oder Blockhütten keine Seltenheit, erhalten haben sich jedoch nur wenige aufwändige Bauten aus Stein, die heute das Verständnis vom Jagdschloss bestimmen.
Meist gehören zum Jagdschloss auch Stallungen und Nutzbauten zur Unterbringen von Jagdzeug, Kutschen und Gefolge. Während größere Jagdschlösser autarke Ensembles bilden können, sind kleinere Anlagen, die Jagdhäuser genannt werden, oft in Schlossparks und Gärten, zumindest aber in Reichweite der Residenz des jeweiligen Fürsten errichtet.
Liste der Burgen und Schlösser