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Inlinehockey

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Inlinehockey ist eine moderne Form des Rollhockeys, die auf Inline-Skates gespielt wird und von der Ausrüstung und einem Großteil der Regeln stark dem Eishockey gleicht. Als besondere Version des Inlinehockey wird für die Sportart auch die Bezeichnung Inline-Skaterhockey genutzt. Dabei werden die Begriffe von den Rollsportverbänden wie folgt unterschieden: Inlinehockey wird mit einem speziellem Puck gespielt, während beim Inline-Skaterhockey ein Ball als Spielgerät dient.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Verschiedene Lager in der Sportart

Es zeigt sich innerhalb dieser Sportart eine Lagerspaltung: Einerseits wird Inlinehockey mit 4 Feldspielern und Tormann auf einem ca. 20m x 40m großen Feld mit Inline-Puck gespielt, andererseits gibt es Ligen und Vereine, die auf Eishockeyfeldgröße und das Spiel mit Spezialpucks spezialisiert sind.

Diese Lagerspaltung resultiert aus der Entwicklung der Sportart, die von den einen als Weiterentwicklung des Rollhockeys, von den anderen als „Sommer-Eishockey“ verstanden wird. Dies führt zu einem Aufeinanderprallen der Sichtweisen der jeweiligen Rollsport- und Eishockeyverbände und dazu, dass die Sportart in verschiedenen Verbänden nebeneinander organisiert wird, also mehrere Weltmeisterschaften und nationale Meisterschaften existieren.

Dabei ist Inlinehockey auf dem besten Wege dazu, sich vom „bloßen Eishockey im Sommer“ zu trennen und sich zu einer eigenen, spezialisierten Sportart zu entwickeln.

Die Spielstätten der Sportart sind Dreifachturnhallen mit normalen Flächenschwingböden, Eisflächen ohne Eis (nur in den Sommermonaten) und Außenanlagen mit Beton- oder Feinasphaltflächen.

Dieser Sport wird in einer dem Eishockey ähnlichen Ausrüstung, auf Inlineskates, mit Eishockeyschlägern gespielt. Als Spielgerät dient entweder ein spezieller Inlinehockey-Puck oder ein spezieller, meist orangener Hartkunststoffball (leichter als ein Eishockey-Puck).

Als „Inlinehockey“ bezeichnet man Hockey auf Inline-Skates in Eisstadien oder geeigneten Hallen mit einem Puck. Dabei werden häufig spezielle Pucks mit geringer Auflage verwendet. Die Saison findet in den so genannten eisfreien Zeiten statt und beginnt in der Regel im April und endet im August. Häufig wird diese Bezeichnung jedoch auch als Oberbegriff für alle Hockeyvarianten genutzt, bei denen die Spieler Inlineskates tragen.

„Inline-Skaterhockey“ grenzt sich hiervon ab, indem das Spiel nur mit einem Ball zugelassen ist. Während Inlinehockey international verbreiteter ist, gibt es im deutschen Skaterhockey (meist wird nur diese Kurzform benutzt) deutlich mehr Spieler und Vereine als im Inlinehockey. Zudem verfügt Skaterhockey nun schon seit einigen Jahren über eine gut funktionierende Ligenstruktur.

[Bearbeiten] Inlinehockey in Deutschland

In Deutschland wird der Spielbetrieb einerseits vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) nur für Proficlubs, andererseits vom Deutschen Rollsport und Inline-Verband (DRIV) veranstaltet. Dabei spalten sich jedoch auch die DRIV-Meisterschaften nochmals auf: in den Inlinehockey-Spielbetrieb einerseits und den Inline-Skaterhockey-Spielbetrieb andererseits.

Aus diesem Grund existieren in Deutschland insgesamt drei Deutsche Meisterschaften im Inlinehockey bzw. Inline-Skaterhockey, wobei die ISHD den größten Spielbetrieb stellt: Der Deutsche Eishockey-Bund organisiert die Deutsche Inline-Hockey-Liga (DIHL), vom Deutschen Rollsport- und Inline-Verband werden die IHD-Bundesliga (Inlinehockey-Bundesliga) und die ISHD-Bundesliga (Inline-Skaterhockey Deutschland-Bundesliga) organisiert.

Für die Saison 2008 haben sich allerdings der DEB und die IHD darauf geeinigt, einen gemeinsamen Deutschen Inlinehockey-Meister auszuspielen. Die gemeinsame Liga wird den Namen DIHL übernehmen. Die IHD-Vereine müssen allerdings zusätzlich eine eigene IHD-Liga ausspielen, da nur so die Qualifikation für den Europapokal erlangt werden kann. Die beiden Verbände haben sich aber darauf verständigt, dass nur der Sieger der DIHL den Titel des Deutschen Meisters tragen darf. Dabei organisiert die IHD den Spielbetrieb der Nord-, der DEB den der Süd-Divisionen.

In der DIHL sind dabei zu einem sehr großen Teil Eishockeyspieler und -clubs vertreten, die sich mit Inlinehockey in den Sommermonaten fit halten wollen.

Für Hobbyspieler gibt es auch einige verbandslose Ligen. Aber auch viele Einsteigerligen, die von den Landesverbänden des DRIV z.B. BRISV, WRISV etc. veranstaltet werden.

[Bearbeiten] Inlinehockey in der Schweiz

Deutschschweizer Vereine machen im Begriff keinen Unterschied und nennen die Sportart einheitlich Inlinehockey. Gespielt wird hauptsächlich auf Spielfeldgrössen von 60x30m oder 40x20m. Nur in Ausnahmefällen gibt es dazwischenliegende.

Die Verbände sind getrennt organisiert. Währenddessen der 60x30m-Verband alleine in der Schweiz dasteht, gibt es mehrere 40x20m-Verbände:

Die verschiedenen Ligen:

Stand: 4. Januar 2007

[Bearbeiten] Inlinehockey in Österreich

In Österreich zeigt sich eine ähnliche Situation wie in Deutschland. Die Liga des Österreichischen Rollsportverbands (ÖRSV) wird mit Inlinehockeyball gespielt, ist in mehrere Conferences aufgeteilt und freut sich gerade in der Eastern Conference regen Zuspruchs, wo die Liga in 3 Divisionen aufgeteilt ist.

Die Inlinehockey Liga des Wiener Eishockeyverbandes (WIHL) ist in 2 Klassen aufgeteilt und wird zum Unterschied der Liga des ÖRSV mit Puck und auf Eishockeyfeldgröße gespielt. Des Weiteren organisiert der Eishockeyverband eine Bundesliga, in der vor allem Eishockeyspieler der höheren Spielklassen vertreten sind.

[Bearbeiten] Inline-Skaterhockey der Rollsportverbände

Eine Mannschaft besteht aus einem Torhüter und vier Feldspielern. In unbegrenztem Wechsel dürfen insgesamt 18 Spieler eingesetzt werden. Ein normales Spiel dauert 3 x 20 Minuten, wobei nicht bei jeder kurzen Unterbrechung die Zeit, anders als im Eishockey, angehalten wird. In den jüngeren Altersklassen Bambini, Schüler und Jugend (man ist ab dem Jahr in dem man 16 wird Juniorenspieler) spielt man 3 x 15 Minuten. Ein Spiel wird von zwei Schiedsrichtern geleitet, zwei Zeitnehmer betreuen die Uhr und Strafbänke. Es gibt zwei, fünf und zehn Minuten Strafen und den Platzverweis. Die zehn Minuten Strafe ist die Gelbe Karte bei der der betroffene Spieler 10 Minuten auf der Strafbank verweilen muss. Bei einem Platzverweis erhält man die Rote Karte und ist danach für ein paar Spiele, je nach dem Vergehen, gesperrt. Bei einer gelb-roten Karte (zwei 5 Minutenstrafen in einem Spiel oder zwei 10 Minutenstrafen) ist man ein Spiel gesperrt, ein solcher Fall wird nicht von den zuständigen Behörden bearbeitet. Die Dauer der gesperrten Spiele richtet sich danach, was es für ein Vergehen war und ob der betreffende Spieler vorher schon einmal eine Strafe erhalten hatte. Im internationalen Spielbetrieb gibt es noch die Schwarze Karte die man bei sehr üblen Vergehen bekommt. Diese bedeutet meist eine langjährige Sperre.

Im Gegensatz zum Eishockey gelten viele dort als „normale Härte“ qualifizierte Spielweisen im Inline-Skaterhockey als Foul. Der Sport wird deshalb oft als "für Einsteiger besser geeignet" apostrophiert.

Unter dem Dach des internationalen Verbandes IISHF ist der deutsche Verband DRIV (sowie dessen Sportkommision für Inline-Skaterhockey die ISHD) organisiert. Im Inline-Skaterhockey werden nationale und internationale Meisterschaften ausgetragen.

[Bearbeiten] Welt- und Europameisterschaften

So wie die nationalen Meisterschaften von unterschiedlichen Verbänden organisiert werden, finden auch von den unterschiedlichen internationalen Sportföderationen verschiedene Weltmeisterschaften statt (siehe Inlinehockey-Weltmeisterschaft). So organisiert einerseits die Internationale Rollsport-Föderation FIRS (französisch: Fédération Internationale de Roller Sports) Weltmeisterschaften für Frauen und Männer, andererseits die Internationale Eishockey-Föderation IIHF Weltmeisterschaften für Männer.

Europameisterschaften werden bislang genauso wie Junioren- und Frauenweltmeisterschaften sowie Kontinentalpokale der Landesmeister nur von der FIRS ausgetragen. Zumindest die Juniorenweltmeisterschaften und die Pokalturnier der Landesmeister Europas und Südamerikas sind jedoch bereits bei der IIHF in Planung.

Vom Internationalen Olympischen Komitee wird nur die FIRS als Träger des Inlinehockey-Sports anerkannt, weshalb für die vom IOC veranstalteten World Games, bei denen Inlinehockey seit 2005 vertreten ist, eine Nationalmannschaft vom DRIV zusammengestellt wurde.


Siehe auch: Inlinehockey-Weltmeisterschaft

[Bearbeiten] Weblinks

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