| Karte | |
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| Basisdaten | |
|---|---|
| Staat | Österreich |
| Diözesanbischof | Alois Kothgasser SDB |
| Weihbischof | Andreas Laun OSFS |
| Emeritierter Diözesanbischof | Georg Eder |
| Emeritierter Weihbischof | Jakob Mayr |
| Generalvikar | Hans Jörg Hofer |
| Bischofsvikar | Matthäus Appesbacher |
| Fläche | 9.715 km² |
| Dekanate | 20 (2004) |
| Pfarreien | 208 (2004) |
| Einwohner | 682.826 (2004) |
| Katholiken | 513.126 (2004) |
| Anteil | 75,1 % |
| Diözesanpriester | 234 (2004) |
| Ordenspriester | 82 (2004) |
| Ständige Diakone | 37 (2004) |
| Katholiken je Priester | 1.624 |
| Ordensbrüder | 155 (2004) |
| Ordensschwestern | 418 (2004) |
| Ritus | Römischer Ritus |
| Liturgiesprache | Deutsch |
| Kathedrale | Salzburger Dom |
| Webpräsenz | www.kirchen.net/portal |
| Suffraganbistümer | Feldkirch Graz-Seckau Gurk-Klagenfurt Innsbruck |
| Kirchenprovinz | |
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Die Erzdiözese Salzburg (lat. Archidioecesis Salisburgensis) ist eine Diözese in Österreich. Sie umfasst die Stadt und das Bundesland Salzburg sowie den Nordosten Tirols und ist heute die älteste bestehende Erzdiözese im gesamten deutschsprachigen Raum. Als Metropolitandiözese schließt die Kirchenprovinz Salzburg West- und Südösterreich (Diözesen Feldkirch, Graz-Seckau, Gurk-Klagenfurt und Innsbruck) mit ein.
Inhaltsverzeichnis |
Die Vita Sancti Severini berichtet, dass es um 450 im römischen Iuvavum eine Christengemeinde mit zwei Kirchen und einem Kloster gegeben hat. Nach dem Abzug des römischen Militärs im Jahr 488 wurde die Stadt in der Zeit der Völkerwanderung zerstört.
696 kam der Hl. Rupert und gründete das Stift Sankt Peter und das Frauenkloster auf dem Nonnberg. Er ließ wahrscheinlich um 700 eine große Kirche zu Ehren des hl. Petrus bauen und errichtete dort eine Gemeinschaft von Weltpriestern (Kanonikern), aus denen sich später das Domkapitel entwickelte.
Bonifatius brachte 739 die päpstliche Bestätigung für das neu gegründete Bistum und legte die Diözesangrenzen fest. Der aus Irland stammende Mönch und Bischof Virgil ließ in Salzburg einen dreischiffigen Dom bauen und am 24. September 744 die Reliquien Ruperts dort beisetzen, was damals eine Heiligsprechung bedeutete.
Von Papst Leo III. wurde es am 20. April 798 auf Bitten des Frankenkönigs Karl des Großen zum Erzbistum erhoben, dem die bairischen Suffraganbistümer Freising, Neuburg, Passau, Regensburg und Säben unterstanden. Diese Kirchenprovinz umfasste zeitweise das gesamte altbairische Stammesgebiet, also den Großteil des heutigen Österreich und Bayern (außer Franken und Schwaben), das heutige Südtirol und Trentino, weite Teile Ungarns, Tschechiens, Sloweniens und der Slowakei. Arno war der erste Erzbischof. Die Schaffung der Kirchenprovinz steht im Zusammenhang mit den Bemühungen um eine bairische Staatskirche.
Von Salzburg aus wurde in der Folgezeit vor allem Karantanien christianisiert. Als Stützpunkte wurden dort zahlreiche Klöster gegründet. Im Jahr 796 erhielt Salzburg das Gebiet um den Plattensee (Ungarn) bis an die Donau und Drau zur Mission zugeteilt. Durch Gründung des Erzbistums Gran im Jahr 1001 wurde das heutige Burgenland zur Grenze der Kirchenprovinz.
Im Investiturstreit standen die Salzburger Erzbischöfe auf der Seite des Papstes. Unter Gebhard wurde die Stadt Salzburg mehrmals von Anhängern des Kaisers verwüstet. Zum Schutz ließ Gebhard daher 1077 die Festung Hohensalzburg errichten.
Kaiser Friedrich Barbarossa verhängte 1166 über Erzbischof Konrad II. die Reichsacht. Im folgenden Jahr brannte bei einem Stadtbrand auch der Dom ab, der Domschatz wurde dabei vernichtet. Kaiserliche Truppen wurden damals beschuldigt, die Stadt angezündet zu haben. Konrad III. - der erste Salzburger Kardinal - konnte nach dem Friedensschluss 1177 mit dem Wiederaufbau beginnen und errichtete einen prächtigen dreischiffigen romanischen Dom.
Auf dem Salzburger Diözesangebiet wurden die Eigenbistümer Gurk (1072), Chiemsee (1215), Seckau (1218) und Lavant (1228) errichtet.
Erzbischof Eberhard II., einem entschiedenen Parteigänger der Staufer, gelang es 1200 bis 1246 aus Grafschaften, Gerichten und Vogteien ein geschlossenes erzbischöfliches Herrschaftsgebiet aufzubauen. Ab 1275 begann die letzte Phase der Loslösung des Landes Salzburg vom Mutterland Baiern. 1328 erhielt das Hochstift Salzburg eine eigene Landesordnung. Da die Salzburger Erzbischöfe bis 1803 auch Fürsten innerhalb des Heiligen Römischen Reiches waren, führten sie den Titel Fürsterzbischof. Im Reichstag des Heiligen Römischen Reichs gehörte der Fürstbischof zur Geistlichen Bank des Reichsfürstenrats. Bis zum Ende des Erzstifts durch die Säkularisation 1803 im Rahmen des Reichsdeputationshauptschlusses gehörte es dem Bairischen Reichskreis an.
In der Reformation breitete sich auch in Salzburg ab 1520 stark der Protestantismus aus. Wolf Dietrich von Raitenau und später Markus Sittikus Graf von Hohenems förderten die Gegenreformation, dennoch konnten sich in den Alpentälern Geheimprotestanten halten. Sogar noch 1731 wurden durch Leopold Anton Graf von Firmian etwa 20.000 (Salzburger Exulanten) und 1837 unter Friedrich Johannes Jacob Cölestin von Schwarzenberg etwa 400 Protestanten aus dem Zillertal vertrieben.
Der Salzburger Dom wurde im Barockstil umgebaut und 1628 eingeweiht. Zahlreiche weitere Barockbauten wurden in dieser Zeit errichtet, die das heutige Aussehen Salzburgs prägen.
Joseph II. errichtete um 1785 die Diözese Leoben und vergrößerte die Diözesen Seckau und Gurk auf Kosten der Salzburger Erzdiözese.
Nach der Säkularisation 1803 waren die Salzburger Erzbischöfe keine Landesherren mehr. Als Herzogtum Salzburg, dem zudem die Kurwürde verliehen war, fiel es zusammen mit den Hochstiften Berchtesgaden, Passau und Eichstätt an den Großherzog Ferdinand III. von Toskana. 1805 kam es mit Berchtesgaden an Österreich, 1809/10 an Bayern. 1816 kam der Großteil des Staatsgebiets endgültig zu Österreich, Berchtesgaden und der sog. Rupertiwinkel verblieben jedoch beim Königreich Bayern. 1818 wurde das Bistum Chiemsee aufgehoben und die Erzdiözese erhielt ihre heutige Ausdehnung. Mit dem Untergang der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn und der Ausrufung der Republik Deutschösterreich legten die Erzbischöfe 1918 den Titel Fürsterzbischof ab.
Der Erzbischof von Salzburg führt die Titel
Bereits ab 1027 konnten die Salzburger Erzbischöfe in ihrer Kirchenprovinz in dringenden Fällen anstelle des Papstes Entscheidungen treffen, auch den Kirchenbann verhängen und lösen. Von 1072 bis zum Konkordat von 1934 hatten sie das Recht, die Bischöfe in den Eigenbistümern Chiemsee, Seckau, Gurk und Lavant selbst, d. h. ohne päpstliche Zustimmung, zu ernennen. Noch beim Ersten Vatikanischen Konzil begrüßte 1869 Papst Pius IX. den Salzburger Erzbischof Maximilian Joseph von Tarnóczy mit den geflügelten Worten „Seht, da kommt der halbe Papst, der selbst Bischöfe machen kann“.
Die Salzburger Erzbischöfe dürfen - als äußeres Zeichen ihrer Stellung als päpstliche Legaten - in ihrer Erzdiözese und seit 1854 als einzige Erzbischöfe auch an der Römischen Kurie den Legatenpurpur, eine feierliche Kleidung, die wesentlich älter ist als das Purpurgewand der Kardinäle, tragen.
Das Salzburger Domkapitel genießt das Sonderrecht, den zukünftigen Erzbischof aus einem Dreiervorschlag des Papstes auswählen zu können.
Das Domkapitel zu den hll. Rupert und Virgil an der Metropolitankirche in Salzburg besteht derzeit aus folgenden Priestern:
Domdechant Prälat Dr. Matthäus Appesbacher, Msgr. Dr. Hansjörg Hofer, Kan. Dr. Gottfried Laireiter, Dompropst Weihbischof Dr. Andreas Laun OSFS, Prälat Sebastian Manzl, Prälat Univ.-Prof. Dr. Hans Paarhammer, KR Dr. Franz Padinger, Prälat Dr. Johann Reißmeier, Msgr. Heinrich Roither, Domkustos Prälat Balthasar Sieberer, Msgr. Dr. Hans-Walter Vavrovsky, Prälat Martin Walchhofer
Als Suffraganbistümer unterstehen der Erzdiözese Salzburg:
Erzdiözesen: Salzburg | Wien
Diözesen: Eisenstadt | Feldkirch | Graz-Seckau | Gurk | Innsbruck | Linz | St. Pölten
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."