Netencyclo, The wikipedia mirror - The biggest multilingual encyclopedia : Hormersdorf

- Hormersdorf -

Hormersdorf :

Outils :

Vous avez un site web ? Un blog ?

 Netencyclo Directory Project 




Mettre en favoris !

Add to Netvibes
Technorati reactions
rencontre

Hormersdorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hormersdorf
Markierung
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hormersdorf hervorgehoben
50.672512.883888888889500Koordinaten: 50° 40′ N, 12° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Erzgebirgskreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Zwönitz-Hormersdorf
Höhe: 500 m ü. NN
Fläche: 11,3 km²
Einwohner: 1591 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 141 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09395
Vorwahl: 03721
Kfz-Kennzeichen: ERZ
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 300
Adresse der Gemeindeverwaltung: Auerbacher Straße 5
09395 Hormerdorf
Webpräsenz:
Bürgermeister: Jens Findeisen
Lage der Gemeinde Hormersdorf im Landkreis Erzgebirgskreis
Karte

Hormersdorf im Erzgebirge ist eine Gemeinde im Erzgebirgskreis in Sachsen. Zusammen mit Elterlein und Zwönitz bildet sie die Verwaltungsgemeinschaft Zwönitz-Hormersdorf mit Sitz in Zwönitz.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Höhenlage

Die höchsten Erhebungen im Gemeindegebiet sind der Huthübel mit 587 m ü. NN, der Steinberg mit 562 m ü. NN und der Kieferberg mit 576 m ü. NN. In südlicher Richtung, zum Hochmoor, ist ein Anstieg auf 675 m ü. NN zu verzeichnen.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

An Hormersdorf grenzen im Uhrzeigersinn die Städte Zwönitz und Thalheim, die Gemeinden Gornsdorf und Auerbach sowie die Städte Thum, Ehrenfriedersdorf und Geyer.

[Bearbeiten] Geschichte

Ansicht des Ortes von Norden

Die Ortschaft wurde als Waldhufendorf angelegt. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Harmerstorff geht auf das Jahr 1446 zurück. Das Pfarrgut der Gemeinde umfasst 4 Hufen, normalerweise hatte der Pfarrer nur eine Hufe als Anteil, ursprünglich gehörten auch die Nachbardörfer Auerbach und Günsdorf zur Hormersdorfer Pfarre.

Die ersten Siedler des Ortes waren fränkische Bauern. Im 13. Jahrhundert stand Hormersdorf unter der Herrschaft des Rittergutes Stollberg (Hoheneck). Im 16. Jahrhundert begann der Bergbau, insbesondere die Suche nach Silbererz, in dieser Zeit wurden verschiedene Zechen betrieben. Das letzte Bergbaurecht wurde 1901 eingetragen und neun Jahre später wieder aufgegeben. 1539, nach der Reformation, war Oswald Günther erster protestantischer Pfarrer.

Bereits im 18. Jahrhundert waren vereinzelt Strumpfwirker tätig. Ende des 19. Jahrhunderts wurden mehrere Strumpffabriken errichtet. Ab 1911 gab es an der zum Thumer Netz gehörenden MeinersdorfThumer Schmalspurbahn-Linie den Bahnhof Hormersdorf, der sich kurioserweise auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Auerbach befand. Der Personenverkehr auf der Strecke wurde 1974 eingestellt, ein Jahr später auch der Güterverkehr.

1929 wurde auf dem Huthübel ein Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges errichtet. 1965 fand eine 800-Jahrfeier statt, hierfür wurde das fiktive Gründungsjahr 1165 angenommen. Von 1974 an gehörte das bis dahin selbständige Günsdorf als Ortsteil zu Hormersdorf, seit 1999 gehört Günsdorf zur Stadt Zwönitz.

Bis zum 21. März 2008 bildete Hormersdorf zusammen mit Auerbach und Gornsdorf die Verwaltungsgemeinschaft Auerbach mit Sitz in Auerbach.

Hormersdorfer Ehrenmal

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

  • 1814 – 512
  • 1848 – 1141
  • 1890 – 1690
  • 1905 – 1791
  • 1933 – 2212
  • 1990 – 1851*
  • 1995 – 1901*
  • 2000 – 1729
  • 2001 – 1695
  • 2002 – 1689
  • 2003 – 1667
  • 2004 – 1644
  • 2005 – 1616
  • 2006 – 1605

* mit Günsdorf, Quellen: bis 1933 Ortschronik von 1937, S. 44 (siehe Literatur), 1990 und 1995: Amtsblatt des Kreises Stollberg von März 1992 und April 1996,
ab 2000: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Ergebnis der Wahl vom 13. Juni 2004:

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen zeigt einen Rechen und zwei Getreideähren für die Bauernwirtschaft und einen Strumpf für die Strumpfwirkerei. Die grüne Grundfarbe ist der Landesfarbe von Sachsen gezollt.

[Bearbeiten] Gemeindepartnerschaft

Es besteht eine Partnerschaft mit der bayerischen Gemeinde Obermichelbach im Landkreis Fürth.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Am südlichen Ortsrand, wo der sogenannte Geyersche Wald beginnt, befindet sich das Naturschutzgebiet Hormersdorfer Hochmoor mit seltenen Tier- und Pflanzenarten (z. B. Sonnentau). Am nördlichen Ortsrand, im Lohwald (von den Ortsansässigen Looch genannt) befindet sich die sogenannte Steinrinne oder auch Steilauffahrt, welche in den 1960er und 1970er Jahren Bestandteil der Geländefahrt Rund um Zwönitz war.

Hormersdorfer Mundartuhr
im November 2006

[Bearbeiten] Mundartuhr

Der ganze Stolz des Ortes ist seit dem 15. Oktober 2006 die Ziffern-Uhr auf dem neuen Dorfplatz in Hormersdorf. Die Installation zeigt die Uhrzeit so an, wie sie in der Region um Hormersdorf gesagt wird, nämlich mit Ziffern. Dies ist eine sprachliche Besonderheit, wobei nicht bekannt ist, woher diese Zeitangabe stammt.

Die vollen Viertelstunden werden dabei, wie weithin gebräuchlich, mit „viertel (zwei)“, „halb (zwei)“, „dreiviertel (zwei)“ und „um (zwei)“ (Uhr) angegeben. Aber die Hormersdorfer wenden das gleiche Prinzip auch im Fünfminutentakt an. Die Fünfminutentakte werden als „Ziffern“ bezeichnet, da sie ja durch die Ziffern auf dem Zifferblatt der Uhr markiert werden. Wenn also der große Zeiger auf der 2 steht, sind 2 „Ziffern“ der Stunde vergangen, also ist es „2 Ziffern spät“. Mit Angabe der zugehörigen Stunde klingt das dann „zwee Ziffern zwe’e“.

Die (zweite) Stunde wird dann also im Fünfminutentakt so angegeben:

Auf der Hormersdorfer Installation wird diese Zeitangabe „digital“, das heißt als Schriftzug, in erzgebirgischer Mundart (zwee Ziffern zwe’e) angezeigt.

[Bearbeiten] Hormersdorfer Dialekt

Was Hormersdorf von allen anderen Orten im Umkreis unterscheidet, ist der ganz eigene Dialekt des Westerzgebirgischen. Leider wird er von der älteren Generation nicht oder nur teilweise an die Jüngeren weitergegeben, so dass sich die Sprache in Hormersdorf immer mehr an die Umgebung anpasst.

Die linguistischen Besonderheiten bestehen vor allem in der Phonologie, aber auch morphologisch und syntaktisch kann man etliche Einzigartigkeiten in der Sprache der älteren, „hiesigen“ Anwohner hören.

Ein Beispiel ist das Verschwinden des /r/-Morphems bei Nomen im Plural:

Weiterhin sind in Hormersdorf viele Begriffe in Gebrauch, die in anderen Orten teilweise nicht gekannt werden:

[Bearbeiten] Infrastruktur

Durch den Ort verläuft die Staatsstraße 233 (Schulstraße – Auerbacher Straße – Thumer Straße).

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Bevölkerungsentwicklung

[Bearbeiten] Literatur

rencontre

Hormersdorf - En savoir plus

Rencontre Hormersdorf - Articles à  la une


"Je rencontre quelques peines, je rencontre beaucoup de joie, c'est parfois une question de chance, souvent une rencontre de choix."
© 2009 Netencyclo - Netencyclo Home - Terms of Service - Privacy Policy - Program Policies
Netencyclo, the Wikipedia mirror : the biggest multilingual free-content encyclopedia on the Internet. Cet article, miroir de l'article de Wikipédia est conforme aux termes de la GFDL All Wikipedia content is licensed under the GNU Free Documentation License (see details). Content on this web site is provided for informational purposes only. We accept no responsibility for any loss, injury or inconvenience sustained by any person resulting from information published on this site. We encourage you to verify any critical information with the relevant authorities.