Netencyclo, The wikipedia mirror - The biggest multilingual encyclopedia : Heribert von Köln

- Heribert von Köln -

Heribert von Köln :

Outils :

Vous avez un site web ? Un blog ?

 Netencyclo Directory Project 




Mettre en favoris !

Add to Netvibes
Technorati reactions
rencontre

Heribert von Köln

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Heribert (* um 970 in Worms; † 16. März 1021 in Köln) war von 999 bis 1021 Erzbischof von Köln.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Seine Herkunft ist nicht mit Sicherheit geklärt. Man weiß, dass sein Vater Hugo hieß und vermutlich dem Grafenstand entstammte. Verwandtschaftsbeziehungen zur weit verzweigten Familie der Konradiner wurden aufgrund der Besitzverhältnisse und gebräuchlichen Vornamen vermutet. Der Besitz seines Vaters lag hauptsächlich im Wormsgau und im Einrichgau. Heriberts Halbbruder mütterlicherseits war Bischof Heinrich I. von Würzburg. Ein anderer Bruder war Graf Gezemann im Werngau. Die beiden Eichstätter Bischöfe Heribert (1022-1042) und Gezemann (1042) waren, Söhne von Graf Gezemann im Werngau, und somit Heriberts Neffen.

Heriberts Erziehung begann in der Domschule zu Worms und wurde in der Abtei Gorze fortgesetzt. Nach seiner Ausbildung wurde er Dompropst in Worms. Brun von Kärnten, der später Papst Grgor V. besuchte etwa gleichzeitig mit Heribert die Wormser Domschule.

Der Wormser Bischof und Kanzler für Deutschland Hildebold führte Heribert am kaiserlichen Hofe ein. 994 erhob Kaiser Otto III. Heribert zum Kanzler von Italien. Damit übertrug ein Kaiser das erste Mal dieses Amt einem Deutschen. Im Jahr 995 wurde er zum Priester geweiht. Drei Jahre später, nach Hildebolds Tod, im Jahr 998 wurde Heribert von Kaiser Otto III. zum Kanzler von Deutschland ernannt. Erstmalig waren beide Ämter in einer Hand vereint. In dieser Position war Heribert einer der Hauptförderer des Konzept der Renovatio imperii Romanorum (Erneuerung des römischen Reiches).

999 wurde er, auf dem zweiten Italienfeldzug weilend, vom Domkapitel zum Erzbischof von Köln gewählt, die Wahl wurde sowohl vom Kaiser als auch vom Papst am 9. Juli 999 bestätigt. Er behielt auch als Erzbischof von Köln die beiden Kanzlerämter des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Seine Weihe erhielt er zu Weihnachten 999 im Kölner Dom, vorher so heißt es sei er demütig und barfuß in Köln eingezogen.

Im Beisein des neuen Kölner Erzbischofs wurde das Karlsgrab in Aachen durch Kaiser Otto III. geöffnet. Er war auch dabei, als Kaiser Otto III. im Januar 1002 auf der Burg Paterno verstarb. Er überführte den Leichnam des Kaisers und die Reichsinsignien unter schweren Kämpfen nach Aachen. Die Heilige Lanze hatte er zu Händen des Pfalzgrafen Ezzo vorausgesandt.

In der Königswahl von 1002 unterstützte Heribert Herzog Hermann II. von Schwaben aus der Familie der Konradiner. Dieser konnte sich jedoch nicht durchsetzen, so dass Heinrich II. Nachfolger von Otto III. wurde. Auch nach der Wahl unterstützte Heribert die konradinische Familie mehrfach gegen Heinrich II. So 1003 auf der Synode von Dietenhofen, als er verhinderte, dass die deutschen Bischöfe auf Wunsch des Königs die Ehe zwischen Konrad von Kärnten und Mathilde von Schwaben für kanonisch ungültig erklärten. Auch der königlichen Aufforderung, sich dem militärischen Vorgehen gegen Otto von Hammerstein anzuschließen, widersetzte sich Heribert.

Nach der Beisetzung Ottos III. und der Wahl des Nachfolgers Heinrich II. legte er das Kanzleramt nieder. Zurück in Köln gründete er, wie mit Otto III. vereinbart, die Abtei Deutz. 1004 begleitete er Kaiser Heinrich II. auf dessen Romzug, obwohl das Verhältnis der beiden von Zeitgenossen als kühl bezeichnet wurde. Die Stiftung des Bistums Bamberg durch Heinrich II. im Jahre 1007 wurde von Heribert ebenfalls gefördert.

Heribert verstarb am 16. März 1021 in Köln, er wurde in der von ihm gegründeten Abtei in Deutz beigesetzt.

[Bearbeiten] Verehrung als Heiliger

Heribertschrein

Bereits kurze Zeit nach Heriberts Tod 1021 setzte an seinem Grab in der Abtei Deutz eine Heiligenverehrung ein, die zunächst nur lokales Ausmaß hatte, aber bereits zwischen 1046 und 1060 literarischen Niederschlag im hagiographischen Werk Lantberts von Deutz fand, der neben einer Vita sancti Heriberti mit den Miracula sancti Heriberti auch eine umfangreiche Mirakelsammlung von Heribert zu Lebzeiten und nach seinem Tod bewirkter Wunder sowie weitere liturgische Texte und geistliche Lieder über Heribert verfasste.

Eine förmliche Heiligsprechung durch den Papst war zu dieser Zeit noch nicht üblich und ist im Falle Heriberts auch später nicht erfolgt; eine undatierte Kanonisationsurkunde eines Papstes "Gregorius" für Heribert ist eine Fälschung aus der Mitte des 12. Jahrhunderts[1]. Sie steht im Zusammenhang mit einer Intensivierung der Deutzer Heribertsverehrung in den ersten Jahrzehnten des 12. Jahrhunderts, befördert vor allem durch den Abbatiat Ruperts von Deutz (1120-1129); Rupert verfasste ebenfalls eine Vita sancti Heriberti, teils auf Lantberts Werk fußend.

Die am 30. August 1147 feierlich erhobenen Gebeine des Heiligen wurden in den um 1175 fertiggestellten kostbaren Heribertsschrein gebettet, der sich seit Ende des 19. Jahrhunderts in der Kirche Neu St. Heribert in Köln-Deutz befindet.

Eine Gedenktafel für Heribert fand Aufnahme in die Walhalla bei Regensburg.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Vgl. Heribert Müller: Zur Kanonisationsbulle für Erzbischof Heribert von Köln, Rheinische Vierteljahrsblätter 40 (1976) S. 46-71.

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

rencontre

Heribert von Köln - En savoir plus

Rencontre Heribert von Köln - Articles à  la une


"Je rencontre quelques peines, je rencontre beaucoup de joie, c'est parfois une question de chance, souvent une rencontre de choix."
© 2009 Netencyclo - Netencyclo Home - Terms of Service - Privacy Policy - Program Policies
Netencyclo, the Wikipedia mirror : the biggest multilingual free-content encyclopedia on the Internet. Cet article, miroir de l'article de Wikipédia est conforme aux termes de la GFDL All Wikipedia content is licensed under the GNU Free Documentation License (see details). Content on this web site is provided for informational purposes only. We accept no responsibility for any loss, injury or inconvenience sustained by any person resulting from information published on this site. We encourage you to verify any critical information with the relevant authorities.