Netencyclo, The wikipedia mirror - Enzyklopädie : Hybride

- Hybride -

Hybride :

femme russe

Hybride

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wikipedia:Hauptseite
Dieser Artikel beschäftigt sich mit Biologie, siehe auch Hybridisierung (Begriffklärung).

Unter einer Hybride, auch Hybrid (maskulin), Bastard oder Mischling genannt, versteht man im biowissenschaftlichen Sprachgebrauch ein Lebewesen, das durch Kreuzung von Eltern unterschiedlicher Zuchtlinien, Rassen oder Arten hervorgegangen ist. Der traditionelle Begriff "Bastard" geht in diesem Zusammenhang zurück, da er umgangssprachlich negativ besetzt ist; der Begriff "Mischling" wird primär in der Tierzucht (z.B. Hundezucht) verwendet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bedeutung für Evolutionsprozesse und Züchtungspraxis

Liegt eine Kreuzung zwischen unterschiedlichen (meist allerdings nahe verwandten) Arten vor, spricht man konkreter von Arthybriden oder Hybridarten (englisch hybrid species). Arthybriden sind vielfach nicht fertil, doch gibt es etliche Ausnahmen. Hybriden, deren Eltern derselben Art angehören, sind meist fertil; allerdings tritt nach den mendelschen Regeln ab der folgenden Generation (F2-Generation) vielfach eine Aufspaltung der Merkmale ein.

Hybridbildung ist einerseits durchaus bedeutsam für Evolutionsprozesse biologischer Arten und damit für die Etablierung genetischer Vielfalt innerhalb der Arten. Wieweit zwischenartliche Hybridisierung dabei im Vergleich zu innerartlicher Hybridisierung (Hybridisierung genetischer Linien innerhalb von Arten) von allgemeiner Relevanz ist, ist Gegenstand aktueller Forschungen. Daneben ist sie bedeutsam in der Züchtungsforschung, insbesondere für Kulturpflanzen.

[Bearbeiten] Hybridzucht

In der Züchtungspraxis war der Begriff Hybride lange Zeit primär in der Pflanzenzüchtung verbreitet, wird aber inzwischen aber auch in der Tierzucht verwendet (Hybridzucht). In diesem Kontext werden Hybriden auch weiterhin - ohne die umgangssprachlich damit verbundene negative Wertung - als Mischlinge oder Bastarde bezeichnet. Zur Abgrenzung der künstlich erzeugten Hybriden bezeichnen Züchter die in der Natur ohne menschliches Zutun entstandene Kreuzungen (vor allem bei Pflanzen) als Naturhybriden.

In der pflanzlichen Hybridzucht nutzt man den Heterosis-Effekt aus, der – im Vergleich zu reinerbigen Lebewesen – zu mehr Vitalität und Leistungsfähigkeit führt. So kann der Heterosis-Effekt beispielsweise bei Getreide-Arten wie dem Mais zur Verdopplung der Erträge führen. Dementsprechend ist der Anteil der Hybridsorten in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen. So waren 1995 bei Brokkoli, Tomaten und Rosenkohl jeweils über 80 % der Sorten Hybridsorten.

Um den Heterosiseffekt vollständig zu nutzen, verwendet man in der Hybridzucht reinerbige Zuchtlinien als Elterngeneration. Die entstehenden Linienhybriden bilden die erste Filialgeneration (F1-Generation). Daher spricht man auch von F1-Hybriden. Sie sind genetisch uniform.

Die Hybridzucht hat jedoch auch Nachteile. Einerseits werden die reinerbigen Zuchtlinien für die Parentalgeneration immer weniger "vital" (d.h. ihre Fitness geht zurück). Andererseits werden alte, weniger leistungsfähige Sorten, die jedoch ein erhebliches genetisches Reservoir (genetische Biodiversität) darstellen, vom Markt verdrängt, so dass die genetische Vielfalt insgesamt sinkt.

Beim Anbau von aus Hybriden erzeugten Saatgut kommt es beispielsweise bei Mais zu Ertragsreduktionen von ca. 30 %. Der übliche Saatgutpreis beträgt nur ein Teil dieser Ertragseinbuße, weshalb der jährliche Saatgutzukauf aus betriebswirtschaftlicher Sicht unumgänglich ist. Die Verwendung von Hybridsaatgut bedeutet eine gesteigerte Abhängigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe von den Saatzuchtbetrieben. Um die genetische Vielfalt zu erhalten wurden inzwischen internationale Genbibliotheken eingerichtet.

[Bearbeiten] Beispiele aus Natur und Tierhaltung

Während die Entstehung neuer Arten durch Art-Hybridisierung bei Höheren Pflanzen häufig und schon lange bekannt ist, war sie bei Tieren lange Zeit eher selten beobachtet worden. Natürliche Arthybridisierung ist aber durchaus über das ganze Tierreich zu beobachten [1]. Teilweise sind die entstehenden Art-Hybriden steril; in diesem Falle sind sie ohne Belang für den Evolutionsprozess. Bekannte Beispiele hierfür sind Maulesel und Maultier, zwei Kreuzungen von Hauspferd und Hausesel. Teilweise sind sie allerdings durchaus fertil und bilden die Grundlage für die Entstehung neuer Genotypen und Arten, wie dies beispielsweise verschiedentlich für Schnecken, Wasserflöhe oder Vögel gezeigt worden ist.

Generell gelten alle allopolyploiden Arten als Resultate ehemaliger Hybridisierung. Dies trifft sowohl für gezüchtete, als auch für natürlich allopolyploid entstandene Tier- und Pflanzenarten zu. Unter den Pflanzen finden sich solche Fälle z.B. in den Gattungen Nicotiana oder Raps (Brassica napus) nachgewiesen worden. Bei Tieren gibt es entsprechende Nachweise z.B. für Süßwasserschnecken [2].

Es folgen einige weitere Beispiele aus Pflanzen- und Tierwelt:

[Bearbeiten] Pflanzenwelt

[Bearbeiten] Tierwelt

Hybrid zwischen Pferd und Zebra: Zorse, 1899
Hybrid zwischen Pferd und Zebra: Zorse, 1899

[Bearbeiten] Quellen

  1. Schwenk, K., Brede, N., Streit, B. (2008): Introduction. Extent, processes and evolutionary impact of interspecific hybridization in animals. Phil. Trans. R. Soc. B: 363: 2805-2811
  2. Streit, B., Städler, Th., Schwenk, K., Ender, A., Kuhn, K., Schierwater, B. (1994): Natural hybridization in freshwater animals: Ecological implications and molecular approaches. Naturwissenschaften 81: 65-73
  3. Hobæk, A., Skage, M., Schwenk, K. (2004): Daphnia galeata x D. longispina hybrids in western Norway. Hydrobiologia 526: 55-62
  4. Motty, die kreuzung afrikanische und asiatische Elefant
  5. Nature Bd. 441 vom 18. Mai 2006, S. 268
  6. Süddeutsche Zeitung Nr. 112 vom 16. Mai 2006, S. 22

Hybride - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Hybride - In den Nachrichten

"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

© 2008 Netencyclo - Netencyclo Hauptseite - Datenschutz - Impressum - Program Policies
Netencyclo, the Wikipedia mirror : the biggest multilingual free-content encyclopedia on the Internet. Diese Artikel wurde zuletzt am 16. Mai 2007 um 23:12 Uhr geändert. Ihr Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. All Wikipedia content is licensed under the GNU Free Documentation License (see details). Content on this web site is provided for informational purposes only. We accept no responsibility for any loss, injury or inconvenience sustained by any person resulting from information published on this site. We encourage you to verify any critical information with the relevant authorities.