Jacques Le Goff (* 1. Oktober 1924 in Toulon) ist ein französischer Historiker. Der Experte für die Geschichte des europäischen Mittelalters (Mediävistik) gehört zur so genannten Annales-Schule.
Inhaltsverzeichnis |
Le Goff, Sohn eines Lehrers, besuchte Gymnasien in Toulon und Marseille und zur Vorbereitung auf ein Studium an den Grandes Écoles das Lycée Louis-le-Grand in Paris. Dort begann er 1945 ein Studium der Geschichte an der École Normale Supérieure, das 1950 mit der Agrégation (Abschluss mit Lehrberechtigung an einem Gymnasium) im Fach Geschichte endete. Weitere Stationen waren: Studienaufenthalt an der Karlsuniversität in Prag, 1951/52 Postgraduiertenstudium an der Universität Oxford, 1952/53 Mitglied der Ecole française de Rome, ab 1954 Assistent an der Universität Lille, ab 1958 Forschungsbeauftragter am Centre national de la recherche scientifique (CNRS). 1960 ging er zu Fernand Braudel an die 6. Sektion der École Pratique des Hautes Études in Paris, wo er 1962 Professor wurde. 1972 wurde er Nachfolger Braudels als Leiter der Sektion und blieb dies, auch als diese 1975 unter dem Namen École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS) eine eigenständige Institution wird, bis zu seiner Pensionierung 1977. Er hielt weiter Lehrveranstaltungen bis ins siebzigste Lebensjahr.
Seit 1967 ist er Mitherausgeber der Zeitschrift Annales, dem publizistischen Organ der Annales-Schule. Als Autor und Herausgeber engagiert er sich für den Gedanken der europäischen Einigung, er war unter anderem Herausgeber der gleichzeitig in mehreren europäischen Ländern erschienen Buchreihe Europa bauen, in der sich jeder Band mit einem bestimmten Aspekt der gemeinsamen europäischen Geschichte befasste (Die Stadt in der europäischen Geschichte u.ä.).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Le Goff, Jacques |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Historiker |
| GEBURTSDATUM | 1. Oktober 1924 |
| GEBURTSORT | Toulon, Frankreich |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."