| Wappen | Flagge | |
|---|---|---|
| Landeshauptstadt | Sigmaringen | |
| Regierungsform | Monarchie | |
| Staatsoberhaupt | Graf (bis 1623) Fürst (ab 1623) |
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| Dynastie | Haus Hohenzollern | |
| Bestehen | 1576-1849 | |
| Fläche | 906 km² [1] | |
| Einwohner | 40.492 (1849) [2] | |
| Bevölkerungsdichte | 47 Einw./km² (1849) | |
| Entstanden aus | Grafschaft Zollern | |
| Aufgegangen in | Preußische Provinz Hohenzollernsche Lande | |
| Karte | ||
Hohenzollern-Sigmaringen ist die schwäbische, katholisch gebliebene Linie der Hohenzollern, einem alten deutschen Adelsgeschlecht, und gleichzeitig der Name der von ihr beherrschten Ländereien, der Grafschaft Hohenzollern-Sigmaringen, welche 1623 zum Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen erhoben wurde.
Inhaltsverzeichnis |
Hohenzollern-Sigmaringen bestand seit 1634 aus den beiden getrennt voneinander liegenden Landesteilen Sigmaringen und Haigerloch, 1806 kam neben anderen Gebieten das ehemals zur fürstenbergischen Herrschaft Trochtelfingen gehörende Gebiet um Ringingen, Salmendingen und Melchingen als Exklave dazu, mit einer Gesamtfläche von 906 km². Getrennt wurden die drei Gebiete vom Fürstentum Hohenzollern-Hechingen, Nachbarländer waren im Nordosten Württemberg und im Südwesten Baden.
Das kurzzeitig als Hohenzollern-Haigerloch selbstständige Gebiet um Haigerloch, der nordwestliche Landesteil, liegt hauptsächlich auf einer der Schwäbischen Alb vorgelagerten Schichtstufe des Muschelkalks. Dieses Gebiet wird vom Neckar und seinen Nebenflüssen Glatt, Eyach und Starzel entwässert.
Das nur wenige km² große Gebiet um Ringingen, Salmendingen und Melchingen liegt auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb auf einer Höhe zwischen 800 und 900 Metern. Bei Melchingen befindet sich die Quelle der Lauchert.
Das Gebiet um Sigmaringen liegt auf der Schwäbischen Alb und auf dem südlich vorgelagertem Molassegebiet. Die Donau durchfließt das Gebiet von West nach Ost, Nebenflüsse sind hier die Schmeie, die Lauchert und die Ablach.
Die wahrscheinlich von dem schwäbischen Herzogshaus der Burchardinger abstammenden Zollern sind im 11. Jahrhundert als Grafen nachweisbar. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts teilte sich das Geschlecht in eine schwäbische und in eine fränkische Linie. Die fränkische Linie, die die Burggrafschaft Nürnberg innehatte, wurde später zu Kurfürsten von Brandenburg erhoben.
Karl I. Graf von Hohenzollern war Reichserbkämmerer und später noch Reichshofratspräsident. Er erhielt 1534 von Kaiser Karl V. die Grafschaften Sigmaringen und Veringen als Reichslehen. Im Jahre 1576 teilte sich die schwäbische Linie der Hohenzollern weiter in Hohenzollern-Hechingen, Hohenzollern-Haigerloch und Hohenzollern-Sigmaringen. 1623 wurde die Hechinger und Sigmaringer Linie, in den Reichsfürstenstand erhoben, nicht aber die Haigerlocher Linie, die Verbindung war als nicht standesgemäß angesehen worden, sie starb aber auch 1634 bereits wieder aus. Die Linie Hechingen starb 1869 ebenfalls aus, während die Familie Hohenzollern-Sigmaringen bis zum heutigen Tage existiert.
Fürstin Amalie Zephyrine konnte zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Mediatisierung durch Napoleon verhindern. 1806 schuf dieser den Rheinbund und zerschlug damit endgültig das Heilige Römische Reich deutscher Nation. Die beiden hohenzollernschen Fürstenhäuser Sigmaringen und Hechingen gelang es dabei, ihre Souveränität zu erhalten und im Falle Sigmaringens darüber hinaus einen beachtlichen Gebietszuwachs zu erfahren. Das Fürstentum Sigmaringen erhielt 1806 die Besitzungen der Klöster Habsthal und Wald sowie der Deutschordensherrschaften Achberg und Hohenfels. Außerdem erlangte es die Souveränität über die Fürstlich Fürstenbergischen Herrschaften Jungnau und Frohnstetten, die Thurn und Taxisschen Herrschaften Ostrach und Straßberg sowie über die Spethsche Herrschaft in Gammertingen und Hettingen. In der Folge der Märzrevolution 1848 dankten die Fürsten von Sigmaringen und Hechingen schließlich ab, so dass ihre Fürstentümer 1850 als Hohenzollernsche Lande an das Königreich Preußen fielen. Die preußische Besitzergreifung in Sigmaringen erfolgte am 6. April 1850. Die beiden Fürstentümer wurden vereinigt und gehörten als preußischer Regierungsbezirk Sigmaringen zur Rheinprovinz. Nach dem zweiten Weltkrieg entstand Württemberg-Hohenzollern, das den südlichen Teil des ehemaligen Königreichs Württemberg sowie die „Hohenzollernschen Lande“ umfasste. Mit der Bildung des Südweststaates ging Hohenzollern schließlich in Baden-Württemberg auf.
Die Familie Hohenzollern-Sigmaringen spielte auch nach der preußischen Annexion weiter eine bedeutenden Rolle. Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringens ältester Sohn Leopold kandidierte 1870 für den spanischen Thron. Auch kamen die Könige von Rumänien 1866 bis 1947 aus dem Hause Hohenzollern-Sigmaringen.
Das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen gliederte sich in verschiedene hohenzollerische Oberämter. Beim Übergang an Preußen bestanden noch die Oberämter Gammertingen, Ostrach, Sigmaringen, Trochtelfingen und Wald.
Rang erhöht durch Napoleon → Königreiche: Bayern | Sachsen | Württemberg | Großherzogtümer: Baden | Hessen
Napoleonische Staaten → Königreiche: Westphalen | Großherzogtümer: Berg | Würzburg | Fürstentümer: Aschaffenburg (ab 1810 als Großherzogtum Frankfurt) | Von der Leyen | Regensburg (bis 1810)
Unverändert → Herzogtümer: Anhalt-Bernburg | Anhalt-Dessau | Anhalt-Köthen | Arenberg | Mecklenburg-Schwerin | Mecklenburg-Strelitz | Nassau | Oldenburg | Sachsen-Coburg-Saalfeld | Sachsen-Gotha-Altenburg | Sachsen-Hildburghausen | Sachsen-Meiningen | Sachsen-Weimar, Sachsen-Eisenach (seit 1741 Personalunion, ab 1809 Realunion), Sachsen-Weimar-Eisenach | Fürstentümer: Hohenzollern-Hechingen | Hohenzollern-Sigmaringen | Isenburg-Birstein | Liechtenstein | Lippe-Detmold | Reuß-Ebersdorf | Reuß-Greiz | Reuß-Lobenstein | Reuß-Schleiz | Salm-Kyrburg | Salm-Salm | Schaumburg-Lippe | Schwarzburg-Rudolstadt | Schwarzburg-Sondershausen | Waldeck
Kaiserreich: Österreich | Königreiche: Preußen | Bayern | Sachsen | Hannover | Württemberg | Kurfürstentümer: Hessen-Kassel | Großherzogtümer: Baden | Hessen-Darmstadt | Luxemburg | Mecklenburg-Schwerin | Mecklenburg-Strelitz | Oldenburg | Sachsen-Weimar-Eisenach | Herzogtümer: Anhalt (ab 1863) | Bernburg (bis 1863) | Dessau (bis 1863) | Köthen (bis 1847) | Braunschweig | Holstein | Lauenburg | Limburg | Nassau | Sachsen-Altenburg (ab 1826) | Sachsen-Coburg-Saalfeld ab 1826 als Sachsen-Coburg-Gotha | Sachsen-Gotha-Altenburg (bis 1826) | Sachsen-Hildburghausen (bis 1826) | Sachsen-Meiningen | Fürstentümer: Hessen-Homburg | Hohenzollern-Hechingen (bis 1850) | Hohenzollern-Sigmaringen (bis 1850) | Liechtenstein | Lippe | Reuß ältere Linie | Reuß jüngere Linie | Schaumburg-Lippe | Schwarzburg-Rudolstadt | Schwarzburg-Sondershausen | Waldeck | Freie Städte: Frankfurt am Main | Hamburg | Lübeck | Bremen
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."