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Unter einem Hochgebirge versteht man „eine größere Vollform, die sich bedeutend über den Meeresspiegel erhebt und über spezielle geoökologische Merkmale verfügt.“[1]
Inhaltsverzeichnis |
Physiogeographisch zeichnen sich Hochgebirge in den mittleren Breiten (ca. 40-60°Nord/ Süd) durch glaziale Formen wie Kare, Vergratungen und Wandversteilungen aus, die auf eiszeitliche Vergletscherung(en) hinweisen und in den Gipfelregionen in Höhen ab etwa 2000-2500m anzutreffen sind, Wandversteilungen auch tiefer. Ebenfalls werden das Vorkommen rezenter Solifluktion und das Erreichen der Waldgrenze als landschaftsökologische Gesichtspunkte herangezogen. Landschaftlich (geomorphologisch) sind oft Steilformen und große Höhenunterschiede auf engem Raum für Hochgebirge kennzeichnend, damit verbunden eine ausgeprägte Gliederung in Vegetations-Höhenstufen.
Wird das Kriterium der Besiedelbarkeit entsprechender Gebirgsräume als bestimmend angesehen (s.o.), ist das Bild je nach Klimazone sehr differenziert. In Mitteleuropa hat sich die Grenzziehung zu den sog. Mittelgebirgen bei etwa 1500m vermutlich deshalb etabliert, weil die höchsten Mittelgebirgshöhen nicht höher reichen, die geomorphologischen Formen der nahen und deutlich höheren Alpen dagegen sehr verschieden sind. Historisch gewachsene Ortschaften jenseits 1500m gibt es in den Alpen. Im (sub-)tropischen andinen Bereich (vgl. Anden) liegen selbst größere Städte sogar und bevorzugt auf 2000 bis 3500m ü. NN (La Paz, Quito, Cusco, Bogotá), das Kriterium der Besiedlung erscheint hier wenig sinnvoll, ähnlich verhält es sich in Äthiopien.