Hermann von Balk († 5. März 1239 in Würzburg; auch Hermann Balko, Hermann Balco, Hermann Balk) war ein Ordensritter und erster Landmeister des Deutschen Ordens in Preußen, im 13. Jahrhundert. Von 1219 bis 1227 Deutschmeister in der Provinz Alemannien?, war er 1232 bis zu seinem Tode 1239, Landmeister in Preußen. Dazu übte Balk in den Jahren 1237-1238 das Amt eines Landmeisters in Livland aus.
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Im Jahre 1226 belieh Kaiser Friedrich II. durch die Goldene Bulle von Rimini den Deutschen Orden mit künftig zu erwerbenden Gebieten nördlich der Weichsel als Reichslehen. In seiner Eigenschaft als Landmeister eroberte Balk seit 1230 in zehnjährigen Kämpfen mit den noch heidnischen Pruzzen das Kulmer Land, Pomesanien und das nördliche Ermland. Auch die grundsätzliche Einigung des Deutschen Ordens mit dem im Kulmer Land eigene Interessen vertretenden Herzog Konrad von Masowien im Vertrag von Kruschwitz 1230 geht mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine Initiative Balks zurück.
Nach der vernichtenden Niederlage des Schwertbrüderorden Livlands gegen die Litauer bei Schaulen gewann er durch Verschmelzung beider Ordensteile 1237 Livland, Kurland und andere Gebiete.
Damit erwies sich Hermann Balk stets als fähiger Vollstrecker der weitgesteckten Pläne seines Hochmeisters Hermann von Salza, der die juristischen Voraussetzungen der Vereinigung des Deutscher Ordens mit dem Schwertbrüderorden anhand der Viterber Union mit Papst Gregor IX eben im italienischen Viterbo ausgehandelt hatte.
Balk begründete die Burgen Marienwerder, Culm, Elbing und Thorn, aus denen binnen kurzem die gleichnamigen Städte hervorgingen. Dieses ist durch den einsetzenden Zustrom deutscher Siedler zu erklären. Balk förderte die Ansiedlung zum Beispiel durch die Verkündigung des Kulmer Rechts, einer auf dem Magdeburger Stadtrecht basierenden Rechtsform. Die kulmische Handfeste vom 28. Dezember 1233, durch Hermann Balk, gemeinsam mit dem Hochmeister Hermann von Salza entworfen, wurde später die Grundlage für die Rechtsgestaltung fast aller preußischen Städte. Mit dieser Rechtsgrundlage wurden zunächst die beiden Städte Kulm und Thorn bewidmet.
Die weitsichtige Politik des ersten Landmeisters hat hervorragenden Anteil an der Christianisierung Preußens. Balk ging planvoll vor, wobei er größten Wert darauf legte, die führende Schicht der heidnischen Pruzzen für den Orden zu gewinnen. Demungeachtet wurde jeglicher Widerstand seitens der im Ton der Zeit so genannten Heiden erbarmungslos bekämpft. Die Expansion des Deutscher Ordens erfolgte entlang den Hauptverkehrswegen des dreizehnten Jahrhunderts, demnach gingen die Kreuzfahrer auf den schiffbaren Flussläufen nach Norden vor. Eroberung folgte Siedlung. Aus dem Jahr 1236 datiert die älteste erhaltene Belehnungsurkunde eines edlen Herren Dietrich von Depenau im Ort Tiefenau in der Gegend von Marienwerder.
Ernstliche Differenzen, u.a. mit Dänemark, das nach wie vor territoriale Ansprüche namentlich in Estland stellte, und dem Erzbischof von Riga bezüglich ungeklärter Rechtslage betreffs Ausübung der Landesherrschaft und der Widerstand der Schwertbrüder bewirkten, dass Balk „aus dem Lande fahren musste“. Spätere Quellen besagen zudem, Hermann Balk sei schwer erkrankt gewesen. Er verstarb am 5. März 1239 in Würzburg.
Die Erinnerung an Hermann Balks tragende Rolle bei Eroberung des Kulmerlandes und als eigentlicher Begründer des Ordensstaates ist gerade in Westpreußen, bis zur Angliederung dieses Gebietes an Polen 1919, sehr lebendig gewesen. Das belegen zahlreiche Denkmäler sowie insbesondere kunstvoll gestaltete Brunnen in westpreußischen Städten, die bevorzugt den Namen dieses ersten Landmeisters trugen.
| Vorgänger |
Landmeister von Livland des Deutschen Ordens 1237-1238 |
Nachfolger |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Balk, Hermann von |
| KURZBESCHREIBUNG | Ritter des Deutschen Ordens |
| STERBEDATUM | 5. März 1239 |
| STERBEORT | Würzburg |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."