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Jack Goody

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Jack Goody (* 1919) ist ein britischer Ethnologe, Anthropologe und Kulturtheoretiker.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Jack Goody promovierte 1954 an der Universität Cambridge und unternahm anschließend Feldstudien in Afrika. Ab 1961 unterrichtete er am St John’s College in Cambridge, nahm in den 1960er Jahren eine Professur in Ghana an und kehrte von 1973 bis 1985 nach Cambridge zurück, wo er Sozialanthropologie lehrte.

[Bearbeiten] Werk

Goody veröffentlichte zahlreiche einflussreiche Publikationen zur Schriftkultur, zur Geschichte der Familie und zu Ritualen. Goody gilt als einer der bekanntesten englischsprachigen Kulturwissenschaftler.

[Bearbeiten] Leistungen der Alphabetschriften

"Die Ursache für den Erfolg des Alphabets, das David Diringer im Gegensatz zu der "theokratischen" ägyptischen Schrift als eine "demokratische" Schrift bezeichnet, hängt damit zusammen, dass seine graphischen Zeichen – und darin unterscheidet es sich von allen anderen Schriftsystemen – Repräsentationen des extremsten und universalsten Beispiels kultureller Selektion sind – des elementaren phonemischen Systems. Die menschlichen Sprechwerkzeuge können zwar eine riesige Zahl von Lauten erzeugen, doch beruhen fast alle Sprachen auf dem formalen Wiedererkennen von nur ungefähr vierzig dieser Laute durch die Mitglieder einer Gesellschaft. Der Erfolg des Alphabets (das gleiche gilt für einige seiner gelegentlichen Schwierigkeiten) gründet darin, dass sein System der graphischen Repräsentation sich diese in allen Sprachsystemen gesellschaftlich konventionalisierte Lautstruktur in allen Sprachsystemen zunutze macht, denn dadurch, dass das Alphabet diese ausgewählten phonemischen Elemente symbolisiert, wird es möglich, alles, worüber die Gesellschaft sprechen kann, ohne Mühe aufzuschreiben und die Schrift ohne Mehrdeutigkeiten zu lesen. [...]"

"Die Niederschrift einiger der wesentlichen Elemente der kulturellen Tradition in Griechenland machte zwei Dinge bewusst: den Unterschied von Vergangenheit und Gegenwart und die inneren Widersprüche in den Bild des Lebens, das dem Individiuum durch die kulturelle Tradition, soweit sie schriftlich aufgezeichnet war, vermittelt wurde. Wir dürfen annehmen, dass diese beiden Wirkungen der allgemein verbreiteten alphabetischen Schrift angedauert und sich – vor allem sein der Erfindung der Buchdruckerkunst – vielfach verstärkt haben" (aus: Jack Goody: The Domestication of the Savage Mind, 1977; zit in [1])

[Bearbeiten] Publikationen

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

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