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Hermann Müller-Karpe (* 1. Februar 1925 in Hanau) ist ein deutscher Prähistoriker.
Er promovierte 1948 in Marburg bei Gero von Merhart. Seit 1948 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Landesmuseum Kassel, seit 1950 Konservator an der Prähistorischen Staatssammlung in München. 1958 habilitierte er sich in München über die Chronologie der Urnenfelderzeit nördlich und südlich der Alpen. Danach lehrte er ab 1959 in Würzburg und wurde 1963 ordentlicher Professor in Frankfurt am Main. Von 1980 bis 1986 leitete er die neu gegründete Kommission für Allgemeine und Vergleichende Archäologie des Deutschen Archäologischen Instituts in Bonn.
Im Kontext der Habilitation entstanden wichtige Arbeiten zur Späten Bronzezeit in Italien, unter anderem zur frühen Besiedlung im Stadtgebiet von Rom. Müller-Karpe initiierte 1965 das große Editions-unternehmen der Prähistorischen Bronzefunde (PBF), das bis heute (unter der Leitung von Albrecht Jockenhövel und Wolf Kubach an den Universitäten Frankfurt a. M. und Münster fortgeführt wird.
Bekannt ist Müller-Karpe insbesondere durch große Materialarbeiten wie das Handbuch der Vorgeschichte, wobei er stets auch eine kulturhistorische Sichtweise verbunden mit einem isochronologischen Ansatz (also Vergleich des absolut Gleichzeitigen) vertrat.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Müller-Karpe, Hermann |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Prähistoriker |
| GEBURTSDATUM | 1. Februar 1925 |
| GEBURTSORT | Hanau |