Homberg ist ein linksrheinischer Stadtteil von Duisburg. Im Stadtteil leben ca.31.000 Einwohner auf einer Fläche von 7,14 km² (Stand: 31. Dezember 2006).
Homberg ist das Zentrum des Duisburger Stadtbezirks Homberg/Ruhrort/Baerl. Zum Stadtbezirk gehören die Stadtteile Alt-Homberg, Hochheide, Baerl und das rechtsrheinisch gelegene Ruhrort.
Zusammen mit dem südlich gelegenen Stadtteil Rheinhausen bildet Homberg den Duisburger Westen. Noch heute zieht der Rhein im Leben der Duisburger eine natürliche Grenze zum östlichen Duisburg.
Die Telefonvorwahl ist 02066, die Postleitzahl 47198.
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Der offizielle Name des Stadtteils lautet Alt-Homberg. Zusammen mit dem Stadtteil Hochheide (15.987 Einwohner), den Ortsteilen Essenberg und In den Haesen bildete Alt-Homberg bis zur Eingemeindung in die Stadt Duisburg im Jahre 1975 die kreisangehörige Stadt Homberg/Ndrh., die zum Kreis Moers gehörte.
Der Name Homberg entstand aus den germanischen Silben Hohon und Berka was soviel bedeutet wie „höher am Wasser, flussaufwärts gelegener Ort“ und bildete somit das Gegenstück zu Berka, dem heutigen Rheinberg.
Seit Menschengedenken lag das Homberger Gebiet an einer Rheinfurt, die Händler vom Hellweg auf ihrer Reise zum Jakobsweg nutzen.
Die mittlere Höhenlage des Stadtkerns beträgt 31,7 m über NN.
In nordrhein-westfälischen Großstädten bilden Ortsteile inoffizielle Unterordnungen von Stadtteilen, die wiederum Teilmengen eines Stadtbezirks sind.
Homberg liegt am Rheinkilometer 780 und es bestehen enge städtische Verbindungen zwischen den folgenden Stadt- und Ortsteilen:
Der Ortsteil Alt-Homberg war zusammen mit Essenberg der Ausgangspunkt für die städtische Entwicklung der linksrheinischen Ortsteile des Stadtbezirks Homberg / Ruhrort / Baerl. Mit Schulen, ehemals vielen Geschäften in der Augustastraße, einem Frei- und Hallenbad, dem Rathaus sowie einem Krankenhaus ist Alt-Homberg das Zentrum des Bezirks. Um 1900 wurden die ersten Straßenzüge mit Wasser-, Strom- und Gasleitungen versorgt. Alt-Homberg hat heute noch etwas von seinem alten Kleinstadt-Flair behalten: "Man kennt sich." Heute wird Alt-Homberg zunehmend eine Vorstadt von Duisburg mit all den typischen Problemen.
Der Ortsteil Essenberg liegt zwischen Alt-Homberg und Rheinhausen-Asterlagen. Geprägt wird Essenberg durch die am Rhein angesiedelte Farbfabrik Sachtleben. In den 60-Jahren des 20.Jahrhunderts wurde noch eine Säurefabrik im Essenberger Bruch errichtet. Seit den 70-Jahren wurde eine Pylonen-Rheinbrücke zwischen Essenberg und Duisburg-Neuenkamp gebaut. Im Vorfeld wurden viele Häuser abgerissen. Stark geprägt wurde Essenberg durch die Rheinschifffahrt. Nachts legten Schiffe an, damit die Schiffer einkaufen konnten. Es gab einige Schifferfamilien über mehrere Generationen, z.B. Falkenburg und Scholl. Die Sprache war durch die holländischen Schiffer geprägt. Bis in die 60-Jahre gab es: zwei Landwirte, fünf Lebensmittelgeschäfte, fünf Wirtschaften, zwei Besenstil-Fabriken und eine Rübenkrautfabrik. An Gerüchen gibt es den nach "faulen Eiern" und den Abwässern aus dem Rhein. An Geräuschen gab es zur Schiffsnavigation die Signale der Schiffs-Nebelhörner. In Essenberg gab es nur eine evangelisch-unierte Kirchengemeinde. Heute ist die Kirche im Besitz einer ghanaischen Gemeinde. Erst nach dem 2.Weltkrieg gab es Katholiken hier. Heute leben viele türkische Immigranten in Essenberg. Viele Straßenzüge sind unbewohnt, obwohl es hier einen wunderbaren Blick auf den Duisburger Hafen gibt. Essenberg ist ein gutes Beispiel für den Wandel im Ruhrgebiet. Das ehemalige Kriegerdenkmal am Denkmalplatz wurde an den Rhein verlegt. Die Germania trägt wieder ein Schwert in der Hand, aber nicht mehr gegen Frankreich gerichtet. Neu aufgebaut wurde das ehemalige Restaurant Hessels am Rhein zu einem Fisch-Spezialitäten-Restaurant.
Der Ortsteil Haesen wird von Ein- und Mehrfamilien-Häusern seit den 1960er Jahren geprägt. Haesen grenzt an den Norden von Alt-Homberg. Im Westen liegt der Uettelsheimer See, nördlich ein Benzinlager, eine Industriebrache und die Spanplattenfabrik Hornitex (Emission, Immission) und der Baerler Ortsteil Gerdt, östlich das Rheinufer. Haesen ist wegen der kurzen Wege zu den Rheinbrücken eine bevorzugte Schlafstadt von Duisburg.
Durch intensive Bebauung von Grünflächen gerade in den Haesen soll die Bevölkerungszahl von Duisburg entgegen dem demographischen Trend der Bevölkerungsprognose stabilisiert werden.
Der Ortsteil Gerdt liegt hinter dem linksrheinischen Damm im Norden von Homberg. Einige Dutzend Häuser der Städter und vereinzelte Bauernhöfe sind umgeben von Feldern, Abraumhalden des Bergbaus und Industriebrachen, die sich unberührt zu neuen Biotopen entwickeln.
Gerdt ist ein Ortsteil von Baerl. Traditionell orientiert sich das Leben der Bürger jedoch eher nach Homberg.
1974 hatte Homberg und Hochheide vor seiner Eingemeindung 36.140 Einwohner. Seit fünfzehn Jahren verliert der Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl - insbesondere durch die Situation in Hochheide - jährlich über ein Prozent seiner Bevölkerung und wurde damit zum Spitzenreiter der Abwanderungswelle in den sieben Duisburger Stadtbezirken. 2005 sank in Hochheide und Homberg die Bevölkerungszahl durch Verlust von weiteren 665 Bürgern auf 31846 (Stand 31. Dezember 2005). Der allemal kleinste Bezirk trägt so ein Drittel des Bevölkerungsschwunds von Gesamt-Duisburg. Im Herbst 2006 werden Teile der Bevölkerungsprognose 2020 bekannt: Zusammen mit dem Duisburger Süden ist Homberg von Überalterung bedroht. Von 16004 Einwohnern im Jahr 1990 wird die Bevölkerungszahl gemäß städtischer Prognose in Alt-Homberg und Haesen auf 13 900 im Jahr 2020 sinken.
Im Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl finden sich ein übliches Angebot aller Schulformen, ergänzt durch Bildungsangebote der Volkshochschule sowie das Schifferberufskolleg RHEIN mit seinem Schulschiff im alten Eisenbahnhafen.
Im Oktober 1946 fanden die ersten freien Kommunalwahlen in Homberg statt. Homberg war nach dem 2. Weltkrieg eine SPD-Hochburg; in ihren besten Zeiten erreichte diese Partei über 65 Prozent. Selbst nach der Machtübernahme ab 1999 durch eine CDU-geführte Koalition sind die Folgen der SPD-Politik in Homberg Tagesgespräch.
Die Bewohner des mittelalterlichen Hombergs lebten von der Fischerei und dem Handel. Anfang des 20. Jahrhunderts hielt der Bergbau mit der Zeche Rheinpreußen Einzug, bis um 1960 die Schächte verfüllt wurden.
Die Arbeitslosigkeit im Duisburger Westen (Homberg und Rheinhausen) erreicht die Werte der neuen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Während die Arbeitslosenquote in Nordrhein-Westfalen 11,2 Prozent (2004) betrug, waren im Oktober 2005 nach dem Bericht der Arbeitsagentur DU-West 21 Prozent der Erwerbstätigen arbeitslos. 2004 registrierte die Rheinhausener Arbeitsagentur nur 11,5 Prozent; das war jedoch vor den Arbeitsmarktreformen und bevor Homberg/Hochheide der Geschäftsstelle in Rheinhausen zugeordnet wurden.
Dezember 2005 können mehr als 7.500 Arbeitssuchenden sich bei 62 offenen Arbeitsstellen im Duisburger Westen bewerben.
Das ausgedehnte Naherholungsgebiet Uettelsheimer See unmittelbar an Homberg grenzend im Ortsteil In den Haesen sowie zahlreiche Grünflächen mit altem Baumbestand im gesamten Stadtgebiet und Straßen mit breiten Vegetationsrändern machen Homberg, die Stadt im Grünen, zusammen mit den Rheinauen zu einem Biotop-Verbund und laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Homberg hat etliche Restaurants und Kneipen. Cafehäuser sind der Treffpunkt vieler türkischer Mitbürger, da beim Migrationshintergrund von 27,3 Prozent Teile der Homberger Bevölkerung ihre ethnische Identität behalten wollen.
Die Glückauf-Halle, eine Veranstaltungsstätte für mehr als tausend Personen, war wegen Reparaturstau vom Abriss bedroht und wurde im Herbst 2006 unter Aspekten des Brandschutzes teilumgebaut.
Seit Februar 2005 ist die Nutzung des Kultur- und Freizeit-Zentrums (KFZ) wegen Geldmangels stark eingeschränkt. Schon Anfang Dezember 2005 stand das Immobilien-Management Duisburg (IMD) - zuständig für Glückauf-Halle und KFZ - mit einigen hundert Millionen Euro vor der Insolvenz.
Zur Qualitätsverbesserung von einigen Kinderspielplätzen wurden wegen knapper Ressourcen sieben Spielplätze geschlossen. (Stand 2005).
Beim Brunnenfest, der großen familienfreundlichen Stadtteil-Party, feiern jedes Jahr am ersten Wochenende im Juni tausende Homberger und ihre Gäste auf der Augustatraße und rund um den Homberger Brunnen.
Bürgervereinigungen in Homberg sehen Zukunft durch Bürgerengagement.
Der Bürgerverein Haesen & Gerdt (eingetragener Verein) unterstützt ökologische Projekte.
Das Homberger Bürgernetzwerk (HBN) ist eine Selbsthilfegruppe. Mit Professor Dieter Oelschägel von der Universität Duisburg/Essen führte es im Sommer 2005 eine Homberger Bürgerbefragung durch. Nach der Theorie der Sozialraumorientierung soll durch eine "aktivierende" Bürgerbefragung das Zusammenleben der Bürger gefördert werden. Gemeinsam entwickeln Bürger, Universität und Politik daraus ein Cluster. So entsteht ein Netzwerk. Vorbild war dazu die baskische Stadt Bilbao.
Stadtteil-Blogging ist ein neues Konzept des Homberger Bürgernetzwerks (HBN) als örtlicher Beitrag zur Informationsgesellschaft. Eine Bürgergruppe um das HBN-Forum liefert Stadtteil-Nachrichten jenseits von Print-Medien.
Mit dem in Homberg entwickelten Konzept Abo-Sharing sollen Medienkonzerne von bürgernaher Berichterstattung überzeugt werden. Dabei wird das Prinzip des Lesezirkels auf Nachbarschaftsebene wiederentdeckt.
Schon vor über fünftausend Jahren zogen Reisende durch das Homberger Gebiet und über die Rheinfurt zum Hellweg. Bis zum 4. Jahrhundert sicherten die Römer von einer heute rechtsrheinischen Siedlung aus diesen Rheinübergang. Ende des 4. Jahrhunderts kam es zu einem Verfall der Herrschaft der Römer und zur Landnahme durch die germanischen Franken.
Ab dem 7. Jahrhundert bildeten sich unter den fränkischen Karolingern die oft mächtigen Hausmeier, wobei Homberg zur Grafschaft Moers gehörte. 855 wurde Homberg als Hohon Berka zum ersten Mal im Heberegister der Abtei Werden a. d. Ruhr erwähnt. Seit dem 9. Jahrhundert besteht eine enge Verbindung mit Ascmeri (später Escmeri, heute Essenberg). Es folgten vier Jahrhunderte der Herrschaft durch spanische, holländische, französische, kroatische und andere kriegerische Heere.
Gegen Ende des 13. Jahrhunderts erfolgte ein Rheindurchbruch und trennte Homberger Uferwiesen ab, auf dem sich das heute rechtsrheinische gelegene Ruhrort entwickelte.
1571 wurde die evangelischen Kirchengemeinde Homberg gegründet. Im Jahre 1587 errichteten die Spanier auf Essenberger Gebiet die sogenannte Kamillenschanze am Rhein, die zehn Jahre später durch Prinz Moritz von Oranien geschleift wurde. 1648 endete durch den Westfälischen Frieden der dreißigjährige Krieg. Raub und Mord als auch die Pest und Rote Ruhr hatten die Bevölkerung stark vermindert. Am Anfang des 17. Jahrhunderts ging die Erbfolge von Grafschaft Moers an das Haus Oranien in Haag. Zwischen 1672 und 1683 war Homburg durch Franzosen besetzt.
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Nach dem von 1914 bis 1918 andauernden Ersten Weltkrieg besetzte die „Rote Ruhrarmee“ Homberg nach dem Kapp-Putsch während der März-Unruhen im Jahr 1920. 1921 erhielt die zum ansehnlichen Industrieort angewachsene Gemeinde die Stadtrechte, in diesem Jahr rückte am 8. März das französische Infanterie-Regiment 168 wegen ausstehender Reparationen in die Städte Duisburg und Düsseldorf ein. Im Januar 1923 begannen französische und belgische Truppen an den Brückenkopfen Homberg und Duisburg mit der Besetzung des Ruhrgebiets. 1928 entstand ein neues Rathaus in Homberg.
Während des von 1939 bis 1945 andauernden Zweiten Weltkrieges fielen Pfingsten 1940 die ersten Bomben auf Hochheide. Alliierte Truppen griffen am 16., 17. und 19. Februar 1945 im linksrheinischen Abschnitt von Homberg bis Wesel an der Stelle an, wo man seit Menschengedenken schon immer über den Rhein ging. Noch in der Endphase des Krieges wurde 1945 die Rheinbrücke gesprengt.
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Homberg seit der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts:
Aldenrade | Altstadt | Baerl | Beeck | Beeckerwerth | Bergheim | Bissingheim | Bruckhausen | Buchholz | Dellviertel | Duissern | Fahrn | Friemersheim | Großenbaum | Alt-Hamborn | Hochemmerich | Hochfeld | Hochheide | Homberg | Huckingen | Hüttenheim | Kasslerfeld | Laar | Marxloh | Meiderich | Mündelheim | Neudorf | Neuenkamp | Neumühl | Obermarxloh | Overbruch | Rahm | Rheinhausen-Mitte | Röttgersbach | Ruhrort | Rumeln-Kaldenhausen | Ungelsheim | Alt-Walsum | Vierlinden | Wanheim-Angerhausen | Wanheimerort | Wedau | Wehofen
Koordinaten: 51° 27' 3" N 6° 42' 35" O
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."