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Ibn Hischam :

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Ibn Hischam

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Ibn Hischam mit vollständigem Namen arabisch عبد الملك بن هشام بن أيوب الحميري , أبو محمد ‎ Abdalmalik ibn Hischam ibn Ayyub al-Himyari, Abu Mohammed, DMG ʿAbd al-Malik b. Hišām b. Ayyūb al-Ḥimyarī, Abū Muḥammad (* in Basra; † 8. Mai 829 oder 834 in Fustat) war ein arabischer Historiker, Grammatiker und Genealoge.

Sein Hauptwerk ist seine Bearbeitung von Ibn Ishaqs Biographie des Propheten Mohammed unter dem Titel Sirat Mohammed rasulillah / سيرة محمد رسول الله ‎ / Sīrat Muḥammad rasūli ʾllāh /„Die Biographie Mohammeds, des Gesandten Gottes“. Zu Beginn des Werkes erläutert Ibn Hischam nach welchen Kriterien er seine Auswahl aus dem Original des Ibn Ishaq in der Überlieferung von dessen Schüler al-Bakka'i (†799) getroffen hat. Weggelassen hat er demnach Erzählungen, in denen Mohammed unerwähnt bleibt, bestimmte Gedichte, Überlieferungen, deren Richtigkeit sein Lehrer al-Bakka'i nicht bestätigen konnte, und anstößige Stellen, die den Leser verletzen könnten.[1]

Seine Kommentare zum Text von Ibn Ishaq, den er - von den Auslassungen abgesehen - im Wortlaut nach seinem genannten Lehrer zitiert, sind Erläuterungen zu schwierigen Termini der arabischen Sprache, Ergänzungen genealogischen Inhalts zu bestimmten Eigennamen, die Kurzbeschreibung der bei Ibn Ishaq genannten Orte u.ä. Diese sind dem Originaltext Ibn Ishaqs an den entsprechenden Stellen jeweils mit dem Vermerk: „qala Ibn Hischam“ (Ibn Hischam sagt) beigefügt.

Ibn Hischams Bearbeitung von Ibn Ishaqs Werk ist bereits gegen 864 in Gelehrtenkreisen von Córdoba im islamischen Spanien verbreitet worden.[2]

Das Werk ist erstmalig in Göttingen (1858-1860) in der Edition des deutschen Orientalisten Ferdinand Wüstenfeld erschienen: Das Leben Mohammeds nach Mohammed b. Ishaq, bearbeitet von 'Abd al-Malik b. Hischam. Gustav Weil hat davon eine Übersetzung (Stuttgart 1864) publiziert. Im 20. Jahrhundert ist das Buch im Orient mehrfach gedruckt worden.[3]

Der deutsche Orientalist Gernot Rotter hat eine gekürzte deutsche Übersetzung angefertigt, die etwa ein Drittel des Werkes umfasst: Das Leben des Propheten. As-Sira An-Nabawiya. Spohr, Kandern im Schwarzwald 1999. Die englische Übersetzung des Werkes hat im Jahre 1955 der britische Orientalist Alfred Guillaume publiziert:The Life of Muhammad. A translation of Ishaq's Sirat rasul Allah. 11. Auflage. Oxford University Press, Karachi 1996

Sein kitab at-tidschan li-ma'rifat muluk az-zaman fi achbar qahtan / كتاب التيجان لمعرفة ملوك الزمان في أخبار قحطان ‎ / kitāb at-tīǧān li-maʿrifat mulūk az-zamān fī aḫbār qaḥṭān /„Das Buch der Kronen zur Kenntnis der Könige (vergangener) Zeiten in den Berichten über die Qahtan“, ist ein genealogisches Werk mit zum Teil legendenhaften Berichten über die Südaraber und ihre Bauten in der vorislamischen Zeit. [4]

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Fuat Sezgin (1967) S. 289; Gregor Schoeler (1996), S. 50
  2. Maher Jarrar (1989), S.255
  3. Fuat Sezgin (1967) S. 298
  4. Gedruckt in Hydarabad (Indien), 1928; Fuat Sezgin (1967) S. 299. Nr. 2.

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