| Großer Inselsberg | ||
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Großer Inselsberg vom Dolmar aus gesehen |
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| Höhe | 916,5 m ü. HN | |
| Lage | Thüringen (Deutschland) | |
| Gebirge | Thüringer Wald | |
| Geographische Lage | 50° 51′ 4″ N, 10° 27′ 57″ OKoordinaten: 50° 51′ 4″ N, 10° 27′ 57″ O | |
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| Gestein | Quarzporphyr | |
Der Große Inselsberg (auch Großer Inselberg – früher südlich des Rennsteigs die gebräuchlichere Schreibung – sowie Mons Insularis) (916,5 m ü. HN) ist ein markanter und vielbesuchter Berg des Thüringer Waldes. Er gehört neben dem Großen Beerberg (982 m), dem Schneekopf (978 m) und dem Großen Finsterberg (944 m) zu den höchsten Bergen Thüringens.
Inhaltsverzeichnis |
Der Inselsberg ist vulkanischen Ursprungs und ist ein Quarzporphyr-Härtling, der aus den weicheren Schichten des umliegenden Rotliegenden herausgewittert ist. Erstmalig wurde der Berg als Enzenberc im Jahr 1250 erwähnt. Um 1650 ließ Herzog Ernst der Fromme von Gotha den Berg erschließen.
Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha und Altenburg ließ um 1750 auf dem Plateau ein kleines Observatorium für astronomische Beobachtungen und Landvermessungen errichten. Gauß nutzte 1821–1825 die Blickverbindung zum Hohen Hagen und zum Brocken für die Vermessung eines großen Dreiecks.[1]
Über den Gipfel läuft der Rennsteig, der hier früher die Grenze zwischen dem Herzogtum Sachsen-Gotha und dem Kurfürstentum Hessen (Enklave Schmalkalden) darstellte. Aus diesem Grund wurde auch auf beiden Seiten ein Gasthaus errichtet: 1810 auf der hessischen Seite der heutige Berggasthof Stöhr und auf der gothaischen 1852 der heutige Berggasthof Stadt Gotha. In den 1960er Jahren wurde noch ein Jugendgästehaus errichtet, welches nun genau zwischen den beiden Gasthöfen steht und noch heute als Jugendherberge betrieben wird. Nach dem Krieg von 1866 teilte sich Sachsen-Coburg und Gotha den Berg mit dem Königreich Preußen, da das Kurfürstentum Hessen nach dem verlorenen Krieg von Preußen annektiert worden war. In der DDR verlief von 1952 bis 1990 die Grenze zwischen den Bezirken Suhl und Erfurt auf dem Berg.
Von April bis Oktober fährt vom Parkplatz Grenzwiese der Inselsberg-Express, eine auf der Straße verkehrende, gummibereifte Kleinbahn, zum Gipfel. Weiterhin gibt es eine 1000 m lange Sommerrodelbahn sowie eine Liftanlage z. B. für Wintersportler.
Im Bereich der Jugendherberge bzw. der beiden Berggasthöfe bestehen Aussichtspunkte mit Süd- und Ostblicken. Am Rennsteig nördlich des Funkturms liegt ebenfalls ein Aussichtspunkt. Von hier besteht ein Blick nach Norden. Einen Aussichtsturm gibt es auf dem Berg nicht.
Zum Gedenken an die Landvermesser Hansen, Gerling und Gauß wurde 1995 ein Steinmal mit einer stilisierten Messmarkierung errichtet. (siehe Abb. Trigonometrischer Punkt)
Auf dem Inselsberg befindet sich eine Sendeanlage für UKW und TV mit zwei Sendetürmen, die 1939 und 1974 errichtet wurden.
Der 1939 errichtete Turm ist ein 43,31 Meter hoher freistehender zylindrischer Turm in Stahlbetonbauweise, der bis Kriegsende als Funksende- und Überwachungsstelle für militärische Zwecke genutzt wurde. Danach diente er für einige Jahre auch als Aussichtsturm. Im Jahre 1952 begannen die Instandsetzungsarbeiten durch das Ministerium für Post und Fernmeldewesen der DDR. Bereits 1953 konnte dort ein erster, 250 Watt starker UKW-Sender in Betrieb genommen werden. Von 1957 bis 1989 trug der Turm, ähnlich wie der Gerbrandytoren auf seiner Spitze einen am Erdboden abgespannten Antennenmast, an dem Sendeantennen für UKW und TV installiert waren. Heute ist dieser Antennenmast demontiert, stattdessen zieren nur noch kleine Antennen für Mobilfunk seine Spitze. Wegen seiner zylindrischen Form trägt der Turm auch den Spitznamen „Thermosflasche“.
Der neue, 1974 errichtete Sendeturm ist ein freistehender Stahlrohrturm, der auf vier Füßen steht. Dieser Turm, der in seiner Bauweise dem etwa zum gleichen Zeitpunkt auf dem Brocken errichteten neuen Sendeturm entspricht, trägt oberhalb seiner Fuße auf drei Plattformen Richtfunkantennen und im oberen Teil seiner Konstruktion Sendeantennen für UKW-Hörfunk und TV Band 3 sowie Sendeantennen für Band 4 geschützt durch Ummantelungen aus GFK.
Vom Großen Inselsberg sendet der MDR, das Deutschlandradio Kultur, die Thüringer Privatsender Antenne Thüringen und die Landeswelle Thüringen ihre Programme weit über die Landesgrenze hinaus. Das Sendegebiet reicht vom nördlichen Baden-Württemberg über das gesamte Nordbayern, bis nach Nordrhein-Westfalen. Auch in Teilen von Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen sind die vom Großen Inselsberg abgestrahlten Programme zu empfangen. Im Norden endet das Sendegebiet in Niedersachsen in der Nähe von Hannover.
Ab 1. Juli 2008 werden digitale Fernsehprogramme (DVB-T) mit einer Sendeleistung von 50 kW abgestrahlt.
Hörfunk-Programme
| Name | UKW | ERP | RDS PS |
|---|---|---|---|
| MDR 1 Radio Thüringen | 92,5 MHz | 100 kW | MDR THUE |
| MDR Figaro | 87,9 MHz | 60 kW | MDR FIGA |
| MDR JUMP | 90,2 MHz | 100 kW | MDR JUMP |
| Antenne Thüringen | 102,2 MHz | 100 kW | ANT.THUE bzw. AT-WEST |
| Landeswelle Thüringen | 104,2 MHz | 100 kW | LANDESW. bzw. LW WEST |
| Deutschlandradio Kultur | 97,2 MHz | 100 kW | DKULTUR |
TV-Programme (DVB-T)
| Sendername | Kanal/Pol. | Frequenz | ERP |
|---|---|---|---|
| ARD-Bouquet | 53 V | 730 MHz | 50 kW |
| MDR-Bouquet | 48 V | 690 MHz | 50 kW |
| ZDF-Bouquet | 50 V | 706 MHz | 50 kW |
(* ZDFdokukanal wird nur in der Nachtsendepause des KI.KA ausgestrahlt.)
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."