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| Holzheim
Stadt Neuss
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| Koordinaten: | 51° 10′ N, 6° 40′ O51.1605555555566.667547Koordinaten: 51° 9′ 38″ N, 6° 40′ 3″ O |
| Höhe: | 47 m ü. NN |
| Einwohner: | 7756 (30. Juni 2007) |
| Eingemeindung: | 1. Jan. 1975 |
| Postleitzahl: | 41472 |
| Vorwahl: | 02131 |
| Lage von Holzheim in Neuss | |
Holzheim ist ein Stadtteil der Stadt Neuss mit rund 8000 Einwohnern. Es besitzt einen eigenen Bahnhof und eine katholische Kirche.
Inhaltsverzeichnis |
Holzheim liegt im Südwesten der Stadt Neuss und erstreckt sich mit seinen Außenbezirken vom linken Erftufer im Osten bis zur A 46 im Nordwesten. Im Süden grenzt Holzheim an die Außenbezirke der Stadt Grevenbroich, im Norden an den Neusser Stadtteil Reuschenberg.
Zu den Außenbezirken von Holzheim gehört das kleine Dorf Minkel bestehend aus Minkel-Lepp, Minkel 1 und Minkel 2. Diese befinden sich tiefer gelegen in der Erftniederung.
Holzheim kann auf eine über 1200 Jahre währende Geschichte zurückblicken. Am 2. Mai 801 verkaufte ein Betto dem Abt Liudger von Werden/Ruhr seinen Hof bei dem Dorf Holtheim, das damals im Gau Nievenheim lag. Die katholische Pfarrei St. Martinus wurde 1320/23 erstmals erwähnt. Im Mittelalter gehörte Holzheim zum kurkölnischen Amt Liedberg. Von der ehemaligen Burg Erprath zwischen Holzheim und Weckhoven ist nur noch eine Motte vorhanden. Ursprünglich soll sich hier ein römischer Wachturm befunden haben.
Im Jahre 1794 besetzten französische Revolutionstruppen Holzheim. Es wurde die selbstständige Mairie Holzheim gebildet, die zum Kanton Neuss im Département de la Roer gehörte. Nach dem Wiener Kongress kam Holzheim an das Königreich Preußen. 1816 entstand die selbstständige Bürgermeisterei Holzheim, zu der auch die Gemeinde Grefrath gehörte. Der Verwaltungssitz der Bürgermeisterei lag von 1816 bis 1853 in Grefrath. 1927 wurde die Bürgermeisterei Holzheim in Amt Holzheim umbenannt. 1935 erfolgte die Eingemeindung der Gemeinde Grefrath nach Holzheim, das sich nun Gemeinde Holzheim nannte. Sie hatte eine Fläche von 14,83 km² und umfasste die Ortschaften Holzheim, Minkel, Gruissem, Kreitz, Grefrath, Dirkes, Lanzerath, Röckrath. Im Frühjahr 1945 besetzten amerikanische Truppen die Ortschaften. Der letzte Bürgermeister der Gemeinde Holzheim war Georg Becker (CDU) und sein Stellvertreter Willibald Steinlein (CDU). Der letzte Gemeindedirektor war Robert Labonte und sein allgemeiner Vertreter Peter Zimmermann. Am 1. Januar 1975 wurde die Gemeinde Holzheim in die Stadt Neuss eingegliedert. Obwohl Holzheim heute ein Stadtteil von Neuss ist, erkennt man doch immer noch die sehr eigenständige Struktur des Ortes. So hatte der Ort bis in die 1970er Jahre ein eigenes Krankenhaus. Vorhanden ist noch das alte Rathaus der Gemeinde. Typisch für Holzheim sind die vielen kleinen Gassen, welche die Straßen zusätzlich verbinden und den Ort wie kleine Adern durchziehen.
Als ehemalig selbstständige Gemeinde besitzt Holzheim einen eigenen Bezirksausschuss, der ein Initiativrecht bezüglich aller Gegebenheiten besitzt, die den Stadtteil betreffen, und bei allen wichtigen Angelegenheiten angehört werden muss. Der Bezirksausschuss besteht seit der Eingliederung im Jahre 1975.
In ihm hat die CDU 10 Sitze, die SPD 5 Sitze und die FDP, Bündnis 90/Die Grünen, so wie Unabhängige/Die Linke jeweils 1 Sitz.
Das Museum Insel Hombroich und die Raketenstation verbinden Kunst mit Natur. So sind die Museumsbauten auf der Insel über eine Auen-, Park- und Wiesenfläche verteilt. Auf der Raketenstation trifft man passend zu der Geschichte eine rauere und zurückhaltendere Gestaltung der Natur an.
Terminlich bestimmt durch den ersten Sonntag im Juli, beginnt das Schützenfest am Samstagmittag und endet mit der Königskrönung am darauffolgenden Dienstag. Das Königsvogelschießen findet jedes Jahr am Fronleichnamstag an der Holzheimer Mehrzweckhalle statt. Der Bürger-Schützenverein gründete sich 1836; die heute noch bestehenden Einheiten der Grenadiere und der Jäger sind von Anfang an dabei. Heute setzt sich das Holzheimer Regiment aus neun Korps und Gesellschaften zusammen und hat rund 1.000 Mitglieder. Das Jägerkorps ist mit 23 Zügen das stärkste Korps.
Neben dem Schützenfest wird auch der Karneval in Holzheim gefeiert. Es gibt einen Umzug zur Feier von Hoppeditzerwachen und einen großen Rosenmontagsumzug.
Holzheim verfügt über eine gute Anbindung an das Autobahnnetz und wird durch mehrere öffentliche Verkehrsmittel versorgt. Das große Gewerbegebiet ist Sitz mehrerer Dutzend kleiner und mittelständischer Unternehmen, darunter die Brauerei Frankenheim.
Neben der Erftbahn (RB 38) der Deutschen Bahn verkehren Buslinien der Stadtwerke Neuss (Linie 843) und der Busverkehr Rheinland (Linie 869 und 877) durch Holzheim.
Nordwestlich von Holzheim verläuft die A 46 welche durch die Abfahrt Neuss-Holzheim mit dem Ort verbunden ist. In Richtung Nord-Osten kann die A 57 über die Abfahrt Neuss-Reuschenberg erreicht werden.
1 Innenstadt | 2 Dreikönigenviertel | 3 Hafengebiet | 4 Hammfeld | 5 Augustinusviertel | 6 Gnadental | 7 Grimlinghausen | 8 Uedesheim | 9 Weckhoven | 10 Erfttal | 11 Selikum | 12 Reuschenberg | 13 Pomona | 14 Stadionviertel | 15 Westfeld | 16 Morgensternsheide | 17 Südliche Furth | 18 Mittlere Furth | 19 Nördliche Furth | 20 Weissenberg | 21 Vogelsang | 22 Barbaraviertel | 23 Holzheim | 24 Grefrath | 25 Hoisten | 26 Speck/Wehl/Helpenstein | 27 Norf | 28 Rosellen