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Hermann Neubacher

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Hermann Neubacher (* 24. Juni 1893 in Wels, Oberösterreich; † 1. Juli 1960 in Wien) war ein österreichischer Wirtschaftsfachmann und Politiker der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Hermann Neubacher war ab dem Jahre 1920 in der Holzindustrie tätig. Außerdem fungierte er in Wien als Generaldirektor der GESIBA (Gemeinnützige Siedlungs- und Bauaktiengesellschaft), die maßgeblich am sozialen Wohnungsbau in Wien beteiligt war. Als Mitglied des "Österreichisch-Deutschen Volksbundes" agitierte Neubacher zusammen mit Arthur Seyß-Inquart und anderen großdeutsch eingestellten Politikern für den Anschluss Österreichs an Deutschland und wurde nach der Machtergreifung Hitlers am 30. Jänner 1933 im Deutschen Reich Mitglied der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei in Österreich.

Als österreichische Nationalsozialisten am 25. Juli 1934 den Versuch unternahmen, den austrofaschistischen Ständestaat durch einen Putsch zu beseitigen und dabei Bundeskanzler Engelbert Dollfuß ermordeten, tauchte die Partei unter; in dieser Phase der Illegalität übernahm zeitweilig Neubacher die Führung der mittlerweile verbotenen österreichischen NSDAP, wurde aber im Juni 1935 zusammen mit seinem innerparteilichen Widersacher Josef Leopold verhaftet. Beide wurden aufgrund des Juliabkommens von 1936 amnestiert, Neubacher war fortan „für die reichsdeutschen IG-Farben als Balkanexperte (unter Einschluß Österreichs) tätig.“[1]

Nachdem der Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich tatsächlich mit dem Einmarsch der Wehrmacht am 12. März 1938 vollzogen wurde, löste Neubacher bereits am folgenden Tag Richard Schmitz als Bürgermeister Wiens ab; diese Position behielt er bis zum 14. Dezember 1940. Anschließend wurde Hermann Neubacher Abgesandter in Bukarest und Athen. Als Botschafter in Kroatien protestierte Neubacher im Juni 1941 in seinen Berichten gegen die Grausamkeiten der Ustascha, die diese systematisch an Serben, Juden und Roma verübten. Ab dem Jahr 1943 bis Kriegsende war er Bevollmächtigter beim Militärbefehlshaber in Serbien.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Hermann Neubacher in Jugoslawien im Jahr 1951 zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt, jedoch bereits nach wenigen Monaten schwer krank entlassen. Hermann Neubacher kehrte zurück nach Österreich und war vor allem als Bauunternehmer in Salzburg tätig.

Marcus J. Carney versuchte in einer Dokumentation Film Projekt Neubacher die Familiengeschichte und die Aufarbeitung nach dem Weltkrieg seines Onkels , sowie seiner Familie darzustellen und legte es auf die österreichische Nachkriegsgeneration um, der er die „morbus austriacus“ – die österreichische Krankheit attestierte[2].

[Bearbeiten] Veröffentlichungen

[Bearbeiten] Film

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Wolfgang Rosar: Deutsche Gemeinschaft. Seyss-Inquart und der Anschluß. Europa-Verlag, Wien 1971, ISBN 3-203-50384-0, S. 105
  2. DVD-Forum

[Bearbeiten] Weblinks

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