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Hermann II. (Hessen)

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Hermann II. von Hessen (* 1341 auf Burg Grebenstein; † 24. Mai 1413), auch der Gelehrte genannt, war seit 1367 Mitregent und später Landgraf von Hessen.

[Bearbeiten] Leben

Landgraf Hermann von Hessen, genannt "der Gelehrte", wurde 1341 als Sohn des Landgrafen Ludwig der Junker (* 1319; † 6. Februar 1345) auf Burg Grebenstein geboren. Er studierte in Paris und Prag. Nach dem Tode des vorgesehenen Thronerben Otto („der Schütz“), des Sohnes des Landgrafen Heinrich II. (* vor 1302; † 3. Juni 1376), berief Heinrich II. ihn im Jahre 1367 zum Mitregenten.

Im Sternerkrieg gegen Braunschweig um die Nachfolge des Landgrafen Heinrich hatten die Kassen des Landes und des Landgrafen sich weitestgehend geleert. Nach seiner Amtserhebung entschloss sich Landgraf Hermann deshalb, um die Landeskasse wieder zu füllen, zur Erhebung einer neuen Steuer auf alle eingeführten Lebensmittel, Kleiderstoffe und Metallwaren. Diese neue Steuer führt zu Unmut bei Adel und Bürgern. Die Abgeordneten der Städte Niederhessens und der Werralandschaft beschlossen am 11. Januar 1377 bei einer Zusammenkunft in Kassel im Altstädter Rathaus, diese Steuer unter allen Umständen zu verweigern. Die Bürger lösten 1378 die Sonderverwaltung von drei Kasseler Städte auf (Altstadt, Neustadt und Freiheit) und bildeten einen Städtebund. Dem neuen Bund der Städte schloss sich der Adel an und besetzte die landgräfliche Burg. Durch die Vermittlung des Landgrafen Balthasar von Thüringen kam es allerdings im Mai 1378 zu einem Vergleich.

Dies hinderte Landgraf Hermann allerdings nicht daran, im Jahre 1384 eine neue Verfassung zu erlassen, in der die Stadt Kassel ihre Selbständigkeit verlor und er sich selbst zum unumschränkten Herrscher machte. Die Bürger wandten sich deshalb wieder an Balthasar von Thüringen. Dieser verbündete sich mit dem Herzog von Braunschweig und mit dem Erzbischof von Mainz gegen Herman von Hessen. Insgesamt griffen die verbündeten Truppen die Stadt Kassel drei Mal erfolglos an. Eine Wende trat ein, als der Mainzer Erzbischof Adolf von Nassau 1390 starb und es 1394 mit seinem Nachfolger Konrad von Weinsberg zu einem Ausgleich kam, der im Frankfurter Frieden besiegelt wurde. Im Jahr 1400 folgte der Friedberger Frieden mit Mainz und Braunschweig, nachdem Herzog Friedrich von Braunschweig-Lüneburg bei Fritzlar von Graf Heinrich von Waldeck und dessen Kumpanen ermordet worden war.

Landgraf Hermann II. konnte sein Herrschaftsgebiet in dieser Zeit erweitern. Im Jahre 1399 nahm er Ulrichstein und kurz darauf Schotten am Vogelsberg in Besitz. Dem folgte 1402 Hauneck, 1406 Vacha und schließlich 1408 ein Teil der Herrschaft Itter.

[Bearbeiten] Ehen und Nachkommen

Landgraf Hermann II. "der Gelehrte" war zweimal verheiratet. Seine erste 1377 geschlossene Ehe mit Johanna Gräfin von Nassau-Weilburg (1355–1383) blieb kinderlos. 1383 heiratete Hermann II. in zweiter Ehe Margarete Burggräfin von Nürnberg-Zollern (1363–1406), Tochter Friedrichs V. von Nürnberg-Zollern. Mit ihr hatte er folgende Nachkommen:

[Bearbeiten] Weblinks


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