| XVII. Wiener Gemeindebezirk | |
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| Wappen | Karte |
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| Name: | Hernals |
| Fläche: | 11,35 km² |
| Einwohner: | 52.563 (1. Jan. 2007)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 4.602,1 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 1170 |
| Adresse des Bezirksamtes: |
Elterleinplatz 14 1170 Wien |
| Offizielle Website: | www.wien.gv.at/hernals |
| Politik | |
| Bezirksvorsteher | Ilse Pfeffer (SPÖ) |
| Bezirksvertretung (40 Bezirksräte) |
SPÖ 17, ÖVP 9, Grüne 8, FPÖ 6 |
Hernals ist der 17. Wiener Gemeindebezirk. Er wurde 1892 aus den selbständigen Gemeinden Hernals, Dornbach und Neuwaldegg gebildet.
Inhaltsverzeichnis |
Der Bezirk Hernals liegt im Nordwesten des Wiener Stadtgebietes im Übergangsbereich der Alpen zum Wiener Becken. Hernals umfasst 11,35 km² und ist der zehntgrößte Wiener Gemeindebezirk. Hernals nimmt dabei 2,7 % der Fläche Wiens ein. Das Bezirksgebiet erstreckt sich entlang des Verlaufs der heute kanalisierten Als zwischen dem Wienerwald und dem Gürtel. Die Als ist nach dem Wienfluss der zweitlängste Bach, der aus dem Wienerwaldgebiet in die Donau fließt. Höchste Erhebung des Bezirkes ist der Heuberg mit 464 Metern, ein bekannter Wetterwinkel. Hernals verfügt über mehrere ökologische Schutzgebiete. Das Landschaftsschutzgebiet Hernals umfasst im Wienerwald 5,93 km² und nimmt 52,3 % der Bezirksfläche ein. Kleinere, sogenannte Ökologische Entwicklungsflächen, liegen auf der Franz Glaser-Höhe und im Bereich Stefan-Zweig-Platz/Korngasse.[2]
Der Bezirk Hernals grenzt im Nordwesten an die niederösterreichische Gemeinde Klosterneuburg. Im Westen grenzt Hernals zudem an den Bezirk Penzing, wobei die Bezirksgrenze entlang des Dornbachs und der Amundsenstraße verläuft. Die südliche Bezirksgrenze gegenüber dem Bezirk Ottakring liegt zunächst im Waldgebiet zwischen Heuberg und Gallitzinberg und verläuft im Anschluss in östlicher Richtung durch verbautes Gebiet bis zum Gürtel, der Hernals im Osten von der Josefstadt und dem Alsergrund trennt. Im Norden verläuft die Bezirksgrenze gegenüber Währing durch dicht verbautes Gebiet und entlang des Höhenrücken des Schafbergs. Im Nordosten grenzt Hernals auch an Döbling. Hier liegen Gebiete, die früher zu Salmannsdorf gehörten.
Die ursprünglich selbständigen Vororte Hernals, Dornbach und Neuwaldegg wurden im Jahr 1892 eingemeindet und bilden heute den 17. Bezirk. Die Grenzen der ehemaligen Gemeinden haben sich heute noch in den Grenzen der drei bestehenden, gleichnamigen Katastralgemeinden erhalten, wobei Hernals den dicht verbauten Osten und Neuwaldegg den bewaldeten Nordteil des Bezirksgebietes einnimmt. Dornbach, das den Südwesten des Bezirksgebietes einnimmt, besteht aus einem dichter verbauten Gebiet im Osten und dem Waldgebiet des Heubergs im Westen.
Eine Gliederung des Bezirksgebiets besteht ferner in den Zählbezirken der amtlichen Statistik, in denen die Zählsprengel des Gemeindebezirks zusammengefasst sind. Die sechs Zählbezirke in Hernals sind Dornerplatz, Alt-Hernals, Äußere Hernalser Hauptstraße, Alszeile, Dornbach und Neuwaldegg. Die Grenzen der Zählbezirke Dornbach und Neuwaldegg stimmen jedoch nicht mit jenen der gleichnamigen Katastralgemeinden überein.
Die Baufläche von Hernals umfasst 29,7 % (Wienweit 33,3 %) der Bezirksfläche. Der Anteil von Wohnbaufläche am gesamten Bauland beträgt 90,9 %, der zweithöchste Anteil in Wien. Dementsprechend ist der Anteil der Betriebsbaugebiete (2,8 %) sowie Flächen die dem kulturellen, religiösen, sportlichen oder öffentlichen Bereich (5,4 %) an der Baufläche gering. Grünflächen nehmen in Hernals 59,6 % ein, womit Hernals der drittgrünste Bezirk ist. 66,5 % der Grünfläche entfallen auf Wälder, 12,1 % auf Wiesen und 11,4 % auf Kleingärten. Auf Sport- und Freizeitflächen (3,7 %) und landwirtschaftliche Nutzfläche (2,4 %) nehmen nur einen geringen Umfang der Hernalser Grünfläche ein. Das einst bedeutende Weinbaugebiet ist bis auf einen letzten Rest am Kleinen Schafberg verschwunden. Der Anteil der Verkehrsflächen am Bezirksgebiet ist mit 10,3 % sehr gering, Gewässer nehmen 0,4 % des Bezirksgebietes ein. [3]
| Baufläche | Grünfläche | Gewässer | Verkehrsflächen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 336,9 | 675,91 | 4,01 | 117,01 | |||||||
| Wohnbau | Betriebsgebiet | öffentliche Einrichtungen | Landwirtschaft | Parks | Wälder | Wiesen | Kleingärten | Freizeit- Flächen | ||
| 306,11 | 9,55 | 18,25 | 15,88 | 27,21 | 449,4 | 76,88 | 81,48 | 25,05 | ||
Zur Geschichte der Gemeinde Hernals bis zur Eingemeindung 1892 siehe Hernals (Wiener Bezirksteil).
Erste Siedlungen im heutigen Bezirk Hernals stammen, wie Bodenfunde belegen, aus der Jungsteinzeit. Diese lagen im Umfeld der fischreichen Als mit ihren fruchtbaren Quellbächen. Funde aus der Römerzeit wiederum belegen eine Legionsziegelei im Raume des Elterleinplatzes. Im Mittelalter bildeten sich schließlich an der Als die Dörfer Hernals und Dornbach, Neuwaldegg wurde erst zu Beginn der Neuzeit gegründet.
Zur Gründung des 17. Wiener Gemeindebezirkes Hernals kam es schließlich Ende des 19. Jahrhunderts. Nachdem im Jahr 1850 bereits die Vorstädte von Wien eingemeindet worden waren, begann in den 1870er Jahren auch die Diskussion über die Eingemeindung der Vororte. Obwohl die Vororte gegen diesen Schritt waren, wurde die Vereinigung Wiens mit seinen Vororten beschlossen, nachdem Kaiser Franz Joseph I. diesen Wunsch in einer Rede 1888 bekundet hatte. Das entsprechende Gesetz trat am 1. Jänner 1892 in Kraft und vereinte Hernals, Dornbach und Neuwaldegg schließlich zum 17. Wiener Gemeindebezirk Hernals. Die Gemeinde Hernals war dabei die bedeutendste der drei Gemeinden und sogar die bevölkerungsreichste Gemeinde Niederösterreichs. 1890 lebten in dem neu gebildeten Bezirk 74.657 Menschen in 1.803 Häusern. Unter Bezirksvorsteher Kretschek und dem Hernalser Gemeinderat Sebastian Grünbeck erfolgte die Wiederherstellung der St. Annakapelle, die Errichtung des Jörgerbads und mehrerer Schulen sowie Straßenregulierungen und Friedhofserweiterungen. 1894 wurde der Linienwall abgetragen und die Stadtbahn gebaut. Der Hernalser Markt wurde auf den Zimmermannplatz verlegt.
Unter den Sozialdemokraten im Roten Wien nach dem Ersten Weltkrieg wurde in Hernals besonders der kommunale Wohnbau forciert. 1922 wurde von Karl Ehn in der Balderichgasse der erste Gemeindebau mit 164 Wohnungen errichtet, größter in Hernals errichteter Gemeindebau in der Zwischenkriegszeit war der 1929 übergebene Gemeindebau in der Wattgasse mit 294 Wohnungen. Aufgrund des finanziellen Druckes der Bundesregierung ging der Wohnbau stark zurück, der Anteil der Gemeindewohnungen in Hernals blieb mit 1.467 Wohnungen unter dem Wiener Durchschnitt.
Nach dem Schattendorfer Urteil kam es auch in Hernals zu Unruhen, am 15. Juli 1927 wurde die Polizeiwachstube in der Hernalser Hauptstraße 158 von aufgebrachten Demonstranten gestürmt. Diese schleppten das Inventar der Wachstube auf die Straße und zündeten es an. Zwei durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogene Alleebäume wurden später als Revolutionsbäume gepflegt, gingen jedoch Mitte der 30er Jahre ein. Die Unruhen gingen am 16. Juni weiter, fünf Menschen starben an diesem Tag in Hernals.
Die Februarkämpfe 1934 fanden hingegen abseits von Hernals statt. Durch das Verbot der Sozialdemokraten wurde jedoch der Bezirksrat aufgelöst und ein neuer Bezirksvorsteher eingesetzt.
Der Zweite Weltkrieg endete in Hernals mit dem Einmarsch der sowjetischen Truppen am 7. April. Sie blieben bis zum September 1945 in Hernals, danach wurden sie von den amerikanischen Besatzungstruppen abgelöst. Neben dem Wiederaufbau der zerstörten Häuser galt das Hauptaugenmerk dem Bau neuer Wohnungen. Alleine bis 1955 wurden in Hernals 1.050 Wohnungen vergeben, bis 1991 kamen 2.948 weitere Wohnungen hinzu.
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Bevölkerungsentwicklung
Daten lt. Statistik Austria [8]
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Bei seiner Bildung Ende des 19. Jahrhunderts hatte der Bezirk Hernals 63.038 Einwohner. Bis zum Jahre 1910 wuchs die Bevölkerung um über 60 Prozent auf 103.000 an. In der Folge setzte jedoch in der Bevölkerungsentwicklung eine Schrumpfung ein, die bis 2001 angehalten hat. Nur in den 1980er Jahren gab es ein leichtes Bevölkerungswachstum in Hernals, bis zur letzten Volkszählung 2001 schrumpfte die Wohnbevölkerung aber erneut auf nun 47.610. Seit 2001 wird nun wie in den anderen Bezirken ein Bevölkerungswachstum festgestellt.
Die Bevölkerungsstruktur in Hernals spiegelt großteils den Wiener Durchschnitt wider. 21,4 Prozent der Hernalser sind 60 Jahre alt oder älter, 52,8 Prozent der Bevölkerung sind weiblich. Mit 28,8 Prozent wesentlich höher als im Durchschnitt liegt hingegen der Anteil der Ausländer an der Bezirksbevölkerung. Den höchsten Anteil stellen dabei mit 33,9 Prozent Staatsbürger aus Serbien und Montenegro vor Türken (14,7 Prozent) und Bosniern (9,7 Prozent).[4]
Von den 40.665 Bewohnern von Hernals, die 2001 über 15 Jahre alt waren, haben 12,6 Prozent eine Universität, Fachhochschule oder Akademie als höchste Schulbildung abgeschlossen (wienweit: 11,8 Prozent). Weitere 15,6 Prozent haben eine Matura absolviert (wienweit: 15,7 Prozent), 35,5 Prozent hatten einen Lehrabschluss oder eine berufsbildende mittlere Schule (wienweit: 39,2 Prozent) und 36,3 Prozent der Hernalser haben die Pflichtschule als höchsten Abschluss (wienweit: 33,2 Prozent).[5]
Das durchschnittliche Jahresnettoeinkommen eines Arbeitnehmers lag 2004 bei 17.768 Euro (Wien: 18.489 Euro), das eines Pensionisten bei 16.600 Euro (Wien: 16.412 Euro). Der männliche Bevölkerungsanteil verdiente 19.940 Euro netto (Pensionist: 19.780 Euro), hingegen verdiente die weibliche Bevölkerung nur 15.329 Euro netto (Pensionistin: 14.531 Euro). Insgesamt betrachtet liegt das Einkommen von Hernalser Arbeitnehmern zirka vier Prozent unter dem Wiener Durchschnitt, jenes der Pensionisten knapp darüber.[6]
Das Religionsbekenntnis der Hernalser verteilt sich folgendermaßen: 47,4 Prozent sind römisch-katholisch, 9,4 Prozent orthodox, 9,4 Prozent islamisch, 4,1 Prozent evangelisch. 23,4 Prozent der Hernalser sind ohne Bekenntnis.[7]
Vor 1938 existiere in Hernals eine kleine jüdische Gemeinde. Es gab zwar keine Synagoge, aber das Vereinsbethaus Gemilath Chesed („Man übt Gnade“) in der Thelemangasse 8, das 1929 gegründet wurde. Der Obmann war Julius Krupnik und der Rabbiner Markus Leib Habermann. Das Vereinsbethaus wurde wie alle anderen jüdischen Einrichtungen von den Nazis geschlossen und die Gemeindemitglieder entweder zwangsemigriert oder deportiert und ermordert.[8] Heute befindet sich in der Thelemanngasse 8 die kleine Sultanahmet Moschee.
Das Gebäude Thelemangasse 8 sowie die Hausnummern 2, 4, 6 waren im Besitz der Eisenwarenfabrikanten Mandelbaum, die 1940 nach England fliehen mussten. Der Enkel vom Gründer Bernhard Mandelbaum ist der amerikanische Autor Frederic Morton (geboren als Fritz Mandelbaum), der in der Thelemanngasse 8 aufwuchs und die Realschule BRG 17 besuchte.[9][10]
| Bezirksvorsteher seit 1945 | |
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| Alois Brunner (KPÖ) | 4/1945–1946 |
| Leopold Pernerstorfer (SPÖ) | 1946–1949 |
| Karl Panek (SPÖ) | 1949–1965 |
| Josef Veleta (SPÖ) | 1965–1979 |
| Robert Pfleger (SPÖ) | 1979–1997 |
| Hans Mentschik (SPÖ) | 1997–2002 |
| Ilse Pfeffer (SPÖ) | 2002– |
Hernals wurde durch das Kurienwahlrecht an der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert von der Christlichsozialen Partei regiert. Zunächst wurde der ehemalige Bürgermeister von Hernals Elterlein zum Bezirksvorsteher erkoren, zwischen 1905 und 1919 folgte ihm Karl Kretschek nach. Bei den ersten allgemeinen Wahlen errangen jedoch die Sozialdemokraten in Hernals mit 58 Prozent die absolute Mehrheit vor den Christlichsozialen (27 Prozent) und den tschechisch-slowakischen Sozialdemokraten. Diese Verhältnisse blieben im Wesentlichen bis 1932 bestehen, jedoch verschwanden die Tschechoslowaken und die Nationalsozialisten legten 1932 auf Kosten der Christlichsozialen auf 17 Prozent zu. Als Bezirksvorsteher dominierte der Sozialdemokrat Anton Haidl von 1919 bis 1934 den Bezirk.
Bei den ersten Wahlen im November 1945 errang die SPÖ mit 57 Prozent wieder die absolute Mehrheit und stellt bis heute durchgehend den Bezirksvorsteher. Durch den Aufstieg der FPÖ in den 90er Jahren schmolz die Vormachtstellung der SPÖ aber immer mehr zusammen. War die SPÖ 1991 noch bei rund 43 Prozent gelegen, so sank ihr Stimmenanteil 1996 auf 33,4 Prozent. Die FPÖ lag nun mit 28,46 Prozent (+ 6,27) nur noch knapp dahinter.
Wahlen 2001:
Bei den Wahlen 2001 kehrte sich dieser Trend wieder um. Die SPÖ erreichte 39,90 Prozent, die FPÖ 20,81 Prozent. Die ÖVP blieb mit 19,54 Prozent knapp dahinter. Stark zulegen konnten Die Grünen, die auf 15,31 Prozent kamen.
Wahlen 2005:
Bei den Bezirksvertretungswahlen am 23. Oktober 2005 erreichte die SPÖ 41,14 Prozent (+1,19 / 17 Mandate). Die ÖVP bekam 21,82 Prozent (+2,82 / 9 Mandate) und stellt wieder den Bezirksvorsteherstellvertreter. Die Grünen kamen auf 18,44 Prozent (+3,13 / 8 Mandate). Die FPÖ verlor 6,17 Prozentpunkte und liegt nunmehr bei 14,46 Prozent (6 Mandate). Das Liberale Forum schaffte mit 1,49 Prozent (-2,17) genauso wie das BZÖ, welches 1,06 Prozent erhielt, und die KPÖ mit 1,42 Prozent (+0,82) nicht den Einzug in die Bezirksvertretung.
Das Hernalser Wappen ist dreigeteilt und repräsentiert die drei ehemaligen selbständigen Gemeinden Hernals, Dornbach und Neuwaldegg.
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Lacy-Grabmal im Schwarzenbergpark
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Wichtigste kirchliche Sehenswürdigkeiten in Hernals sind die Kalvarienbergkirche (siehe Hernals (Wiener Bezirksteil)), die Sühnekirche und die Marienpfarre. Hinzu kommt das Jörgerbad, der Sportclubplatz in Dornbach und der Alszauberbrunnen mit Statuen eines Schrammel-Quartetts.
In Dornbach ist die Dornbacher Pfarrkirche und die Annenkapelle erwähnenswert, in Neuwaldegg das Schloss Neuwaldegg und der Schwarzenbergpark.
Die Theatergründungen in Hernals hatten in früher Zeit wenig Erfolg. Für das im Revolutionsjahr 1848 geschlossene Josefstädter Theater wurde in Hernals ein Sommertheater gegründet, die Erste Wiener Nationalarena. Nach wenigen Jahren wurde das Theater aber geschlossen. Auch das 1966 gegründete Dornbacher Theater musste nach nur sechs Monaten schließen.
Kleinere Theater gab es auch in der Zwischenkriegszeit, so etwa an der Ecke Dornbacherstraße/Vollbadgasse eine Bauernbühne, die 1948 vom Theater in Dornbach, einer Operettenbühne, übernommen wurde. Trotz ausverkaufter Vorstellungen musste das Theater wegen Geldproblemen bereits ein Jahr später schließen. Heute beherbergt Hernals zwei wichtige und bekannte Bühnen. Im traditionsreichen Wiener Metropol kommen Musicals, Konzerte und Kabaretts zur Aufführung, die Kulisse Wien ist hingegen ein reines Kabaretttheater.
Das Hernalser Bezirksmuseum widmet sich schwerpunktmäßig den Brüdern Schrammel, der Kalvarienbergkirche, dem ehemals bedeutenden Weinbau, der Türkenzeit, der Hernalser Sonderrolle im Protestantismus, Schloss und Park Neuwaldegg sowie weiteren Themenfeldern.
Anlässlich des 200. Todestages wurde 2001 eine permanente Sonderausstellung für Feldmarschall Franz Moritz von Lacy eingerichtet. Zudem verfügt der Bezirk über ein Fiakermuseum und ein Rettungsmuseum.
Hernals beherbergt den ältesten Landschaftsgarten Österreichs, den Schwarzenbergpark in Neuwaldegg, der direkt in den Wienerwald übergeht und rund 80 Hektar umfasst. Daneben finden sich in Hernals weitere kleine Parkanlagen wie der rund 17.000 Quadratmeter große Lidlpark mit zahlreichen japanischen Zierkirschenbäumen.
Über weniger als 10.000 Quadratmeter Fläche verfügen der Alexander-Lernet-Holenia-Park und der Josef-Kaderka-Park in Dornbach sowie der Pezzlpark in Hernals.
Der Hanslteich ist ein beliebtes Ziel für Spaziergänger und Ausflügler. Der Teich wurde zirka 1920 zur Eisgewinnung angelegt. Er wird vom Alserbach gespeist und ist von Wald und Wiese umgeben. Er ist frei zugänglich und wird zum Bootfahren genutzt.
Einziges Krankenhaus in Hernals ist das 1935 von der Kongregation der Schwestern vom göttlichen Erlöser gegründete Krankenhaus Göttlicher Heiland. Darüber hinaus verfügt der Bezirk über drei Bäder: das Schafbergbad (Freibad), das traditionsreiche, im Jahr 1914 im Stil der Wiener Werkstätte errichtete Jörgerbad sowie ein privat geführtes Freibad in Neuwaldegg am Rande des Wienerwaldes.
Von den zahlreichen Industrie- und Gewerbebetrieben, die sich im Zuge der Industrialisierung im Bezirk gebildet hatten, haben sich nur wenige erhalten. Dies waren vor allem die Nahrungsmittelindustrie, das verarbeitende Gewerbe und die Leichtindustrie. Heute sind noch 350 bis 400 Betriebe in Hernals ansässig. Insgesamt gibt es in Hernals 2.221 Arbeitsstätten mit 18.000 Arbeitsplätzen. Zwei Drittel fallen in den Dienstleistungsbereich, 23 Prozent auf Gewerbe und Industrie sowie 8 Prozent auf das Baugewerbe. Nur noch 120 Menschen sind in der ehemals bedeutenden Landwirtschaft (Weinbau) tätig. Fast die Hälfte der Arbeitsstätten in Hernals hat vier oder weniger Beschäftigte. Größter Arbeitgeber in Hernals ist wiederum die Schokoladenfabrik Manner, der einzige Betrieb mit über 500 Beschäftigten.
Partnerbezirk des Bezirks Hernals ist der 17. Bezirk von Tokyo, Fuchū. Die Zierkirschen im Lidlpark sind ein Geschenk des Partnerbezirks. Schulklassen des Gymnasiums Geblergasse besuchten den Partnerbezirk.
Zu den wichtigsten Hernalser Künstlern gehören die Musiker Johann und Josef Schrammel, die Schauspieler Josef Meinrad und Ewald Balser, der Dichter Ferdinand Sauter, der Schriftsteller Frederic Morton, der Kirchenmusiker Josef Venantius von Wöss, der Operettenkomponist Edmund Eysler, die Schauspielerin Marianne Schönauer und der Musiker Hansi Lang. Darüber hinaus lebten hier der Architekt Friedrich von Schmidt, der Eiskunstläufer Karl Schäfer und der Unternehmer Josef Manner. Die bekannte (aber fiktive) Wiener Dirne Josephine Mutzenbacher soll aus Hernals kommen.
I. Innere Stadt | II. Leopoldstadt | III. Landstraße | IV. Wieden | V. Margareten | VI. Mariahilf | VII. Neubau | VIII. Josefstadt | IX. Alsergrund | X. Favoriten | XI. Simmering | XII. Meidling | XIII. Hietzing | XIV. Penzing | XV. Rudolfsheim-Fünfhaus | XVI. Ottakring | XVII. Hernals | XVIII. Währing | XIX. Döbling | XX. Brigittenau | XXI. Floridsdorf | XXII. Donaustadt | XXIII. Liesing
Koordinaten: 48° 13' 57" N, 16° 16' 46" O
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Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."