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Illyrische Provinzen

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Als Illyrische Provinzen (französisch Provinces Illyriennes) wurden jene Gebiete am Ostufer der Adria und im Ostalpenraum bezeichnet, die zwischen 1807 und 1809 vom napoleonischen Frankreich erobert und annektiert wurden. Die kurzlebigen illyrischen Provinzen umfassten Dalmatien, Kroatien südlich der Save, Istrien, Triest, Görz, Krain und den westlichen Teil Kärntens. 1813 wurden diese Gebiete von österreichischen Truppen zurückerobert.

Nach dem französischen Sieg bei Wagram und dem daraufhin geschlossenen Frieden von Schönbrunn wurde die Bildung der Illyrischen Provinzen im Oktober 1809 durch ein Dekret Kaiser Napoleons befohlen, um die Verwaltung der annektierten österreichischen Gebiete in geordnete Bahnen zu lenken. Hauptstadt und Sitz des französischen Generalgouverneurs wurde Laibach.

Die britische Marine blockierte seit 1807 die unter französischer Herrschaft stehenden Adriaküsten. Die Briten hielten auch die weit von der Küste entfernte Insel Vis besetzt und nutzen sie als Stützpunkt für ihre Schiffe.

Österreich erklärte im August 1813 Frankreich wieder den Krieg und unmittelbar darauf rückten Truppen unter General Franz Tomassich zunächst in den Norden der Illyrischen Provinzen vor. Die wenigen französischen Truppen leisteten kaum Widerstand und bereits am 20. September marschierten die Österreicher in Dubrovnik (Ragusa) ein. Nur das stark befestigte Zadar konnten die Franzosen länger halten. Die Festung kapitulierte am 6. Dezember 1813. Unterdessen hatten die Montenegriner Kotor besetzt. Diese Stadt wurde erst im Juni 1814 von den Österreichern eingenommen.

Der Wiener Kongress bestätigte dem Kaisertum Österreich den Besitz aller Länder, die es durch den Vertrag von Campo Formio gewonnen hatte. Im Inneren wurden die traditionellen Ländergrenzen wiederhergestellt. Damit waren die Illyrischen Provinzen aufgelöst.

[Bearbeiten] Verwaltung

An der Spitze der Verwaltung stand ein französischer Generalgouverneur. Von Oktober 1809 bis Januar 1811 bekleidete Auguste de Marmont diesen Posten, ihm folgte im April 1811 Henri-Gratien Bertrand, im Februar 1812 übernahm Jean-Andoche Junot das Amt. Letzter Generalgouverneur der Illyrischen Provinzen war im Juli und August 1813 Joseph Fouché.

Die Franzosen führten umgehend den Code civil ein und setzen die Judenemanzipation durch. Außer auf Französisch und Deutsch wurden die Gesetze auch in „slawonischer Sprache“ veröffentlicht. Damit war eine Form des noch nicht codifizierten Slowenischen bzw. Kroatischen gemeint. Insbesondere auf die spätere Entwicklung der slowenischen Schriftsprache wirkte sich dies förderlich aus.

Die regionale Verwaltung sollte wie überall im französischen Kaiserreich in Departements organisiert werden. Bis zum Ende der französischen Herrschaft konnten dieses Vorhaben aber nicht vollständig umgesetzt werden. Vielmehr bildete man übergangsweise so genannte Intendanzen (zuerst 11, später reduziert auf sieben), die sich weitgehend an älteren Verwaltungsgrenzen orientierten:

[Bearbeiten] Literatur

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