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Immenstadt)
Immenstadt im Allgäu (amtlich: Immenstadt i.Allgäu) ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Oberallgäu.

Nicht zu verwechseln ist Immenstadt im Allgäu mit der ähnlich klingenden Gemeinde Immenstaad am Bodensee in etwa 90 km Entfernung.
Immenstadt liegt im Allgäu im südwestlichen Bayern zwischen Kempten im Norden und Sonthofen im Süd-Südosten. Die Stadt, deren Ortskern auf 728 m Höhe liegt, breitet sich am Ostufer des Großen Alpsees aus. Der Große Alpsee mit seinen 2,4 km² Wasserfläche mit anliegendem Naturschutzgebiet stellt für die umliegende Bevölkerung wie auch für Touristen ein gern genutztes Naherholungsziel dar.
Durch die Stadt fließt, vom Kostanzer Tal aus kommend, den Großen und Kleine Alpsee durchquerend, in west-östlicher Richtung die Konstanzer Ach. Sie mündet außerhalb des Stadtgebietes von Immenstadt in die Iller.
Aus südlicher Richtung kommend (Quellgebiet bei Alpe Gund, unterhalb des Stuiben in 1.500 m) durchfließt der sog. Steigbach (teilweise untertunnelt) den Stadtkern in Richtung Norden, um dann, unterhalb des Kalvarienberges, in die Konstanzer Ach zu münden.
Südlich der Stadt ragen die Berge Mittagberg (1.451 m ü. NN) und Immenstädter Horn (1.490 m) auf.
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Blick von der Kanzel des Immenstädter Horns auf Immenstadt
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Blick von der Kanzel auf den Kleinen Alpsee und Bühl
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Im Uhrzeigersinn sind (unvollständig) die Nachbargemeinden im Norden beginnend:
Durch die am 1. Januar 1972 in Kraft getretene Gemeindegebietsreform verloren die zwischen 1808 und 1818 gebildeten sogenannten politischen Gemeinden Akams, Bühl, Diepolz, Eckarts, Rauhenzell (1833) und Stein ihre Selbständigkeit und sind seitdem Stadtteile von Immenstadt. Die bisher zu diesen Gemeinden gehörenden Weiler und Einöden werden nunmehr als Ortsteile bezeichnet.
- Akams (Akams, Adelharz, Freibrechts, Göhlenbühl, Luitharz)
- Bühl a. Alpsee (Bühl, Alpseewies, Gschwend, Hintersee, Hochreute, Hub, Ratholz, Reuter, Rieder, Sange, See, Trieblings, Zaumberg)
- Diepolz (Diepolz, Freundpolz, Knottenried, Reute)
- Eckarts (Eckarts, Dietzen, Lachen, Thanners, Werdenstein, Zellers)
- Rauhenzell (Rauhenzell, Egg, Oberau)
- Stein im Allgäu (Stein, Bräunlings, Flecken, Gnadenberg, Obereinhart, Untereinharz, Seifen)
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
| Jahr |
1900 |
1950 |
1970 |
2005 |
2006 |
| Einwohner |
6'190 |
13'136 |
13'920 |
14'321 |
14'328 |
[1]
Um 1332 erwarben die Grafen von Montfort die Burg Rothenfels und erhoben den erstmals im Jahre 1275 urkundlich als Ymmendorff erwähnten Ort 1360 mit Genehmigung Kaiser Karl IV. zur Stadt. Mit der Stadterhebung war gleichzeitig die Verleihung des Marktrechtes verbunden.
Immenstadt erlangte durch Salzstapel und Leinwandhandel (1536 erfolgte die Verleihung einer „Kaiserlich gefreiten Leinwandschau“) wirtschaftlichen Wohlstand. Gelegen an der großen Salzstraße von Hall in Tirol an den Bodensee, war Immenstadt Zoll-, Stapel- und Umschlagplatz des „Weißen Goldes“.
1567 veräußerten die Montforter die Stadt an die Freiherren zu Königsegg.
Durch den Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) und den Ausbruch der Pest verlor die Stadt fast 70 Prozent ihrer Bevölkerung.
Den großen Bränden in den Jahren 1625, 1679 und 1756 fielen zahlreiche Gebäude zum Opfer. Die einschneidenste Umgestaltung seines Altstadtbildes erfuhr Immenstadt aber nach den letzten großen Stadtbränden von 1805 und 1844, bei denen fast die Hälfte der Innenstadtbebauung vernichtet wurde.
Die Mechanische Bindfadenfabrik wurde im Jahr 1855 erbaut, und mit ihr hielt die Industrie in Immenstadt ihren Einzug.
Von 1804 bis 1806 gehörte die Stadt zu Österreich, bis sie schließlich am 10. März 1806 bayerisch wurde. Immenstadt ist die älteste Stadt im Landkreis Oberallgäu.
Das Wappen von Immenstadt wird in zwei Hälften gespalten. Die linke Hälfte zeigt einen aufrecht stehenden, gebogenen Fisch auf grünem Hintergrund, die rechte Hälfte eine gespaltene grüne Linde auf weißem Hintergrund.
Der Wappenspruch „Immen, Fisch und Linden sind allhier zu finden“ stammt aus dem 18. Jahrhundert. Der Ortsname leitet sich allerdings nicht von Immen (Bienen) ab, sondern von einem Personennamen und bedeutet soviel wie „Dorf des Immo“. Die in der rechten Hälfte dargestellte halbe Linde ist vom Lindauer Stadtwappen übernommen worden, da Immenstadt 1360 das Lindauer Stadtrecht erhielt. Der Fisch, dargestellt in der linken Seite, symbolisiert wohl den damaligen Fischreichtum.
Die offiziellen Stadtfarben von Immenstadt sind grün und weiß.
Ergebnis der Kommunalwahl vom 2. März 2008 [2]
- Bürgermeister
- Erster Bürgermeister: Armin Schaupp (parteilos)
- Zweiter Bürgermeister: Thomas Wurmbäck (CSU)
- Dritter Bürgermeister: Werner Oppold (Bündnis 90/ Die Grünen)
- Stadtrat
| Christlich-Soziale Union (CSU) |
35,66 % |
−8,86 % |
9 Sitze |
−3 |
| Wählergemeinschaft die Aktiven (Aktive) |
21,47 % |
+6,86 % |
5 Sitze |
+2 |
| Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) |
12,28 % |
−2,39 % |
3 Sitze |
±0 |
| Bündnis 90/ Die Grünen (Grüne) |
11,78 % |
−0,18 % |
3 Sitze |
±0 |
| Freie Wähler e. V. (FW) |
9,76 % |
−4,85 % |
2 Sitze |
−1 |
| Wählergemeinschaft Junge Alternative für Immenstadt (JA) |
9,05 % |
+9,05 % |
2 Sitze |
+2 |
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten und Tourismus
Klosterkirche St. Josef in der Westansicht
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Die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus
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Ölbergkapelle und Kriegerdenkmal
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Kirche St. Stephan und Loreto-Kapelle in Bühl
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Evangelische Erlöserkirche, Westansicht
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- Kapuzinerkirche St. Josef: Die Grundsteinlegung der Kapuzinerkirche St. Josef fand im Jahr 1653 statt, nachdem es Hugo Graf zu Königsegg-Rothenfels gelungen war, die Kapuziner 1650 nach Immenstadt zu holen. Die Kirche wurde zu Grablege des hier regierenden Grafenhauses, Reste der einstigen Epitaphien sind im Inneren noch erhalten. 1730 baute der Orden an der Nordseite der Kirche eine Kapelle zu Ehren des Kapuzinermärtyrers Fidelis von Sigmaringen mit darunterliegenden Kapuzinergruft an. 1903 wurde die Westfassade in eine neubarocke Form gebracht und der Chor nach Osten hin verlängert. Das Klostergebäude, welches damals mit angebaut wurde, ist im Zuge des Neubaues des Immenstädter Pfarrzentrums 1984 abgebrochen worden.
- Stadtpfarrkirche St. Nikolaus: Eine erstmalige Erwähnung einer Kirche am heutigen Standort dürfte auf das 12. Jahrhundert fallen. Nach zahlreichen Bränden sowie Aus- und Umbauten über die Jahrhunderte hinweg fand schließlich am 18. Oktober 1707 die Konsekration zu Ehren der Heiligen Nikolaus und Magnus statt. Besonders der Umbau der Stadtpfarrkirche in den Jahren 1907/08 in neubarockem Stil, der die Kirche zum größten Sakralbau des oberen Allgäus gemacht hat, ist durch Baukunst und Malerei bemerkenswert. Die gründliche Innenrenovierung von 1989/ 90 schloss auch die Aufstellung eines neuen Volksaltars mit ein. Die im Jahre 2004 eingeweihte neue Orgel, erbaut von Siegfried Schmid, Knottenried, vollendet das Bemühen der Bürger um ein würdiges Gotteshaus.
- Kloster der Franziskanerinnen St. Maria Stern: 1909/ 10 errichtete das Mutterhaus des Ordens St. Maria Stern aus Augsburg das Gebäude an der Südseite des Kalvarienberges. Dieser Bau beherbergte eine Haushaltsschule und ein Schülerinnenheim. Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen wurden in den Jahren 1926/ 27 und 1934 vollzogen. 1939 wurde das Haus von den Nationalsozialisten beschlagnahmt, die Ordensschwestern kehrten nach Augsburg zurück. 1940 kaufte die Stadt Immenstadt das Gebäude (jetzt mit Oberschule und Landschulheim), veräußerte es jedoch nach Kriegsende 1946 wieder an den Orden zurück. Neben einem Wohngebäude für die Ordensschwestern östlich des Hauptbaus (1967) wurde in den 1990er Jahren auch noch eine neue Turn- und Mehrzweckhalle errichtet.
- Ölbergkapelle: Zur Entstehungszeit der Ölbergkapelle in direkter Nachbarschaft zur Stadtpfarrkirche St. Nikolaus ist nichts überliefert. Die Altarweihe jedoch erhielt die Kapelle 1760. Der Altar steht vor einer mit Grotten und Nischen gegliederten Felslandschaft, in die der leidende Christus mit den schlafenden Jüngern hineingestellt ist. Das ursprüngliche Erscheinungsbild hat die Kapelle 1909 verloren, als der südlich angefügte schmale Vorbau abgebrochen wurde. Teile der ursprünglichen Bemalung kamen bei der Renovierung 1992/93 zum Vorschein.
- Kalvarienbergkapelle: Die Kalvarienbergkapelle fand ihre Anfänge zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Die damalige „Kapelle“ diente zunächst nur als Andachtsstätte und war eine halbkreisförmige Mauer, welche 1858 durch einen Erweiterungsbau aus Holz geschlossen wurde. Die ehemals hölzernen Bildsäulen entlang der Stufen wurden 1848 gegen Bildstöcke aus Stein ersetzt, die Kastanienallee neben den Treppe 1877 gepflanzt. Die Kapelle erhielt 1890 eine Glocke (gestiftet von einem Bürger) im neu errichteten Türmchen und schließlich sind 1926 die vierzehn Stationen, welche seit 1857 Bilder von Caspar Ludwig Weiß enthielten, durch Reliefs in Majolika ersetzt worden.
- Gottesackerkapelle St. Georg: Die von Freiherr zu Königsegg erbaute Kapelle wurde am 15. Dezember 1619 zu Ehren der hl. Jungfrau Marie, der Heiligen Georg, Sebastian und Rochus geweiht. Während der Pestjahre 1628–1635 fanden auf dem damaligen, in der Nähe liegenden Begräbnisplatz verstorbene Immenstädter ihre letzte Ruhestätte. Ab 1805 mussten Verstorbene ausschließlich hier begraben werden. 1802 wurde die Kapelle abgebrochen und von Grund auf neu errichtet. Das Altarbild „Auferstehung Christi“ (1883) und weitere Bilder im Inneren der Kapelle schuf der Immenstädter Maler Ludwig Glötzle.
- Hölzerne Kapelle: Die Hölzerne Kapelle, im Steigbachtal gelegen und über die Oberer resp. Untere Steig zu erreichen, ist in der heutigen Form im 19. Jahrhundert erbaut worden. Der Vorgängerbau wurde erstmalig 1745 erwähnt. Zur Ausstattung gehörten die spätgotischen Figuren der Heiligen Sebastian und Rochus, die sich jetzt in der Stadtpfarrkirche befinden.
- Kirche St. Stephan: Die Kirche St. Stephan in Bühl am Alpsee wurde 1666/67 errichtet. Sie besitzt mit der Salvator- oder Heilig-Grab-Kirche eine kleine Unterkirche.
- Maria-Loreto-Wallfahrtskapelle: Die Maria-Loreto Wallfahrtskapelle, ebenfalls in Bühl am Alpsee, wurde 1666 auf den Grundmauern der alten St.-Stephan-Kirche errichtet. Sie ist der „Casa Santa“, dem angeblichen Geburtshaus Marias in Nazaret, nachempfunden. Bis zu 30.000 Gläubige sollen Ende des 17. Jahrhunderts jährlich hierher gepilgert sein.
- Evangelische Pfarrkirche („Erlöserkirche“): Die Grundsteinlegung zur Evangelischen Pfarrkirche (auch „Erlöserkirche“ genannt) erfolgte 1861, der Bau wurde im August des darauffolgenden Jahres eingeweiht. Schon 1883/85 wurde das Gotteshaus umgebaut, es erfolgte eine Erweiterung desselben. Im Kriegsjahr 1945 erlitt das Kirchengebäude erhebliche Kriegsschäden durch Bombenabwurf, welche bis 1946 wieder beseitigt wurden. Eine bauliche Umgestaltung 1964/65 vergrößerte die Kirche, der Turm erhielt nach einem Umbau vier Zifferblätter und neben der Kirche wurde ein neues Pfarrhaus errichtet. Im Zuge der vorläufig letzten Baumaßnahme 1991/94 wurde ein Gemeindehaus gebaut, zudem entstand ein neuer, süd-nord-orientierter, fast quadratischer Kirchenraum. Im Jahr 1969 erhielt Immenstadt auf Grund der steigenden Zahl der Gemeindemitglieder eine zweite Vikarstelle, welche ihren Sitz in Blaichach hat. Von dort werden Rettenberg, Vorderburg, Wertach und Jungholz (Österreich) versorgt.
- Neuapostolische Kirche: Die Neuapostolische Kirche wurde 1951 am jetzigen Standort in der Liststraße errichtet und 1989/90 umgebaut.
- Jehovas Zeugen: Die Gemeinde der Zeugen Jehovas wurde 1956 in Immenstadt gegründet. 1985 wurde die ehemalige Stadtsäge in der Bachreute erworben, abgebrochen und auf diesem Grundstück 1986 der neue „Königsreichsaal“ als Versammlungsstätte erbaut.
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Geißenbrunnen Klosterplatz
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Das Rathaus auf der Südseite des Marienplatzes wurde 1640 erbaut und 1753 von der Stadt erworben. Hier fanden von 1753 bis 1820 die bedeutenden Immenstädter Leinwandschauen statt, zu denen Kaiser Karl V. 1536 die Erlaubnis erteilt hatte. Der Spitzgiebel mit dem runden Glockentürmchen erhielt das Rathaus nach einem Brand im Jahre 1912, nachdem das Gebäude 1846–1866 im neogotischen Stil umgebaut worden ist.
Die Mariensäule, welche den Mittelpunkt des Platzes darstellt, wurde 1773 errichtet wurde und erhebt sich über ein achteckiges Brunnenbecken aus dem Jahr 1988. Die vier bronzenen Figuren rund um den Brunnen (Hirtenjunge, Zimmermann, Weberin und Strumpfformerin) symbolisieren typische Alt-Immenstädter Gewerbe.
Das Stadtschloss mit Rittersaal wurde 1550 im spätgotischen Stil wohl als Amtshaus durch Graf Hugo von Montfort erbaut (Jahreszahl über Türsturz im Eingangsbereich) und zwischen 1595 und 1620 durch Georg Freiherr zu Königsegg zum Schloss erweitert. Der Südflügel wurde Ende des 17. Jahrhunderts, der Westflügel 1748 errichtet, jedoch 1973 abgebrochen.
Das jetzige Literaturhaus Allgäu (mit Stadtbücherei) war ehemals gräfliches Brauhaus. Es brannte 1765 ab (der Neubau des Brauhauses erfolgte 1766 etwa 100 m südlich). 1774 erbaute der Land-Komtur des Deutschen Ordens, Christian Moritz zu Königsegg-Rothenfels über den noch vorhandenen Bierkellern eine Reitschule. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde es für Theatervorstellungen der Immenstädter Schauspieler-Gesellschaft benutzt. 1804 ging es zuerst in österreichischen, 1805 dann in bayerischen Staatsbesitz. 1807 wurde es mit dem gesamten Brauereiareal durch Franz Anton Höß erworben. 1851 wurde das Gebäude als Mälzerei umgebaut. Es erfolgte 1895 ein Verkauf an die Familie Kaiser (Kaiserbräu) und wurde 1990 durch die Stadt angekauft. Die Sanierung und der Umbau des Gebäudes erfolgte in den Jahren 2006/ 2008.
Das Hörmannhaus am Klosterplatz wurde 1757 erbaut und 1905 an das Kapuziner-Kloster verschenkt. Das Gebäude diente als Bäckerei. Von 1957 bis 1990 war dort das Heimatmuseum untergebracht. Das Haus wurde 1992 saniert und umgebaut und steht seitdem unter Denkmalschutz. Seit dem Jahr 1993 ist dort die Hörmannhaus-Töpferei untergebracht.
Weitere interessante Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt und im Umland sind verschiedene Brunnen- und Gartenanlagen, Skulpturen mit direktem Bezug zur Geschichte Immenstadts, das Heimatmuseum Hofmühle, die Reste der Burg Hugofels, die Ruine Laubenberg, kleinere Dorfkirchen im Umland, das Allgäuer Bergbauernmuseum mit der Bergkäserei Diepolz und verschiedene Sennalpen (Hochried, Oberberg und Mittelberg).
[Bearbeiten] Immenstädter Hausberge
- Mittagberg: Südlich von Immenstadt gelegen, Gipfelhöhe 1.451 m, besteht aus Nagelfluh; östlichster Berg der Nagelfluhkette. Alpen: Alpe Hochried (900 m), Mittag-Alpe (1.210 m), Alpe Schwanden (1.240 m), Sennalpe Oberberg (1.305 m).
- Immenstädter Horn: Südwestlich von Immenstadt gelegen, Gipfelhöhe 1.490 m, besteht aus Nagelfluh. Alpen: Alpe Wildegund (1.315 m), Alpe Alp (1.320 m), Alpe Kessel (1.243 m).
- Steineberg: Südöstlich von Immenstadt gelegen, Gipfelhöhe 1.660 m, besteht aus Nagelfluh, mittlerer Gipfel der Route „Mittag-Steineberg-Stuiben“.
- Stuiben: Südöstlich von Immenstadt gelegen, Gipfelhöhe 1.749 m, besteht aus Nagelfluh. Alpen: Alpe Gund (1.502 m), höchster Immenstädter Hausberg.
- Gschwender Horn: Westlich von Immenstadt gelegen, Gipfelhöhe 1.450 m.
- Heimatmuseum „Hofmühle“: Die Geschichte der Hofmühle begann 1451, damals erwähnt als „müli ze Ymmenstatt“. Sie lag schon damals am nördlichen Ufer der Aach, dem heutigen Standort der Hofmühle. 1763 abgebrannt, errichtete Franz Hugo Graf von Königsegg an derselben Stelle die heutige große Hofmühle. 1805 ging die Hofmühle in das Eigentumg des Königtums Bayern, ab 1806 in Privatbesitz über. Von der Mühle bezogen die Immenstädter Bäcker das Mehl und die Brauer aus einer bis zu 4 Stunden entfernten Umgebung das Malz. Der Mühlenbetrieb wurde 1898 eingestellt, das Mühlengebäude erwarb 1983 an die Stadt Immenstadt. Nach einer kurz darauf erfolgten grundlegenden Sanierung stellte die Stadt die Räume im Ostteil des Hauses dem Heimatverein Immenstadt für das Museum zur Verfügung, im Westteil ist das Stadtarchiv untergebracht.
- Allgäuer Bergbauernmuseum: Das Allgäuer Bergbauernmuseum, im Ortsteil Diepolz auf 1.037 m gelegen, wurde 2004 fertiggestellt. Es liegt am Fuße des Hauchenbergs.
Direkt von der Altstadt führt eine steile Treppe an einem Südhang zur Kalvarienkapelle, vorbei an vierzehn Bildstöcken. In der Kapelle befindet sich eine mächtige, überlebensgroße Darstellung der Golgotha-Szene. Die Gestalten wirken in der dargestellten Szene wild bewegt in barockhafter Manier. Von der Kapelle aus kann man über Almenwiesen und vorbei an alten Eichenbäumen weiter in die Höhe steigen. Von oben bietet sich ein guter Blick auf Immenstadt und die Allgäuer Bergwelt.
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Blick vom Kalvarienberg auf den Mittag
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[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Auf dem Viehmarktplatz findet jährlich am dritten Samstag im September der Viehscheid statt. Es werden ca. 1.000 Rinder nach der Sömmerung von den Alpen ins Tal hinunter abgetrieben (Alpabtrieb) und an ihre Besitzer zurückgegeben. Hevorzuheben ist hierbei, dass Immenstadt die einzige Stadt in der gesamten Bundesrepublik mit einem eigenen, regelmäßigen Viehscheid ist.
- Ansonsten ist der Viehmarktplatz der größte Platz der Stadt Immenstadt und wird für Freiluftveranstaltungen und Märkte genutzt.
- Der Immenstädter Sommer ist eine jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe. Konzerte, Kabarett und Open-Air-Kino locken jedes Jahr viele Einheimische und Touristen in die Altstadt. Bekannte Künstler präsentieren sich auf mehreren Bühnen im Kern der Stadt.
- Vom 4. bis zum 6. Dezember wird alljährlich auf dem Marien- und Klosterplatz das Klausentreiben veranstaltet. Auch kommt um diese Zeit der Stadtnikolaus zu Besuch.
- Auf dem Großen Alpsee finden jedes Jahr verschiedene Segel-Regatten statt.
- Auch ambitionierte Breitensportler kommen in der „Sportstadt“ Immenstadt auf ihre Kosten: Der Allgäu-Triathlon lockt jedes Jahr im Juli ca. 1.000 Sportler. Auch bei verschiedene Laufveranstaltungen, wie z. B. dem Lauf um den Großen Alpsee (August), dem Iller-Marathon (Juni) oder dem Nikolauslauf (Dezember) kommen zahlreiche Hobbyathleten zum Zug.
- Dreimal jährlich werden in der Innenstadt Firanten-Märkte abgehalten (Maimarkt (Mai), Michaelimarkt (September) und Gregorimarkt (November)), auf welchen fahrende Händler ihre Waren anbieten.
- Ende Juli wird im Innenstadtbereich das Stadtfest abgehalten. Eineinhalb Tage lang wird dieser Bereich in eine Party-Zone für jung und alt verwandelt.
- Zweimal jährlich laden die Immenstädter Einzelhändler zum Shoppen und Einkaufen zu einem Verkaufsoffenen Sonntag (April) resp. Verkaufsoffenen Feiertag (3. Oktober) ein.
- Auf einem Käse- und Bauernmarkt präsentieren sich zahlreiche Aussteller zu Ende des Sommers auf dem Marienplatz.
- Freunde der Blasmusik kommen bei zahlreichen Standkonzerten der Stadtkapellen Immenstadt (Pavillon in der Hofgartenanlage) und Bühl (Seebühne) in den Sommermonaten auf Ihre Kosten.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Der örtliche Bahnhof ist Verkehrsknotenpunkt an den Bahnstrecken KBS 970 und KBS 975 für das gesamte Allgäu mit Anbindung Richtung Lindau, Oberstdorf, Ulm, Augsburg, München und Nürnberg.
Folgende DB-Linien verkehren in Immenstadt:
- RE Lindau–Kempten–Ulm: im 120 Min-Takt (bedient durch Baureihen 218 und 612)
- RE Oberstdorf–Kempten–Ulm: im 120 Min-Takt (bedient durch Baureihen 218 und 612)
- RE Lindau–Kempten–Augsburg (–Nürnberg)):im 120 Min-Takt (bedient durch Baureihen 218 und 612)
- RE Lindau–Kempten: einzelne Züge (bedient durch Baureihen 218 und 612)
- RB Immenstadt–Oberstdorf: im 60 Min-Takt (bedient durch Baureihen 612, 628 und 642)
- RB Kempten–Oberstdorf: einzelne Züge (bedient durch Baureihen 218, 612, 628 und 642)
- RE Lindau–Kempten–München: einzelne Züge (bedient durch Baureihe 218)
- IC Dortmund-Oberstdorf: 1 Zugpaar (bedient durch Baureihe 218)
- IC Hamburg-Oberstdorf: 1 Zugpaar (bedient durch Baureihe 218)
Außerdem verkehrt alle zwei Stunden von Oberstdorf bzw. Lindau nach München der Arriva-Länderbahn-Express (ALEX – bis 8. Dezember 2007: Allgäu-Express), der aus Eurorunner-Lokomotiven sowie modernisierten Abteil- und Speisewagen gebildet wird.
Bis Anfang der 1990er Jahre war Immenstadt auch noch Haltepunkt für die EuroCity-Züge München–Zürich.
Eine Besonderheit in Immenstadt ist, dass alle Züge nach Oberstdorf hier die Fahrtrichtung wechseln müssen, so dass die Züge öfters lange in Immenstadt stehen, bis die Fahrt fortgesetzt werden kann.
Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2006 wird die Linie Lindau–Immenstadt–München nach Augsburg geführt, nur noch zwei Regionalzüge bedienen die Linie Lindau–Immenstadt–München, ansonsten muss in Buchloe neuerdings in Richtung München umgestiegen werden. Dafür verkehren die RE Lindau–Augsburg teilweise als „Allgäu-Franken-Expreß“ weiter in Richtung Nürnberg. Damit gibt es von Immenstadt nun bis zu vier Direktverbindungen nach Nürnberg, diese Leistungen werden mit der Baureihe 612 gefahren.
[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen
Vor Ort ist eine gutsortierte Stadtbibliothek. Ebenso ist das Kreiskrankenhaus in Immenstadt auf Grund seiner zentralen Lage eingerichtet worden. Zusätzlich gibt es viele Filialen von Staatsbehörden, wie Finanz-, Forst- und Vermessungsamt.
Zur Erholung bietet die Stadt ein Hallenbad und ein am Kleinen Alpsee liegendes, beheiztes Freibad an, welches konventielle Schwimmbecken mit einem Badesee verbindet.
Eine städtische Musikschule in der renovierten Villa Edelweiß (erbaut von Jean Keller) mit regelmäßigen Konzerten ist für den musischen Bereich zuständig.
Immenstadt bietet als Schulstadt die nachfolgenden Schul- und Bildungseinrichtungen
- Kindergärten (3 städtische, 2 katholische, 1 Waldorfkindergarten)
- Königsegg-Grundschule
- Grundschule Stein
- Hauptschule Immenstadt
- Mädchenrealschule Maria Stern
- Staatliche Knabenrealschule
- Gymnasium Immenstadt (sprachliches und naturwissenschaflich-technologisches Gymnasium)
- Berufsschule mit Berufsaufbauschule
- Berufsfachschule für Hauswirtschaft und gastgewerbliche Berufe
- Landwirtschafts- und Alpwirtschaftsschule
- Private Wirtschaftsschule Merkur
- Fachschule für Altenpflege
- Musikschule Oberallgäu Süd e. V.
- Norbert Riedel (1914–1963), Erfinder und Unternehmer, Entwickler des Motorrades „Imme“
- Wilhelm Krause (1913–2008), Maler
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Joseph Liebherr (1767–1840), Professor der Mechanik
- Magnus Jocham (1808–1893), Professor der Theologie
- Johann Georg Grimm (1846–1887), Landschaftsmaler
- Ludwig Glötzle (1847–1929), Kunstmaler
- Alois Schmid (1854–1911), deutscher Politiker und Reichstagsabgeordneter
- Eugen Ludwig Hoess (1866–1955), Kunstmaler und Graphiker
- Fritz Schwaiger (1878–1953), Kunstmaler
- Theo Bechteler (1903–1993), Bildhauer und Kunstmaler
- Ragni Maria Gschwend (* 1935), Übersetzerin
- Dieter Höss (* 1935), Textautor, Maler und Graphiker
- Klaus Nomi (1944–1983), Avantgarde-Künstler (Countertenor)
- Gigi Banini (* 1946), Kunstmalerin
- Christian Wagner (* 1959), Filmregisseur und Drehbuchautor
- Thomas Brechenmacher (* 1964), Historiker
- Jörg Steinleitner (* 1971), Schriftsteller
- Karin Ertl (* 1974), Leichtathletin
- Michael Waginger (* 1979), Eishockeyspieler
- Dennis Endras (* 1985), Eishockey-Torhüter
- Thomas Jörg (* 1981), Eishockeyspieler
- Immenstadt im Allgäu – Landschaft, Geschichte, Wirtschaft, kulturelles und religiöses Leben im Laufe der Jahrhunderte, (Hrsg.) Dr. Rudolf Vogel, Verlag J. Eberl KG, Immenstadt 1996.
- ↑ Daten und Infos über Immenstadt
- ↑ Offizielles Ergebnis der Kommunalwahl 2008
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"Je rencontre quelques peines, je rencontre beaucoup de joie, c'est parfois une question de chance, souvent une rencontre de choix."