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Hinterhermsdorf ist ein Ortsteil der Stadt Sebnitz im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Sachsen und liegt direkt an der tschechischen Grenze.
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Hinterhermsdorf ist nur über eine Straße mit dem öffentlichen Straßennetz verbunden. Durch den Ort führt eine kreisförmig angelegte Einbahnstraße. Des Weiteren verfügt Hinterhermsdorf über Busverbindungen nach Dresden und Sebnitz. Über die Grenze nach Tschechien führen zwei Radwanderwege, einmal über das Kirnitzschtal nach Zadní Jetřichovice (Hinterdittersbach) und einmal bei Zadní Doubice über das Kyjovské údolí (Khaatal) nach Krásná Lípa (Schönlinde).
Hinterhermsdorf, ein Dorf mit rund 650 Einwohnern, befindet sich am östlichen Rande der Sächsischen Schweiz, in einer Grenzregion zur Tschechischen Republik. Der Ort ist ein sehr beliebtes Touristenziel aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zu den beiden Nationalparken Sächsische und Böhmische Schweiz sowie seiner zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten.
Ursprünglich lebte das Dorf fast ausschließlich von der Holzwirtschaft und dem Transport des geschlagenen Holzes in Richtung Bad Schandau, Dresden und Meißen. Davon zeugen noch heute die Obere sowie die Niedere Schleuse, entlang des Flusses Kirnitzsch, die mit ihrem Tal östlich sowie südlich am Ort vorbeiführt und die aktuelle Grenze zu Tschechien markiert. Beide Schleusen sind heute nicht mehr in Betrieb und technische Denkmäler, wobei sich auf der Obere Schleuse die Tradition einer Kahnfahrt auf einem künstlich aufgestauten See erhalten hat.
Neben zahlreichen regionstypischen Umgebindehäusern weist Hinterhermsdorf noch weitere Merkmale alter Siedlungsstrukturen auf. So befindet sich im Zentrum das Erbgericht, der frühere Hauptsitz des Lehnsherren, dem neben der größten Hufe (zugeteilte Landfläche) und der Gerichtsbarkeit auch das Brau- und Schankrecht zustand, weshalb man bis heute dort eine Gastwirtschaft vorfinden kann.
Die Gemeinde wurde 1998 in die Große Kreisstadt Sebnitz eingemeindet.
Im Jahr 2001 erhielt Hinterhermsdorf den Titel „Schönstes Dorf Deutschlands“, nachdem es bereits zuvor zum schönsten Dorf Sachsens gekürt worden war.
Der Weifbergturm befindet sich im Norden des Ortes auf dem Weifberg und wurde im Jahr 2000 errichtet. Er besteht im Grundgerüst komplett aus Holz, das durch Stahlfachwerkträger verstärkt wurde um den Turm Sturmsicher zu machen. Von der Spitze bietet sich eine schöne Aussicht über die gesamte östliche Sächsische Schweiz hinweg und weiter nach Tschechien.
Die Waldhusche soll Kinder auf spielerische Art an das Thema Wald heranführen. Auf vier verschiedenen Schauwegen und 40 Stationen in einem südlich von Hinterhermsdorf gelegenen Waldgebiet erfolgen neben Aufklärungen und Informationen zu den Themen Wald- und Forstwirtschaft auch Erläuterung zur Bedeutung der natürlichen Prozesse in einem Wald.
50.92361111111114.358333333333Koordinaten: 50° 55′ N, 14° 21′ O
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