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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Oberhavel | |
| Höhe: | 32–66 m ü. NN | |
| Fläche: | 48,06 km² | |
| Einwohner: | 23 549 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 490 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 16540, 16556, 16562 | |
| Vorwahl: | 03303 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OHV | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 65 144 | |
| Stadtgliederung: | 4 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Oranienburger Straße 2 16540 Hohen Neuendorf |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) | |
| Lage der Stadt Hohen Neuendorf im Landkreis Oberhavel | ||
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Hohen Neuendorf ist eine Stadt (Stadtrecht seit 23. Juni 1999) im Landkreis Oberhavel, Brandenburg. Sie liegt an der Havel, unmittelbar an der nördlichen Stadtgrenze von Berlin (Bezirk Reinickendorf).
Inhaltsverzeichnis |
Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Stadtteile Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde).
Der zeitweise zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee – auch bekannt als „Veltener Autobahnsee“, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Autobahnbaus entstand, wurde im Mai 2007 im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben.
(ab 1994 umfassen die Einwohnerzahlen auch die eingemeindeten Dörfer)
| Datum | Einwohner |
|---|---|
| 1624 | 76 |
| 1718 | ca. 60 |
| 1800 | 113 |
| 1847 | 170 |
| 1871 | 228 |
| 1892 | 415 |
| 1898 | 803 |
| 1902 | 1.514 |
| 1920 | 3.729 |
| 1930 | 6.349 |
| 1956 | 11.250 |
| 1988 | 8.800 |
| 1994 | 13.517 |
| 1995 | 13.805 |
| 1996 | 14.525 |
| 1997 | 15.315 |
| 1998 | 16.663 |
| 1999 | 17.595 |
| 2000 | 18.487 |
| 2001 | 18.972 |
| 2002 | 19.570 |
| 2003 | 20.281 |
| 2004 | 21.321 |
| 2005 | 22.154 |
| 2006 | 22.614 |
| 2007 | 23.462 |
| 2008 | 23.683 |
Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von einer gleichnamigen havel-abwärts gelegenen Fischersiedlung in Hohen Neuendorf umbenannt. Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jhts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein armes kleines Angerdorf.
Die Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der „Nordbahn“, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jhts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ – auf Bestreben des bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen. 1919 begann der Bau der „Colonie am Wasserturm“ als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder (Summter Straße bzw. Niederbarnimer Straße) ausgeführt. Durch die Ausdehnung des Ortes nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus, kam es schließlich 1924 zur Eröffnung des Bahnhofs Hohen Neuendorf und zur Schließung des Haltepunktes Stolpe.
Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahre 1920 dehnte sich diese Stadt im Norden bis nach Frohnau aus und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam aber nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut.
Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die ersten und letzten Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkrieges. Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott.
1953 entstand der Berliner Außenring zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord. Die Strecke führt mitten durch das alte Dorf, wofür mehrere Wohnhäuser abgerissen werden mussten.
Am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin im Zuge der Grenzschließung durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen.
Die Bekanntgabe der neuen Reisegesetze durch die DDR am 9. November 1989 hatte für Hohen Neuendorf die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B96) am 17. Februar 1990 zur Folge. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen.
Am 20. September 1993 wurden nach Hohen Neuendorf die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf eingemeindet. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Eingemeindung.
Die Stadtverordnetenversammlung besteht aus 28 Ratsfrauen und Ratsherren. Bei den Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung am 28. September 2008 wurde wie folgt abgestimmt:
| Wahlgruppe | Sitze |
|---|---|
| CDU | 7 |
| Die Linke | 6 |
| SPD | 5 |
| Stadtverein | 3 |
| Grüne | 3 |
| FDP | 1 |
| Bürger für Borgsdorf | 1 |
| NPD | 1 |
| Einzelbewerber Matthes | 1 |
(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)[2]
Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt.
Blasonierung: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden: vorn in Rot ein silberner Balken (Wappen von Buch); hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen (2:1) (Wappen von Wins).“[3]
1936 gab sich die Gemeinde ein Wappen. Es zeigt eine Märkische Kiefer auf grünem Hügel und gelbem Grund; in der unteren rechten (in der Aufsicht linken) Hälfte befindet sich das Wappen der Familie von Buch und in der linken unteren Hälfte das Wappen der Familie von Wins.
In der Liste der Baudenkmäler in Hohen Neuendorf stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Denkmäler.
Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter auch die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus fielen dem Abriss zum Opfer.
Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der auch ein Sportboothafen und eine -werft gehören.
Im Ortsteil Stolpe:
Im Ortsteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht.
Im Stadtgebiet von Hohen Neuendorf liegen die S-Bahn-Stationen Borgsdorf (S 1), Hohen Neuendorf (b Berlin) (S 1, S 8) und Bergfelde (b Berlin) (S 8) sowie der Regionalbahnhof Hohen Neuendorf-West (RB 20).
Alle Ortsteile sind an Buslinien des VBB angeschlossen. Im Ortsteil Hohen Neuendorf verkehrt außerdem eine Ortslinie.
Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (Berliner Ring) und Stolpe an der A 111. Die B 96 durchquert die Stadt von Süden Berlin nach Norden Richtung Oranienburg und weiter nach Rügen. Außerdem verläuft die B 96a durch den Ortsteil Bergfelde.
Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal auch Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschiffahrt aber nicht mehr angelaufen. Nur die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschiffahrt bewahrt.
Der Radfernweg Berlin – Kopenhagen durchquert die Ortsteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf.
Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf.
Alfred Schönbucher, Pfarrer i. R., aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht.
Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis „Nordbahngemeinden mit Courage“ gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich auch die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen.
Birkenwerder | Fürstenberg/Havel | Glienicke/Nordbahn | Gransee | Großwoltersdorf | Hennigsdorf | Hohen Neuendorf | Kremmen | Leegebruch | Liebenwalde | Löwenberger Land | Mühlenbecker Land | Oberkrämer | Oranienburg | Schönermark | Sonnenberg | Stechlin | Velten | Zehdenick