Der Internationale Stil (engl. (The) International Style) ist eine Strömung der klassischen modernen Architektur, die oft mit dieser gleichgesetzt wird. Die Entwicklung des Internationalen Stils begann um 1922 in Europa, später verbreitete er sich in der ganzen Welt.
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Die Bezeichnung International Style wurde von Philip C. Johnson und Henry-Russell Hitchcock als künstlicher Oberbegriff für minimalistische und funktionalistische Tendenzen der europäischen modernen Architektur der 1920er und 1930er gebildet. Zum ersten mal wurde sie als Titel der Ausstellung im MoMA in 1932 sowie in der darauf folgenden Publikation (The International Style: Architecture Since 1922) verwendet. Die Autoren suggerierten damit, dass die neue Architektur internationalisiert und von den örtlichen Gegebenheiten abgetrennt sei, zugleich deuteten sie zum ersten mal, dass sie sich zu einem neuen Stil der Architekturgeschichte entwickelte. Die meisten modernen Architekten hielten entgegen den Behauptungen Johnsons und Hitchcocks die Moderne eher für eine neue Gestaltungsmethodologie als für einen Stil. Bereits früher gab es in Europa eine ähnliche Bezeichnung, Internationale Architektur, die u.a. Ludwig Hilberseimer als Titel des Ausstellungskatalog Die Wohnung in Stuttgart in 1927 nutzte. Die Kunsthistoriker Hitchcock und Johnson wählten eine andere Bezeichnung, die das Wort Stil beinhaltete, und beschrieben die moderne Architektur anhand klarer Stilkriterien, die sie mittels 83 nach Architektennamen alphabetisch geordneten Beispielobjekten erklärten. Besonders Walter Gropius wehrte sich gegen den Begriff „Stil“. Das Buch Johnsons und Hitchcocks, welches die visuellen und ästhetischen Qualitäten der Moderne einfach erklärte wurde zu einer Art Ästhetikhandbuch in den USA und übte einen großen Einfluss auf die weitere Entwicklung dortigen Architektur aus.
Die Bezeichnung wurde zuerst in englisch sprachigen Ländern verwendet, inzwischen wird sie überall für die kubischen Varianten der Moderne angewandt. Manchmal betrachtet man Internationalen Stil als Synonym des Funktionalismus und des Rationalismus, die Abgrenzung zwischen diesen Begriffen wird in der Literatur unterschiedlich dargestellt. Johnson und Hitchcock haben die radikalen Funktionalisten dem mehr von der Ästhetik beeinflussten Internationalen Stil gegenübergestellt. Einige spätere Architekturhistoriker bezweifeln allerdings, dass es in der 1920er ein einheitliches Konzept des Funktionalismus bzw. eine Gruppe der Funktionalisten gäbe.
Die Kunsthistoriker Hitchcock und Johnson analysierten die neue Architektur nach formalen Gesichtspunkten und formulierten einige Prinzipien, welche die moderne Architektur bezeichnen sollten:
Die Autoren haben sich besonders auf das Äußere der Gebäude konzentriert, an ihrer Ausstrahlung; den Raumexperimenten der Moderne schenkten sie weniger Beachtung. Moderne Gebäude sollten nach Hitchcock und Johnson leicht aussehen, die Außenwände sollten große glatte Flächen mit regulärer Textur sein. Als besonders geeignete Fassadenoberflächen bzw. -Verkleidungen bezeichneten sie Holzverschalung, Keramikpaneele sowie Glasbausteine. Die verputzten Oberflächen sowie Sichtbeton, obwohl nach ihrer Bemerkung mit der Moderne allgemein assoziiert, hielten sie für ungeeignet, da bei solcher Fassade das Gebäude visuell an Gewicht zunähme, das gleiche Problem trete meistens bei den Backsteinfassaden auf. Mit großen, mit der Fassadenvorderkante bündigen Verglasungen, sollten die Gebäude an Leichtigkeit gewinnen. Nicht zum Stilprinzip wurde das früher von Le Corbusier postulierte Flachdach, die Autoren hielten auch das Pultdach für funktional und ästhetisch.
In August 1951 erschien in Architectural Record ein Artikel, in dem Hitchcock nach fast zwanzig Jahren einige seiner Ansichten revidierte. Er berichtete, dass das Buch weder als eine Sammlung der akademischen Regeln, noch als Gestaltungstheorie gedacht geworden war, und eher eine Beschreibung und Prognose der zunkünftigen Tendenzen beschrieben hatte. Das zweite Prinzip hielt er für zu eng formuliert, und das dritte für nicht mehr gültig, da es eher dem Geschmack als allgemeinen Ästhetik zuzuschreiben sei. Dazu erklärte Hitchcock die konstruktive Wahrheit und Klarheit des Gebäudes zu einem weiteren Stilprinzip.
Internationaler Stil, dessen Leitbild im Laufe der Zeit ein prismatisches Hochhaus mit dem gläsernen Curtain Wall mit den filigranen Konstruktionsprofille wurde, war in den ersten zwei Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg die dominierende Strömung der Moderne. Laut vieler Kritiker des Stils haben sich seine Vertreter allmählich vollständig von der funktionalen und humanistischen Grundprinzipien der Moderne entfernt oder waren vom Anfang an nur mit ästhetischen Fragen beschäftigt. Ihre Architektur wiese viele funktionale Mängel aus, die sich nur mit mechanisch-technischen Anlagen abmildern ließen. Der Internationale Stil wurde auch für die Wiederholbarkeit der Form und Monotonie der Fassaden heftig kritisiert, ein weiterer Punkt der Kritik war die aggressive Platzierung der Gebäude im Stadtraum.
Von den Architekturhistorikern werden vier Phasen der Stilentwicklung beobachtet:
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."