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Jacques Piccard

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Don Walsh und Jacques Piccard
Die Trieste vor dem Rekordtauchgang
Die Trieste wird mit Ballast beladen

Jacques Piccard (* 28. Juli 1922 in Brüssel; † 1. November 2008 in La Tour-de-Peilz) war ein Schweizer Ozeanograf und einer der bedeutendsten Pioniere der Tiefseeforschung.[1] Er war ein Sohn von Auguste Piccard und der Vater von Bertrand Piccard.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Nach dem Studium von Wirtschaft und Geschichte war er als Mitarbeiter seines Vaters Auguste Piccard an der Konstruktion und am Bau des Tiefseetauchgeräts (Bathyscaph) Trieste beteiligt. Die US-amerikanische Marine war von dem U-Boot sehr angetan, finanzierte Probetauchgänge vor der italienischen Insel Capri[2], erwarb die Trieste daraufhin und stellte Jacques Piccard als wissenschaftlichen Berater an. Kurz vor dem Rekordtauchgang wollten die US-Amerikaner ihn gegen einen ihrer Landsleute austauschen, was er jedoch erfolgreich verhindern konnte.[3]

Am 23. Januar 1960 tauchten Piccard und der amerikanische Marineleutnant Don Walsh mit der Trieste auf den Grund des Challengertiefs im Marianengraben. Sie erreichten eine Tiefe von 10.910 Metern, es herrschte ein Wasserdruck von zirka 1100 bar. In verschiedenen Nachschlagewerken wird fälschlich eine Tiefe von über 11.000 Meter angegeben. Die Differenz ist auf die fehlerhafte Kalibrierung des Tiefenmessgerätes zurückzuführen, die im Süsswasser durchgeführt wurde. Der Tauchrekord von Jacques Piccard wurde später nie wieder erreicht. Daraufhin wurde er durch die Presse weltbekannt und zum Gegenstand eines grossen Medieninteresses.[4]

In den folgenden Jahren entwickelte Piccard das Tauchboot Auguste Piccard. Es sollte anlässlich der Schweizerischen Landesausstellung 1964 in Lausanne im Genfersee als Touristikattraktion in Dienst gestellt werden. Die «Auguste Piccard» wurde zu diesem Zweck von der Schweizer Regierung in Auftrag gegeben. Bei der Ausführung des Auftrags musste sich Piccard mit diversen naturwissenschaftlichen Experten auseinandersetzen. Diese hatten zwar niemals ein U-Boot betreten, misstrauten jedoch seinem U-Boot-Konzept, da sein Konstrukteur kein studierter Ingenieur war. Letztendlich wurden Piccards Pläne genehmigt und das Boot konnte rechtzeitig seinen Betrieb aufnehmen. Es ist das grösste jemals gebaute Tourismus-U-Boot und das grösste nicht-militärische Unterwasserfahrzeug.[3] Es beförderte 1964 etwa 33'000 Passagiere auf den Grund des Genfer Sees[5].

1969 startete das von ihm entwickelte U-Boot Ben Franklin zur Erforschung des Golfstroms.[6] Zwei Tage vor dem Start der Mondlandemission Apollo 11 ging das Boot vor der Küste Floridas nahe Palm Beach in See. Die Crew von sechs internationalen Wissenschaftlern wurde von Piccard als Missionsleiter angeführt. In etwa 300 bis 350 Metern Tiefe ließ sich die Crew vier Wochen unter Wasser mit dem Golfstrom treiben. Nach gelungener Mission besucht ihn der deutschstämmige Raketenkonstrukteur Wernher von Braun und besichtigte das U-Boot. Die NASA interessierte sich sehr für die Missionsauswertungen im Hinblick auf neue Techniken für Raumkapseln und die psychischen Auswirkungen während einer so langen Mission auf die Crew und deren Leistungsfähigkeit. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse flossen in die Skylab-Missionen und das Space-Shuttle-Programm ein.[7]

Anschliessend entwickelte Piccard das U-Boot F. A. Forel, um die Schweizer Seen zu erforschen. Alle seine Tauchfahrzeuge existieren noch heute und sind teilweise als Ausstellungsstücke zu besichtigen.

Piccard setzte sich mit der von ihm in Cully gegründeten Stiftung intensiv für die Bewahrung und die Erforschung des marinen Lebens ein.[8] Bis ins hohe Alter, mit 82 Jahren, nahm er noch an Tiefseeexpeditionen teil.[9]

Zu seinem 85. Geburtstag gab er der Neuen Zürcher Zeitung ein Interview in dem er erzählte, dass er auch gerne Astronaut geworden wäre.[10] Am 1. Februar 2008 wurden er und sein Sohn Bertrand zu Ehrendoktoren der Université catholique de Louvain ernannt.[1]

Am 1. November 2008 verstarb Jacques Piccard in seinem Haus am Genfersee 86-jährig, wie ein Sprecher des Projekts Solar Impulse den Medien am selben Tag mitteilte.[11]

Phil Mundwiller, Sprecher von Piccards Forschungsobjekts Solar Impulse betonte, dass Piccard jedes Unterseeboot, mit dem er die Meere erforschte, selbst entworfen hatte.

[Bearbeiten] Sonstiges

Piccard tauchte auch mit Drucklufttauchgeräten, jedoch nie tiefer als 25 Meter und das nur, um die Scheiben des Bathyscaphs zu reinigen.[3]

[Bearbeiten] Die Schweizer Piccard-Familie

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b Who’s who
  2. MSN Encarta
  3. a b c NZZ Folio 7/2007
  4. geowissenschaften
  5. dpa Lausanne/Hamburg: Trauer um Tiefseeforscher in "Märkische Oderzeitung", 3. November 2008, S. 23, Website der MOZ
  6. Antikbuch24
  7. engl. Wikipedia
  8. was ist was
  9. orf.at
  10. sueddeutsche.de
  11. volksstimme.de

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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