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Jagdhausalm

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Jagdhausalm

Die Jagdhausalm, gelegen im Nationalpark Hohe Tauern am Ende des Osttiroler Defereggentals, gehört zu den ältesten Almen Österreichs. Sie besteht aus 15 Steinhäusern und einer Kapelle, die unter Denkmalschutz stehen, und wird aufgrund ihrer Erscheinung auch als „tibetisches Dorf“ bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die auf 2009 m Höhe gelegene Jagdhausalm wurde im Jahr 1212 urkundlich als „sechs Höfe, die man in der Volkssprache Schwaighöfe nennt, alle beisammen gelegen am Ort Jagehusen im Bereich Schwarzach“ erstmals urkundlich genannt. Zu diesem Zeitpunkt wurde sie als Dauersiedlung ganzjährig bewirtschaftet. Jedoch musste aufgrund der extremen Höhenlage diese Nutzung bald aufgegeben werden. Bereits 1406 werden anstatt von Höfen nur noch „alben“ in diesem Bereich genannt.[1] Seitdem werden die Häuser als Sommeralm genutzt. Funde aus dem 7. Jahrtausend v. Chr. am etwa 3,5 km entfernten Klammljoch, dem auf 2.288 m Höhe gelegenen Übergang nach Südtirol ins Reintal, belegen sowohl eine frühe Begehung der Talübergänge als auch die Existenz von Lagerplätzen frühsteinzeitlicher Jäger. Heute liegt das Weiderecht im Besitz von Südtiroler Bauern, die jährlich Mitte Juni rund 330 Jungrinder auf die Alm treiben. Fünf bis sechs Senner kümmern sich um die Tiere, die im August auf der Hochalm (2.400 Meter Seehöhe) weiden. Die Milchverarbeitung erfolgt nur noch im Rahmen des Eigenbedarfs. Noch in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts verarbeiteten 37 Senner 50.000 Liter Milch und Käse von 340 Rindern.[2]

2007 wurde die Jagdhausalm von den Lesern der Kleinen Zeitung in Anlehnung an die „Neuen Weltwunder“ zum größten Weltwunder Kärntens und Osttirols gewählt.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Oberhalb des Almdorfes liegt versteckt hinter einem Moränenwall ein kleiner, kreisrunder See, das Pfauenauge. Die Ränder dieses Sees sind von Hochlandschilf gesäumt. Eine weitere Besonderheit ist der zwischen der Oberhausalm und der Jagdhausalm gelegene Zirbenwald. Dieser ist in seiner Ausdehnung und Geschlossenheit einmalig in den Ostalpen.

Die Maria-Hilf-Kapelle wurde 1840/41 erweitert und besteht aus einer Rundapsis, Satteldach und Tonnengewölbe mit Stichkappe. Der Altar aus dem Jahr 1841 zeigt die Jagdhausalmen mit einem darüber schwebendem Marienbild. Des weiteren bestehen Figuren der Viehheiligen Silvester und Nikolaus.[3]

[Bearbeiten] Gipfel

[Bearbeiten] Übergänge

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Diether Stonjek: Sozialökonmische Wandlung und Siedlungslandschaft eines Alpentals. Innerstes Defereggen in Osttirol. Münster 1971 S. 19-21
  2. Nationalpark Hohe Tauern. Das Magazin. Sommer 2007
  3. Simon Kurzthaler: Geschichte – Kunst – Kultur. Begegnungen in der Nationalparkregion Hohe Tauern. Innsbruck 1997, ISBN 3-7066-2148-7, S. 168

Koordinaten: 46° 58' 42" N, 12° 9' 50" O

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