Netencyclo, The wikipedia mirror - Enzyklopädie : Hyksos

- Hyksos -

Hyksos :

femme russe

Hyksos

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Hyksos in mitteläg. Hieroglyphen
S38 N29 N25
X1 Z1

Heka Chasut
(ḥq3 ḫ3s.wt)
Herrscher fremder Länder

Die Hyksos (griech. für altägypt. Heka Chasut = "Führer der Fremdländer") waren eine Gruppe von semitischen und churritischen Einwanderern, die zwischen 1719 v. Chr. und 1692 v. Chr. Ägypten eroberten. Sie führten Pferd, Streitwagen und Bogen als neue Kriegswaffen in Ägypten ein[1].

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Chronologie und Herkunft

Der Zeitpunkt des Einzugs der Hyksos ist glücklicherweise genau bestimmbar: In die Regierungszeit des Haremhab fiel der 400. Jahrestag des Wiederaufbaus vom Seth-Tempel in Avaris, dessen Datum 28. Juli auf der 400-Jahresstele genannt wird.[2] Ramses II. ließ später diese Stele zur Erinnerung an diesen Tag in Avaris aufstellen. Unter Berücksichtigung einer 27-jährigen Herrschaftsdauer von Haremhab muss der Einzug im Zeitraum zwischen 1719 v. Chr. und 1692 v. Chr. stattgefunden haben. Die 108-jährige Dynastie endete mit dem Auszug, der zwischen 1611 v. Chr. und 1584 v. Chr. erfolgte.[3] Das Auszugsdatum auf Grundlage der 400-Jahresstele steht jedoch im Widerspruch zur bisherigen allgemeinen Ansetzung für 1533/1532 v. Chr., das 18./19. Regierungsjahr von Ahmose I..

Die genaue Herkunft der Hyksos ist umstritten; als relativ sicher gilt, dass sie aus dem vorderen Asien stammen. Vermutlich waren es zum großen Teil Amurriter sowie weitere Stämme aus Kanaan und den syrisch-libanesischen Küstengebieten. Nach archäologischen Befunden wanderten sie allmählich im 17. Jahrhundert v. Chr. in das Nildelta ein und gründeten dort ihre Hauptstadt Avaris. Von dort aus rissen sie die Pharaonengewalt in der Periode der Schwäche des ägyptischen Reiches an sich (Zweite Zwischenzeit).

Die Hyksos werden von dem jüdischen Historiker des 1. Jahrhunderts Flavius Josephus in der Schrift Gegen Apion erwähnt. [4] Josephus gibt dort an, ein Werk des ägyptischen Geschichtsschreibers Manetho (3. Jahrhundert v. Chr.) zu zitieren, der die Hyksos mit den Stämmen Israels in Verbindung bringt.

Nach dieser Darstellung hätten die Hyksos Ägypten ohne einen Schwertstreich unterworfen und erst nach der Eroberung Städte und Tempel zerstört. Viele Jahre später sollen die Ägypter einen langjährigen Krieg gegen die Hyksos geführt haben. Schließlich habe eine ägyptische Armee die Hyksos bei ihrer Hauptstadt Avaris besiegt. Merkwürdigerweise sei dann den Hyksos aufgrund eines Vertrages gestattet worden, das Land samt ihren Familien und ihrer Habe zu verlassen. Daraufhin seien sie nach Judäa gezogen und hätten Jerusalem erbaut. [4]

[Bearbeiten] Bedeutung

Nach Manfred Bietak, dem Leiter der Ausgrabung von Avaris, steigerten die Hyksos ihre Zahl und Macht über die Häfen von Ugarit in Syrien, Phönizien, Zypern und Kanaan.

Ihre Hauptstadt war Avaris, auch Auaris genannt, eine Hafenstadt an einem Arm des Nils. Sie verehrten den syrisch/kanaanitischen Gott Baal-Zephon/Baal-Hadad, der dem ägyptischen Gott Seth angeglichen wurde. Die Hyksos führten die Streitwagen-Kampftechnik ein. Auch sprachlich übernahmen die Ägypter die Terminologie rund um das Pferd, z.B. sesemet (Pferd) von den Hyksos. Und die ägyptische Mythologie wurde um Gottheiten wie Reschef und Astarte bereichert, beides Schutzgottheiten der Pferde.

Um 1532 v. Chr.[5] wurden die Hyksos durch Pharao Ahmose I. aus Ägypten vertrieben, als der Hyksosherrscher ein Bündnis mit Kerma in Nubien zu schließen drohte. Ein Bote wurde auf seiner Reise über die Oasen der libyschen Wüste von den Ägyptern abgefangen. Danach gelang Ahmose der Überraschungsangriff auf das Delta. Die Schlacht wurde in zwei Stelen eingemeißelt, von denen eine nahezu vollständig erhalten ist. Sie ist gleichzeitig eines der frühesten Zeugnisse mit Erwähnung des Pferdes in Ägypten.

[Bearbeiten] Archäologie

Seit mehreren Jahrzehnten untersuchen österreichische Archäologen auf dem Tell ed Daba'a die Stadt Avaris. 1988/89 kamen dort die ältesten Pferdeskelette auf ägyptischem Boden zum Vorschein. Sie werden der zweiten Hälfte der Hyksoszeit, etwa 1575-1520 v. Chr. zugerechnet.

[Bearbeiten] Rezeption

Es wurden vielfach Spekulationen darüber angestellt, dass die Erinnerung an die Vertreibung der Hyksos aus Ägypten nach Kanaan den biblischen Mythos vom Auszug aus Ägypten beeinflusst hat. Auch scheint die Erzählung Joseph und seine Brüder (Genesis 37-50) einen Bezug zur Hyksosgeschichte zu haben. Der letzte Hyksoskönig soll den Namen Joseph getragen haben.[6]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. dtv-Atlas Weltgeschichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, Dtv; 2006
  2. 4.Tag im 4.Monat der Jahreszeit Schemu.
  3. Prof. Dr. Jean Vercoutter in Die Altorientalischen Reiche I Bd. 2, Frankfurt 1965, S. 351f.
  4. a b c. Ap. I, XIV (engl.)
  5. Zum Problem des tatsächlichen Auszugs siehe Kapitel Chronologie und Herkunft.
  6. z.B. I. Finkelstein, N. A. Silberman: Keine Posaunen vor Jericho. C. H. Beck, München 2003,S.78-82. ISBN 3-406-49321-1 und D. B. Redford: Egypt. Canaan and Israel in Ancient Times. Princeton 1992, S.408–469. ISBN 0-691-03606-3

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Hyksos - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Hyksos - In den Nachrichten

"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

© 2008 Netencyclo - Netencyclo Hauptseite - Datenschutz - Impressum - Program Policies
Netencyclo, the Wikipedia mirror : the biggest multilingual free-content encyclopedia on the Internet. Diese Artikel wurde zuletzt am 16. Mai 2007 um 23:12 Uhr geändert. Ihr Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. All Wikipedia content is licensed under the GNU Free Documentation License (see details). Content on this web site is provided for informational purposes only. We accept no responsibility for any loss, injury or inconvenience sustained by any person resulting from information published on this site. We encourage you to verify any critical information with the relevant authorities.