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Immenstadt im Allgäu

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Immenstadt i.Allgäu
Markierung
Deutschlandkarte, Position der Stadt Immenstadt i.Allgäu hervorgehoben
47.55972222222210.218888888889Höhenangabe falsch oder mehr als zwei NachkommastellenKoordinaten: 47° 34′ N, 10° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Oberallgäu
Höhe: 728–1749 m ü. NN
Fläche: 81,4 km²
Einwohner: 14.381 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 177 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87509
Vorwahl: 08323
Kfz-Kennzeichen: OA
Gemeindeschlüssel: 09 7 80 124
Adresse der Stadtverwaltung: Marienplatz 3–4
87509 Immenstadt i.Allgäu
Webpräsenz:
Bürgermeister: Armin Schaupp (SPD/GRÜNE/'die Aktiven')

Immenstadt im Allgäu (amtlich: Immenstadt i.Allgäu) ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Oberallgäu.

Inhaltsverzeichnis


Immenstadt

Nicht zu verwechseln ist Immenstadt im Allgäu mit der ähnlich klingenden Gemeinde Immenstaad am Bodensee in etwa 90 km Entfernung.

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Lage

Immenstadt liegt im Allgäu im südwestlichen Bayern zwischen Kempten im Norden und Sonthofen im Süd-Südosten. Die Stadt, deren Ortskern auf 728 m Höhe liegt, breitet sich am Ostufer des Großen Alpsees aus. Der Große Alpsee mit seinen 2,4 km² Wasserfläche mit anliegendem Naturschutzgebiet stellt für die umliegende Bevölkerung wie auch für Touristen ein gern genutztes Naherholungsziel dar.
Durch die Stadt fließt, vom Kostanzer Tal aus kommend, den Großen und Kleine Alpsee durchquerend, in west-östlicher Richtung die Konstanzer Ach. Sie mündet außerhalb des Stadtgebietes von Immenstadt in die Iller.
Aus südlicher Richtung kommend (Quellgebiet bei Alpe Gund, unterhalb des Stuiben in 1.500 m) durchfließt der sog. Steigbach (teilweise untertunnelt) den Stadtkern in Richtung Norden, um dann, unterhalb des Kalvarienberges, in die Konstanzer Ach zu münden.
Südlich der Stadt ragen die Berge Mittagberg (1.451 m ü. NN) und Immenstädter Horn (1.490 m) auf.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Im Uhrzeigersinn sind (unvollständig) die Nachbargemeinden im Norden beginnend:

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Durch die am 1. Januar 1972 in Kraft getretene Gemeindegebietsreform verloren die zwischen 1808 und 1818 gebildeten sogenannten politischen Gemeinden Akams, Bühl, Diepolz, Eckarts, Rauhenzell (1833) und Stein ihre Selbständigkeit und sind seitdem Stadtteile von Immenstadt. Die bisher zu diesen Gemeinden gehörenden Weiler und Einöden werden nunmehr als Ortsteile bezeichnet.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Jahr 1900 1950 1970 2005 2006
Einwohner 6'190 13'136 13'920 14'321 14'328

[1]

[Bearbeiten] Geschichte

Um 1332 erwarben die Grafen von Montfort die Burg Rothenfels und erhoben den erstmals im Jahre 1275 urkundlich als Ymmendorff erwähnten Ort 1360 mit Genehmigung Kaiser Karl IV. zur Stadt. Mit der Stadterhebung war gleichzeitig die Verleihung des Marktrechtes verbunden.

Immenstadt erlangte durch Salzstapel und Leinwandhandel (1536 erfolgte die Verleihung einer „Kaiserlich gefreiten Leinwandschau“) wirtschaftlichen Wohlstand. Gelegen an der großen Salzstraße von Hall in Tirol an den Bodensee, war Immenstadt Zoll-, Stapel- und Umschlagplatz des „Weißen Goldes“.

1567 veräußerten die Montforter die Stadt an die Freiherren zu Königsegg.

Durch den Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) und den Ausbruch der Pest verlor die Stadt fast 70 Prozent ihrer Bevölkerung.

Den großen Bränden in den Jahren 1625, 1679 und 1756 fielen zahlreiche Gebäude zum Opfer. Die einschneidenste Umgestaltung seines Altstadtbildes erfuhr Immenstadt aber nach den letzten großen Stadtbränden von 1805 und 1844, bei denen fast die Hälfte der Innenstadtbebauung vernichtet wurde.

Die Mechanische Bindfadenfabrik wurde im Jahr 1855 erbaut, und mit ihr hielt die Industrie in Immenstadt ihren Einzug.

Von 1804 bis 1806 gehörte die Stadt zu Österreich, bis sie schließlich am 10. März 1806 bayerisch wurde. Immenstadt ist die älteste Stadt im Landkreis Oberallgäu.

[Bearbeiten] Stadtwappen

Das Wappen von Immenstadt wird in zwei Hälften gespalten. Die linke Hälfte zeigt einen aufrecht stehenden, gebogenen Fisch auf grünem Hintergrund, die rechte Hälfte eine gespaltene grüne Linde auf weißem Hintergrund.

Der Wappenspruch „Immen, Fisch und Linden sind allhier zu finden“ stammt aus dem 18. Jahrhundert. Der Ortsname leitet sich allerdings nicht von Immen (Bienen) ab, sondern von einem Personennamen und bedeutet soviel wie „Dorf des Immo“. Die in der rechten Hälfte dargestellte halbe Linde ist vom Lindauer Stadtwappen übernommen worden, da Immenstadt 1360 das Lindauer Stadtrecht erhielt. Der Fisch, dargestellt in der linken Seite, symbolisiert wohl den damaligen Fischreichtum.

Die offiziellen Stadtfarben von Immenstadt sind grün und weiß.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Ergebnis der Kommunalwahl vom 2. März 2008 [2]

Bürgermeister
Stadtrat
Christlich-Soziale Union (CSU) 35,66 % −8,86 % 9 Sitze −3
Wählergemeinschaft die Aktiven (Aktive) 21,47 % +6,86 % 5 Sitze +2
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 12,28 % −2,39 % 3 Sitze ±0
Bündnis 90/ Die Grünen (Grüne) 11,78 % −0,18 % 3 Sitze ±0
Freie Wähler e. V. (FW) 9,76 % −4,85 % 2 Sitze −1
Wählergemeinschaft Junge Alternative für Immenstadt (JA) 9,05 % +9,05 % 2 Sitze +2

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten und Tourismus

[Bearbeiten] Gotteshäuser

[Bearbeiten] Weitere Bauwerke

Das Rathaus auf der Südseite des Marienplatzes wurde 1640 erbaut und 1753 von der Stadt erworben. Hier fanden von 1753 bis 1820 die bedeutenden Immenstädter Leinwandschauen statt, zu denen Kaiser Karl V. 1536 die Erlaubnis erteilt hatte. Der Spitzgiebel mit dem runden Glockentürmchen erhielt das Rathaus nach einem Brand im Jahre 1912, nachdem das Gebäude 1846–1866 im neogotischen Stil umgebaut worden ist.

Die Mariensäule, welche den Mittelpunkt des Platzes darstellt, wurde 1773 errichtet wurde und erhebt sich über ein achteckiges Brunnenbecken aus dem Jahr 1988. Die vier bronzenen Figuren rund um den Brunnen (Hirtenjunge, Zimmermann, Weberin und Strumpfformerin) symbolisieren typische Alt-Immenstädter Gewerbe.

Das Stadtschloss mit Rittersaal wurde 1550 im spätgotischen Stil wohl als Amtshaus durch Graf Hugo von Montfort erbaut (Jahreszahl über Türsturz im Eingangsbereich) und zwischen 1595 und 1620 durch Georg Freiherr zu Königsegg zum Schloss erweitert. Der Südflügel wurde Ende des 17. Jahrhunderts, der Westflügel 1748 errichtet, jedoch 1973 abgebrochen.

Das jetzige Literaturhaus Allgäu (mit Stadtbücherei) war ehemals gräfliches Brauhaus. Es brannte 1765 ab (der Neubau des Brauhauses erfolgte 1766 etwa 100 m südlich). 1774 erbaute der Land-Komtur des Deutschen Ordens, Christian Moritz zu Königsegg-Rothenfels über den noch vorhandenen Bierkellern eine Reitschule. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde es für Theatervorstellungen der Immenstädter Schauspieler-Gesellschaft benutzt. 1804 ging es zuerst in österreichischen, 1805 dann in bayerischen Staatsbesitz. 1807 wurde es mit dem gesamten Brauereiareal durch Franz Anton Höß erworben. 1851 wurde das Gebäude als Mälzerei umgebaut. Es erfolgte 1895 ein Verkauf an die Familie Kaiser (Kaiserbräu) und wurde 1990 durch die Stadt angekauft. Die Sanierung und der Umbau des Gebäudes erfolgte in den Jahren 2006/ 2008.

Das Hörmannhaus am Klosterplatz wurde 1757 erbaut und 1905 an das Kapuziner-Kloster verschenkt. Das Gebäude diente als Bäckerei. Von 1957 bis 1990 war dort das Heimatmuseum untergebracht. Das Haus wurde 1992 saniert und umgebaut und steht seitdem unter Denkmalschutz. Seit dem Jahr 1993 ist dort die Hörmannhaus-Töpferei untergebracht.

Weitere interessante Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt und im Umland sind verschiedene Brunnen- und Gartenanlagen, Skulpturen mit direktem Bezug zur Geschichte Immenstadts, das Heimatmuseum Hofmühle, die Reste der Burg Hugofels, die Ruine Laubenberg, kleinere Dorfkirchen im Umland, das Allgäuer Bergbauernmuseum mit der Bergkäserei Diepolz und verschiedene Sennalpen (Hochried, Oberberg und Mittelberg).

[Bearbeiten] Immenstädter Hausberge

[Bearbeiten] Museen

[Bearbeiten] Kalvarienberg

Direkt von der Altstadt führt eine steile Treppe an einem Südhang zur Kalvarienkapelle, vorbei an vierzehn Bildstöcken. In der Kapelle befindet sich eine mächtige, überlebensgroße Darstellung der Golgotha-Szene. Die Gestalten wirken in der dargestellten Szene wild bewegt in barockhafter Manier. Von der Kapelle aus kann man über Almenwiesen und vorbei an alten Eichenbäumen weiter in die Höhe steigen. Von oben bietet sich ein guter Blick auf Immenstadt und die Allgäuer Bergwelt.

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Straßenverkehr

[Bearbeiten] Schienenverkehr

Der örtliche Bahnhof ist Verkehrsknotenpunkt an den Bahnstrecken KBS 970 und KBS 975 für das gesamte Allgäu mit Anbindung Richtung Lindau, Oberstdorf, Ulm, Augsburg, München und Nürnberg.

Folgende DB-Linien verkehren in Immenstadt:

Außerdem verkehrt alle zwei Stunden von Oberstdorf bzw. Lindau nach München der Arriva-Länderbahn-Express (ALEX – bis 8. Dezember 2007: Allgäu-Express), der aus Eurorunner-Lokomotiven sowie modernisierten Abteil- und Speisewagen gebildet wird.

Bis Anfang der 1990er Jahre war Immenstadt auch noch Haltepunkt für die EuroCity-Züge München–Zürich.

Eine Besonderheit in Immenstadt ist, dass alle Züge nach Oberstdorf hier die Fahrtrichtung wechseln müssen, so dass die Züge öfters lange in Immenstadt stehen, bis die Fahrt fortgesetzt werden kann.

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2006 wird die Linie Lindau–Immenstadt–München nach Augsburg geführt, nur noch zwei Regionalzüge bedienen die Linie Lindau–Immenstadt–München, ansonsten muss in Buchloe neuerdings in Richtung München umgestiegen werden. Dafür verkehren die RE Lindau–Augsburg teilweise als „Allgäu-Franken-Expreß“ weiter in Richtung Nürnberg. Damit gibt es von Immenstadt nun bis zu vier Direktverbindungen nach Nürnberg, diese Leistungen werden mit der Baureihe 612 gefahren.

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

Vor Ort ist eine gutsortierte Stadtbibliothek. Ebenso ist das Kreiskrankenhaus in Immenstadt auf Grund seiner zentralen Lage eingerichtet worden. Zusätzlich gibt es viele Filialen von Staatsbehörden, wie Finanz-, Forst- und Vermessungsamt.

Zur Erholung bietet die Stadt ein Hallenbad und ein am Kleinen Alpsee liegendes, beheiztes Freibad an, welches konventielle Schwimmbecken mit einem Badesee verbindet.

Eine städtische Musikschule in der renovierten Villa Edelweiß (erbaut von Jean Keller) mit regelmäßigen Konzerten ist für den musischen Bereich zuständig.

[Bearbeiten] Bildung

Immenstadt bietet als Schulstadt die nachfolgenden Schul- und Bildungseinrichtungen

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Immenstadt im Allgäu – Bilder, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Daten und Infos über Immenstadt
  2. Offizielles Ergebnis der Kommunalwahl 2008
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